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08.11.2012 10:31

Kunsthistoriker Horst Bredekamp erhält in München den diesjährigen Fritz-Winter-Preis

Constanze Haase Pressestelle
Humboldt-Universität zu Berlin

    Horst Bredekamp, Professor für Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und einer der Sprecher des Exzellensclusters "Bild Wissen Gestaltung. Ein interdisziplinäres Labor" wird am 8.November 2012 in der Pinakothek der Moderne in München der 36. Fritz-Winter-Preis verliehen.

    Das institutionsgebundene Preisgeld von 25.000,- Euro erhält die im Jahr 2000 von Horst Bredekamp gegründete Abteilung "Das Technische Bild" des Hermann von Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik an der Humboldt-Universität zu Berlin zur Unterstützung ihrer Publikationsorgane wie dem Periodikum "Bildwelten des Wissens".

    "Das Projekt hat zum Ziel, so Horst Bredekamp, "die Geisteswissenschaft für Probleme der Technik- und Naturwissenschaften zu sensibilisieren und diese ihrerseits als kulturell und geschichtlich geprägte Disziplinen zu bestimmen. Die Abteilung "Das Technische Bild" versteht die Bildwelten der Naturwissenschaften und der Medizin nicht allein als Medien der Wiedergabe von Erkenntnissen. Sie versucht vielmehr aus kunst- und bildgeschichtlicher Perspektive diese Bildwelten als Instrumente der Naturforschung historisch zu erschließen und die vielfältigen Brückenschläge zwischen Kunst und Naturforschung zu bestimmen".

    Das Humboldt-Universität Exzellenscluster-Projekt "Bild Wissen Gestaltung. Ein interdisziplinäres Labor", für das Horst Bredekamp als einer der Sprecher steht, beschäftigt sich ebenfalls disziplinübergreifend mit der Bildforschung. Kunst- und Kulturwissenschaftler untersuchen darin Wissensstrukturen, die für die Gestaltungsprozesse in den Wissenschaften von zentraler Bedeutung sind.

    Die Überschreitung der Disziplingrenzen in der historischen Bildforschung und die Frage nach der Ästhetik der Bilder in den Naturwissenschaften folgen in idealer Weise den Interessen von Fritz Winter. Der Künstler sah in den Bildwelten der modernen Naturwissenschaften eine Analogie zu seinen eigenen abstrakten Formfindungen. Als Stiftungsziel hatte er deshalb nicht nur die Förderung von Kunst und Kultur vorgesehen, sondern explizit auch die Unterstützung von natur- und geisteswissenschaftlicher Forschung.

    Bisherige Preisträger waren u.a. Olafur Eliasson, Karsten Schmuck, Robert Ringseis, Helmut Mai, Stefan Germer, Ingrid Grummt

    Mehr Informationen:
    http://fritz-winter-stiftung.de
    http://www.interdisciplinary-laboratory.hu-berlin.de

    Kontakt:
    Constanze Haase
    Presseprecherin
    Humboldt-Universität zu Berlin
    Referat Pressestelle
    Unter den Linden 6
    10099 Berlin

    Tel.: 030 2093-2345
    E-Mail: pr@hu-berlin.de
    http://www.hu-berlin.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Kulturwissenschaften, Kunst / Design, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Medizin, Philosophie / Ethik
    überregional
    Forschungsprojekte, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


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