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09.01.2013 12:10

Heilendes Wohlbefinden für Intensivpatienten

Stefanie Winde GB Unternehmenskommunikation
Charité-Universitätsmedizin Berlin

    Siegerentwurf zu Innendesign wird an Charité umgesetzt

    In einem Pilotprojekt werden derzeit zwei Zimmer der Intensivstation am Campus Virchow-Klinikum der Charité – Universitätsmedizin Berlin so umgestaltet, dass das persönliche Wohlbefinden kritisch kranker Patienten verbessert und ihre Genesung unterstützt wird. Das interdisziplinäre Konzept eines interaktiven intensivmedizinischen Patientenzimmers ist in enger Kooperation der Charité mit der Charité CFM Facility Management GmbH, den Berliner Mediengestaltern von Art+Com sowie dem internationalen Architekturbüro Graft entstanden. Der gemeinsame Entwurf „Parametrische (T)Raumgestaltung“ war Sieger im Wettbewerb „Design & Gesundheitswirtschaft“.

    Die beiden intensivmedizinischen Zimmer an der Charité werden so eingerichtet, dass medizinische Geräte optisch in den Hintergrund rücken und Geräusche gedämpft werden. Außerdem werden Deckenleuchten installiert, die sich in ihrer Lichtintensität und -frequenz so steuern lassen, dass der natürliche Tag-Nacht-Rhythmus erhalten bleibt. Mit Hilfe von Farben und sich bewegenden Formen, die auf die leinwandbespannte Zimmerdecke projiziert werden, soll zudem eine Atmosphäre geschaffen werden, die Stress mindern und Ängste lösen kann. Welche Materialien und medialen Inhalte können hier eingesetzt werden? Welche konkreten Effekte haben sie auf die Genesung der Patienten? Das erforschen Intensiv- und Schlafmediziner gemeinsam mit Psychologen während der kommenden 18 Monate.

    „Gerade bei der Behandlung von Intensivpatienten spielen die Raumatmosphäre und die Raumgestaltung eine sehr wichtige Rolle“, erklärt Prof. Claudia Spies, Direktorin der Klinik für Anästhesiologie mit Schwerpunkt operative Intensivmedizin an den Campi Charité Mitte und Virchow-Klinikum. Sie leitet das Forschungsprojekt in enger Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrum der Charité. „Dieses fächerübergreifende Projekt ermöglicht es, dass Wissenschaftler und Kreative gemeinsam Ideen finden und diese auch unmittelbar umsetzen, um zu erforschen, welche raumgestalterischen Faktoren stressmindernd und genesungsfördernd wirken“, betont Prof. Spies.

    Kontakt:
    Prof. Claudia Spies
    Direktorin der Klinik für Anästhesiologie mit Schwerpunkt operative Intensivmedizin
    Charité – Universitätsmedizin Berlin
    t: +49 30 450 531 012
    claudia.spies[at]charite.de


    Weitere Informationen:

    http://anaesthesieintensivmedizin.charite.de/ - Klinik für Anästhesiologie mit Schwerpunkt operative Intensivmedizin


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    regional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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