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28.01.2013 10:24

Wie krank ist das Gesundheitssystem? 10 Jahre Gesundheitsökonomik an der UDE

Beate Kostka M.A. Pressestelle
Universität Duisburg-Essen

    Seit zehn Jahren gibt es einen gesundheitsökonomischen Schwerpunkt an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Aus diesem Anlass laden die beteiligten Wissenschaftler am 12. Februar zu einer Festveranstaltung in die Alte Synagoge ein (45127 Essen, Steeler Str. 29, Beginn: 15 Uhr). Passend zum runden Jubiläum wird auch das neue gesundheitsökonomische Forschungszentrum eingeweiht, das im benachbarten Rabbinerhaus untergebracht ist.

    Prominenter Gastredner ist der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Jens Spahn. Anschließenden diskutiert ein hochkarätig besetztes Podium über das Thema „Chancen und Grenzen des Wettbewerbs der Krankenkassen“.

    Steigende Arzthonorare, wachsende Eigenbeteiligung bei den Medikamenten, hohe Krankenkassenrücklagen: Fragen der Gesundheitswirtschaft sind ein Dauerbrenner in der öffentlichen Debatte. Sie kreist um den Zielkonflikt zwischen umfassender, qualitativ hochwertiger medizinischer Versorgung und der Begrenzung von Kosten und Beiträgen. UDE-Finanzwissenschaftler Prof. Reinhold Schnabel: „Entschärft werden könnte dieser Zielkonflikt durch mehr Wettbewerb auf den Gesundheits- und Krankenversicherungsmärkten.“ Mit diesen und anderen Fragestellungen befassen sich die Wissenschaftler am gesundheitsökonomischen Forschungszentrum CINCH („Competent in Competition and Health“)an der UDE.

    Gründungskern war der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftungslehrstuhl für Medizinmanagement (Prof. Dr. Jürgen Wasem), der vor zehn Jahren eingerichtet wurde. Zeitgleich wurde ein gesundheitsökonomischer Schwerpunkt an der UDE aufgebaut. CINCH verbindet drei regionale Forschungsinstitutionen: das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschafsforschung (RWI) in Essen mit seinem Kompetenzbereich Gesundheit, zwei gesundheitsökonomisch ausgerichtete Lehrstühle in der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der UDE sowie das Institut für Wettbewerbsökonomie (DICE) an der Heinrich-Heine-Uni Düsseldorf. Das Zentrum ist über Austauschprogramme und Kooperationen national und international vernetzt. CINCH wird durch das Bundesforschungsministerium gefördert.

    Die fortgeschrittenen Studierenden profitieren ebenfalls von der gefragten Schwerpunktbildung. Der Masterstudiengang „Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen“ verbindet volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Fragenstellungen des Gesundheitswesens miteinander. In den Masterstudiengängen „Medizinmanagement für Wirtschaftswissenschaftler“ und „Medizinmanagement für Mediziner und Gesundheitswissenschaftler“ wird der Fokus darüber hinaus auf Medizin, Medizinrecht und medizinische Ethik gelegt. Schon in den wirtschaftswissenschaftlichen Bachelorstudiengängen besteht die Möglichkeit, einen Schwerpunkt auf Gesundheitsökonomie und Medizinmanagement zu legen.

    Die UDE-Hochschullehrer des gesundheitsökonomischen Bereichs sind auch in der gesundheitspolitischen Beratung und Systemgestaltung aktiv. Prof. Wasem ist zum Beispiel Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates, der die Regierung zur Verteilung der knapp 200 Mrd. Euro aus dem Gesundheitsfonds an die Krankenkassen berät. Außerdem ist er der Schlichter auf Bundesebene zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Spitzenverband der Krankenkassen bei Streitigkeiten um das ärztliche Honorar.

    Weitere Informationen:
    Prof. Dr. Reinhold Schnabel, T. 0201/183-4125, -2259, reinhold.schnabel@uni-due.de, http://www.uni-due.de/10jahre/gesundheitsoekonomik.php

    Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Politik, Wirtschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Pressetermine
    Deutsch


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