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28.01.2013 11:48

Witten und Osnabrück promovieren im Tandem

Kay Gropp Pressestelle
Universität Witten/Herdecke

    Gastprofessorinnen und –professoren berufen, um Forschungs- und Promotionskolleg "FamiLe" zu stärken

    "FamiLe - Familiengesundheit im Lebensverlauf" heißt das seit Februar 2012 vom Bundesbildungsministerium (BMBF) geförderte Projekt. Darin kooperieren die Pflegewissenschaftler der Universität Witten/Herdecke mit Kollegen aus Osnabrück. Dabei konzentrieren sich die Wissenschaftler in Osnabrück auf die zwei Themenbereiche „Junge Familien in der Familienbildungsphase“ und „Familie im gesundheitlichen und pflegerischen Versorgungssystem“. In Witten stehen „Krankheitsbewältigung in Familien unter spezieller Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen“ und „Familie in der letzten Lebensphase“ im Fokus. Zu diesen Themen schreiben zurzeit zwölf Pflegewissenschaftler ihre Doktorarbeit, zwei Postdoktoranden unterstützen das Kolleg zusätzlich.

    Sie werden von je einem Wittener und einem Osnabrücker Professor betreut: „Für unsere Absolventinnen und Absolventen heißt das, dass sie erstmals ohne Umwege im Forschungsgebiet der Familiengesundheit promovieren und auch direkt von Osnabrücker Professoren als Erstbetreuer im Promotionsverfahren begleitet werden“, erklärt die Osnabrücker Sprecherin des Forschungskollegs, Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein. Für die Wittener Teilnehmer bietet das Projekt den Vorteil, die Doktorarbeit in einem thematisch ausgerichteten Kolleg zu erstellen. Dies führt zu einer Vertiefung aufgrund der bestehenden Expertise, geladenen Gastvorträgen und dem Diskurs im Kolleg.

    Um diese gemeinsame Betreuung der Promotionsvorhaben in FamiLe sicherzustellen, wurden Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein, Prof. Dr. Claudia Hellmers und Prof. Dr. Andreas Büscher von der Hochschule Osnabrück als Gastprofessoren an die Fakultät für Gesundheit, Department für Pflegewissenschaft, berufen. Ihre Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, das viermal im Jahr stattfindende, zweitägige Kollegtreffen inhaltlich vorzubereiten sowie die Promotionsbetreuung der Kollegiatinnen und Kollegiaten an der UW/H zu übernehmen.

    Das kooperative Forschungskolleg "FamiLe" der Hochschule Osnabrück und der UW/H ist eines der sieben Gewinner, die sich im vergangenen Jahr im bundesweiten Wettbewerb durchgesetzt haben und als erste in das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Programm „Forschung an Fachhochschulen“ aufgenommen wurden. „Diese hohe Auszeichnung für beide Hochschulen führt unsere speziellen Forschungsstärken zusammen und bringt unsere langjährige Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich auf eine neue Ebene“, lobte Prof. Dr. Stefan Wirth, Dekan der Fakultät für Gesundheit an der UW/H. Genau dies ist Ziel des neu aufgelegten Förderprogramms, das Partner aus unterschiedlichen Hochschultypen für die gemeinsame Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses zusammenführen soll.

    Neben der Begleitung von Promotionen verfolgt das Forschungskolleg das Ziel, umfassende Erkenntnisse zu Fragen der Familiengesundheit zu generieren und somit die Wissenschaftsentwicklung in der Pflege- und Hebammenwissenschaft in diesem Bereich zu fördern. Ausgehend von einer Lebenslaufperspektive werden in dem Forschungskolleg Gesundheit, Krankheit und Pflegebedürftigkeit in Familien untersucht. Die Ergebnisse sollen für die Praxisdisziplinen Pflege und Geburtshilfe nutzbar gemacht werden, um Konzepte zur Stabilisierung und Unterstützung von Familien in den verschiedenen Phasen des Lebensverlaufs – von der Schwangerschaft bis zum Ende des Lebens – zu entwickeln. Damit trägt das Forschungskolleg der großen Bedeutung von Familien bei Krankheitsbewältigung sowie Gesundheitsförderung Rechnung und hat somit eine hohe gesellschaftliche Relevanz.

    Weitere Informationen bei Prof. Dr. Frederike zu Sayn-Wittgenstein, f.wittgenstein@hs-osnabrueck.de; Tel.: 0541/969-2024
    Prof. Dr. Wilfried Schnepp, wilfried.schnepp@uni-wh.de; Tel.: 02302/926-360

    Über uns:
    Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.500 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

    Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Kooperationen, Studium und Lehre
    Deutsch


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