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04.02.2013 11:03

5.000 Patient in der Schwindelambulanz

Kristina Gronwald Kommunikation
Universitätsklinikum Essen

    Den 5.000 Patienten Bernhard Konert konnte jetzt das Schwindel-Zentrum des Essener Universitätsklinikums begrüßen. 1017 Patienten besuchten davon an-schließend für fünf Tage die Tagesklinik. „Viele hatten bereits eine ganze Reihe von Arztbesuchen hinter sich, ohne dauerhafte Hilfe zu bekommen - bevor sie den Weg ins Essener Schwindel-Zentrum fanden“, weiß PD Dr. Mark Obermann, Leiter des Zentrums.

    Bernhard Konert besuchte die Tagesklinik, um seine Schwindelsymptomatik zu verbes-sern. Schon seit Jahren leidet er unter dem sogenannten phobischen Schwankschwindel, der beispielweise in großen Menschenmengen oder im Supermarkt auftritt. Oft folgt der phobische Schwankschwindel einer organischen Erkrankung. Bei Bernhard Konnert ist dies die M. Meniere-Erkrankung, bei der es zu episodisch auftretenden Drehschwindelattacken in Verbinddung mit Übelkeit und Erbrechen kommt. In der Tagesklinik lernte der 43-Jährige nun die organischen und psychischen Faktoren von Schwindelproblematiken kennen. Er erlernte zudem die Grundlagen der konfrontativen Angstbehandlung. Im Sinne der systematischen Desensibilisierung. Bei dieser Methode wird der Patient bewusst mit angstbesetzten Situationen konfrontiert, um ihn daran zu gewöhnen und dadurch die Angst zu mindern. „Ich verstehe meine Schwindelerkrankung nun besser, wodurch ich auch besser mit ihr umgehen kann. Vor allem haben mir aber das Entspannungs- und Gleichgewichtstraining geholfen“, ist der Patient überzeugt.
    Psychische und körperliche Aspekte
    Das Schwindel-Zentrum bietet seinen Patienten eine Reihe neuer Diagnostik- und Be-handlungsverfahren an. Grundlage für die Therapie ist dabei die genaue Erfassung der bisherigen Krankengeschichte des Patienten. Darauf folgt eine ganzheitliche Therapie, die sowohl psychische als auch körperliche Aspekte der meist langjährigen Schwindeler-krankung berücksichtigt. Hierzu gehören apparative Untersuchen die speziell auf die Diagnose von verschiedenen Schwindelerkrankungen ausgerichtet sind wie das „ves-tibulär evoziert myogene Potential“ (VEMP) oder der elektronisch gemessene Kopfim-pulstest. Andere Untersuchungsmethoden sind beispielweise Ultraschall, Blutanalysen oder Elektromyographie. Auch das Einüben von Entspannungsübungen und Einzelge-spräche mit Psychologen stellen eine wichtige Säule der Diagnostik und Therapie des Schwindel-Zentrums dar und werden von anderen Einrichtungen in Deutschland nicht angeboten. „Bedanken möchte ich mich auch für die sehr gute Kooperation mit der HNO-Klinik, die uns in den letzten Jahren tatkräftig und kollegial in der Differentialdiagnose und Therapie komplizierter Schwindelpatienten unterstützt hat“, betont PD Dr. Mark Ober-mann, Leiter des Schwindel-Zentrums.
    Das Essener Schwindelzentrum war bei seiner Eröffnung im März 2010 das erste in Nordrhein-Westfalen. Mittlerweile sind 23 Mitarbeiter hier tätig. Die Bandbreite reicht dabei von Ärzten, Psychologen über Physiotherapeuten und Krankenschwestern bis zu Sekretärinnen, MTA und studentische Hilfskräfte.

    Ansprechpartner:
    PD Dr. Mark Obermann
    Leiter des Schwindelzentrums
    Oberarzt der Klinik für Neurologie
    Tel.: 0201/723-83180
    schwindel@uk-essen.de

    Hintergrund:

    Als Krankenhaus der Maximalversorgung ist das Universitätsklinikum Essen heute das Klinikum der Metropole Ruhr. Im vergangenen Jahr wurden 48.679 Patienten in den rund 1.300 Betten stationär und 163.149 Patienten ambulant behandelt – Tendenz weiter steigend. 5.590 Experten der unterschiedlichsten Disziplinen in 26 Kliniken und 20 Instituten sind der Garant für eine exzellente und interdisziplinär angelegte Diagnostik und Therapie auf dem neuestem Stand der Forschung. Der Dreiklang aus Forschen, Lehren und Krankenversorgung bildet die übergreifende Klammer sämtlichen Wirkens am Universitätsklinikum Essen – im Mittelpunkt steht dabei stets der Mensch. Neben den Forschungsgebieten Genetische Medizin, Immunologie und Infektiologie konzentriert sich das Universitätsklinikum Essen seit Jahren erfolgreich auf die drei Schwerpunkte Onkologie, Herz-Kreislauf und Transplantation. Mit dem Westdeutsche Tumorzentrum Essen, Deutschlands größtem Tumorzentrum, dem Westdeutschen Herzzentrum Essen, in dem jährlich mehr als 2.000 Operationen durchgeführt werden, und dem international führenden Zentrum für Transplantation, in welchem mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe transplantiert werden, verfügt das Universitätsklinikum Essen über eine herausragende Aufstellung


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


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