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01.03.2013 11:55

Dresdner Benefiz-Regatta: Spenden kommen Kindern, verwaisten Eltern und Palliativ-Patienten zugute

Holger Ostermeyer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

    Die im Rahmen der im Juli 2012 zum zweiten Mal erfolgreich in Dresden ausgetragenen Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ eingeworbenen Spenden übergibt die Stiftung Leben mit Krebs am 1. März drei Dresdner Institutionen, die sich für eine umfassende Versorgung von Krebspatienten engagieren. Dies sind der Sonnenstrahl e.V. Dresden, das Krankenhaus St. Joseph-Stift sowie das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus. Insgesamt 75 Ruderteams – 14 mehr als im Vorjahr – hatten sich Mitte Juli an dem Wettbewerb auf der Elbe beteiligt und sammelten durch Startgebühren und Spenden einen vierstelligen Betrag ein.

    Mit dieser Teilnehmerzahl entwickelte sich die Dresdner Veranstaltung bereits im zweiten Jahr zur drittgrößten Benefiz-Regatta der Stiftung. Dank der große Resonanz der Teilnehmer, aber auch der Zuschauer am Regattatag sowie das beeindruckende Engagement des Sächsischen Elbe Regattavereins und der darin zusammengeschlossenen Ruderclubs gibt es auch in diesem Jahr am 31. August eine Neuauflage. Anmeldungen sind im Internet ab dem 15. März unter www.rudern-gegen-krebs.de möglich.

    „Die ‚Stiftung Leben mit Krebs‘ wurde mit dem Ziel gegründet, die Lebensqualität von Tumorpatienten durch therapieunterstützende, palliativmedizinische und wissenschaftliche Projekte zu verbessern. Die Stiftung unterstützt deshalb auch Sportprojekte. Denn moderates Ausdauertraining kann den Krankheitsverlauf, die Therapieverträglichkeit und die Lebensqualität der meisten Patienten spürbar positiv beeinflussen“, sagt Klaus Schrott, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Leben mit Krebs. „Mit dem Universitäts KrebsCentrum stellt das Universitätsklinikum eine hochqualifizierte Versorgung der Tumorpatienten sicher. Dazu gehört weit mehr als eine stationäre und ambulante Therapie. Daneben aber müssen die Patienten außerhalb des Klinikbetriebs auf Angebote zurückgreifen können, die eine wichtige Rolle in der Weiterbehandlung spielen und damit deutlich zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Einige davon – etwa die Spezielle ambulante Palliativversorgung – hat das Klinikum selbst aufbauen können. Darüber hinaus unterstützen wir sehr gerne Projekte, die nicht über die klassische Krankenhausfinanzierung abdeckbar sind“, sagt Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums. Die von der Stiftung initiierte und von der von der Dresden International University (DIU) sowie des Universitätsklinikum nach Dresden geholte Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ sei eine gute Gelegenheit, für solche Projekte Spenden einzuwerben und auf die Bedürfnisse an Krebs erkrankter Menschen aufmerksam zu machen, so Wilfried Winzer weiter.

    „Das Thema einer medizinisch wie menschlich hochqualifizierten Betreuung Krebskranker bewegt uns seit vielen Jahren. So hat die Dresden International University den Studiengang Palliativmedizin ins Leben gerufen und kooperiert hierfür mit der Stiftung und dem Universitätsklinikum. Im Rahmen dieser engen Kontakte entstand die Idee, die Benefiz-Regatta auch in Dresden zu veranstalten. Der Erfolg gab uns recht: 2012 starten 75 Boote mit 300 Ruderern – eine Zahl mit der sich Dresden einen Spitzenplatz unter den Austragungsorten der Initiative ‚Rudern gegen Krebs‘ sicherte“, sagt DIU-Geschäftsführer Dr. Reinhard Kretzschmar. Um Organisation und Durchführung der Regatta sowie der vorhergehenden Trainings für die Teams stemmen zu können, holte sich die DIU den Sächsische Elbe Regattaverein und damit mehrere entlang der Elbe ansässige Rudervereine – von Pirna über Dresden bis Meißen ins Boot. „Ohne die Kompetenz dieser Vereine und das Engagement von 90 ehrenamtlichen Rudersportlern wäre die Regatta nicht möglich gewesen“, betont Dr. Kretzschmar. Prominenteste Unterstützer der 2012er Regatta waren die Oberbürgermeisterin der Stadt Dresden, Helma Orosz, sowie der Ehrenpräsident der DIU, Prof. Kurt Biedenkopf.

    Sonnenstrahl e.V. Dresden: Spende kommt Schwimmprojekt zugute

    Die Spende der Stiftung Leben mit Krebs aus der Veranstaltung Rudern gegen Krebs 2012 soll dem Schwimmprojekt des Sonnenstrahl e.V. Dresden zugutekommen. „Wir sind über diese Unterstützung sehr dankbar, denn alle sportlichen und erlebnispädagogischen Angebote unseres Vereins werden aus Spenden finanziert. Es ist deshalb nicht selbstverständlich, dass die Sporttherapie des Sonnenstrahl e.V. Dresden 2013 sein 10jähriges Jubiläum feiern kann“, sagt Timotheus Hübner, Geschäftsführer des Sonnenstrahl e.V. Dresden. Therapeutische Angebote können nur bedingt von Ehrenamtlichen sichergestellt werden. Neben den benötigten therapeutischen Gegenständen, Sachmitteln und Räumlichkeiten, spielen deshalb die Personalkosten der Therapeuten den größten Faktor innerhalb der Projektbudgets. „Ohne diese Fachkräfte könnte unser Verein keine hoch qualitative Therapie im Sinne der betroffenen Kinder anbieten. Wir sind deshalb der Stiftung Leben mit Krebs von ganzem Herzen dankbar!“, sagt der Geschäftsführer weiter.

    St. Joseph-Stift: Licht gegen krankheitsbedingte Niedergeschlagenheit

    „Wir freuen uns über den Erhalt der Spendenerlöse aus der Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“, so Dr. med. Barbara Schubert, leitende Oberärztin der Klinik für Innere Medizin am Krankenhaus St. Joseph-Stift Dresden. „Die Spende kommt in unserem Haus der direkten Versorgung unheilbar Krebskranker zugute. Für etwa 30 Prozent der betreuten Patienten spielen Niedergeschlagenheit und Depression eine Rolle, wobei diese Probleme die Erkrankungserscheinungen noch verstärken. Besonders im Winterhalbjahr treten Depressionen deutlich zutage. Lichttherapie kann deren Behandlung unterstützen. Die Spende soll zur Einrichtung eines Lichttherapieplatzes verwendet werden.“

    Uniklinikum: Ein Wochenende für verwaiste Eltern und Geschwister

    Der Wechsel der Versorgung lebensverkürzend erkrankter Kinder – die meisten sind von einem Tumorleiden betroffen – aus dem Krankenhaus ins häusliche Umfeld stellt für alle Beteiligten nicht selten eine medizinische wie psychische Herausforderung dar. Mit der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) lassen sich die damit verbundenen Probleme verringern, was der beabsichtigten Verbesserung der Lebensqualität zu Gute kommt. Bei der ambulanten Versorgung entstehen oft auch enge und persönliche Kontakte zu den unmittelbaren Angehörigen. Nach dem Tod des Betreuten gibt es deshalb oft ein Bedürfnis nach weiterem Austausch. Auf diese Weise lässt sich der Verlust eines Menschen besser bewältigen. Dies gilt ganz besonders, wenn es um Kinder geht. „Mit der Familienfreizeit für Eltern und Geschwister verstorbener Kinder möchten wir einen Beitrag dafür leisten, dass dieser schwere Verlust besser verarbeitet werden kann“, sagt der Leiter der SAPV am Dresdner Uniklinikum, Andreas Müller. Der Tod eines Kindes stellt eine Krise da, die unter anderem zu großen Angstgefühlen, Paarproblemen oder Sprachlosigkeit führen. In gemeinsamen Unternehmungen haben die von dem Verlust eines Kindes betroffenen Familien Gelegenheit, sich auszutauschen. Gemeinsam leisten wir Trauerarbeit und zeigen uns gegenseitig Wege auf, um Gefühle wieder ausdrücken zu können und Ängste in den Griff zu bekommen. Wir freuen uns, dass die Stiftung Leben mit Krebs einen Teil der Kosten für das Wochenende trägt. Denn ohne eine schöne Unterkunft und professionelle Unterstützung durch Pädagogen ist eine solche Familienfreizeit nicht denkbar“, so Andreas Müller weiter.

    657 Teams traten bundesweit bei insgesamt elf Benefizregatten an

    Die Stiftung Leben mit Krebs hat innerhalb ihres siebenjährigen Bestehens bundesweit insgesamt 38 Benefizregatten „Rudern gegen Krebs“ veranstaltet. Tausende Ruderbegeisterte legten sich bisher in 17 deutschen Städten für die gute Sache ins Zeug. Allein 2012 haben sich an elf Standorten – Kiel, Nürnberg, Mainz, Mannheim, Dresden, Hamburg, Neuruppin, Heidelberg, Lübeck, Castrop-Rauxel und Offenbach – mehr als 657 Teams sowie über 1.300 freiwillige Helfer gemeldet, um das Projekt „Sport und Krebs“ zu unterstützen. Über 255 Unternehmen und Institutionen engagierten sich mit großzügigen Geldbeträgen und Sachpreisen.

    Durch die Erlöse aus Sponsorengeldern, Startgebühren und Spenden wird vielen Patienten mit Krebserkrankung der Zugang zu einem regelmäßigen, medizinisch kontrollierten Sportangebot ermöglicht. Somit hilft die Stiftung gemeinsam mit den Spendern, das Leben mit der Krankheit Krebs ein Stück leichter zu machen, die körperliche Leistungsfähigkeit der Betroffenen zu steigern, therapiebedingte Nebenwirkungen zu vermindern, Wege aus sozialer Isolation zu finden und die Heilungschancen aktiv zu verbessern. „Mit der Regatta ‚Rudern gegen Krebs‘ möchten wir die Öffentlichkeit über diese Initiative informieren, aber auch Spenden sammeln, um weitere Sportprogramme für Patientinnen und Patienten anbieten zu können. Unser Ziel ist, dass jeder Betroffene, unabhängig von seiner finanziellen Situation, an einem dieser erfolgreichen Sportprogramme teilnehmen und damit seine Therapie aktiv unterstützen kann“, sagt Klaus Schrott.

    Kontakte
    Stiftung Leben mit Krebs
    Projektkoordination
    Stefan Grünewald-Fischer
    Tel.: 06134 / 75 381 38
    E-Mail: info@stiftung-leben-mit-krebs.de
    http://www.rudern-gegen-krebs.de

    Dresden International University
    Marketing und Kommunikation
    Stefan Erbe
    Tel.: 0351 / 40 470 106
    E-Mail: stefan.erbe@di-uni.de
    http://www.dresden-international-university.com

    Sonnenstrahl e.V.
    Geschäftsführer
    Timotheus Hübner
    Tel.: 0351 459 61 61
    E-Mail: thuebner@sonnenstrahl-ev.org
    http://www.sonnenstrahl-ev.org

    Krankenhaus St. Joseph-Stift
    Öffentlichkeitsarbeit
    Julia Mirtschink
    Tel.: 0351 44 40 22 44
    E-Mail: mirtschink@josephstift-dresden.de
    http://www.josephstift-dresden.de

    Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
    Unternehmenskommunikation/Pressesprecher
    Holger Ostermeyer
    Tel.: 0351/ 4 58 41 62
    E-Mail: pressestelle@uniklinikum-dresden.de
    http://www.uniklinikum-dresden.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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