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07.03.2013 16:39

Medizin-Netzwerke schaffen neue Perspektiven für Patienten und mittelständische Unternehmen

Holger Ostermeyer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

    Beim 4. Partnerdialog der Gesundheitsregion Carus Consilium Sachsen (CCS) diskutieren Experten am morgigen Freitag (8. März) im Deutschen Hygienemuseum Dresden darüber, wie den demographisch bedingten Herausforderungen an die medizinische Versorgung der Menschen erfolgreich begegnet werden kann und wie sich durch innovative Konzepte der Medizinstandort Sachsen stärken lässt. Auf beiden Gebieten stehen netzwerkbasierte Konzepte im Mittelpunkt.

    Dies sind unter anderem ein von Krankenhäusern und Arztpraxen getragener Verbund zur Ausbildung von Hausärzten, der Auf- und Ausbau telemedizinischer Leistungen in Sachsen sowie die vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz initiierte Koordinierungsstelle der Gesundheitswirtschaft.

    Die maßgeblich vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden ins Leben gerufene Gesundheitsregion Carus Consilium Sachsen hat den von ihr 2010 initiierten Partnerdialog zu einer der profiliertesten Veranstaltungen ihrer Art in Deutschland entwickelt. In diesem Jahr steht der Dialog unter dem Motto „Wachstum durch Vernetzung – Perspektiven für die sächsische Gesundheitswirtschaft“. „Wir freuen uns über die Teilnahme führender sächsischer Unternehmen der Gesundheitswirtschaft an dem Partnerdialog. Dies ist ein klares Zeichen für die Relevanz der Gesundheitsregion und der von ihr auf den Weg gebrachten Themen“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Universitätsklinikums und CCS-Aufsichtsratsvorsitzender. In der Veranstaltung geht es vor allem um die Frage‚ wo die sächsische Gesundheitswirtschaft im nationalen wie internationalen Wettbewerb steht und welche Impulse sie braucht. Der 4. Partnerdialog des CCS findet statt am

    Freitag, dem 8. März 2012, von 9 bis 16 Uhr,
    im Deutschen Hygiene-Museum, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden.

    Auf der Veranstaltung geht es unter anderem um eine Bestandsaufnahme aus der Sicht der Akteure. Zum Themenkomplex „Die Gesundheitswirtschaft in Sachsen – Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung der Gesundheitswirtschaft aus Sicht sächsischer Unternehmen“ sprechen auf dem Partnerdialog Henriette Starke, Geschäftsführerin, Apogepha Arzneimittel GmbH, Roland Göhde, Geschäftsführer, Partec GmbH und Dr. Wilhelm Zörgiebel, Geschäftsführer, Biotype Diagnostic GmbH. Die Gesundheitswirtschaft wird als der Wachstumsmarkt und Jobmotor dieses Jahrhunderts angesehen – das gilt auch für den Freistaat, bestätigen die seit Jahren erfolgreichen Unternehmen. Um die Basis zu verbreitern und damit den erfolgreichen Kurs fortzusetzen, initiierte das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz die „Koordinierungsstelle Gesundheitswirtschaft“. Das Anliegen des Projekts, das im Jahr 2012 seine Arbeit aufgenommen hat, ist eines der Diskussionsthemen des Partnerdialogs. Die von der Koordinierungsstelle initiierte Kommunikationsplattform „Healthy Saxony“ geht am 8. März online und wird auf dem Partnerdialog erstmals vorgestellt.

    Telemedizin – auch ein Thema für Schotten
    „Sachsen steht mit seinen Problemen der demographischen Entwicklung in Europa nicht alleine da. Bei unseren zahlreichen nationalen und internationalen Kontakten sind wir auf die Aktivitäten in Schottland aufmerksam geworden. Einerseits gibt es hier – etwa in der Akutversorgung von Schlaganfallpatienten – starke Parallelen zu Aktivitäten in Ostsachsen. Das Besondere daran ist jedoch, dass dieser telemedizinische Ansatz parallel in weiteren Bereichen der Krankenversorgung eingeführt wurde. Dies könnte Vorbildcharakter für Sachsen haben“, sagt Sabine Rößing. Die CCS-Geschäftsführerin hat maßgeblichen Anteil an der inhaltlichen Profilierung des Partnerdialogs.

    In den wenig besiedelten Regionen Schottlands werden bei der medizinischen Versorgung eine Reihe digitaler und mobiler Technologien zur Erfassung und Übermittlung medizinischer Daten sowie der persönlichen Kommunikation erfolgreich eingesetzt. Im eigenen Zuhause oder in öffentlichen Einrichtungen nutzen Patienten, Pflegende und Ärzte unter anderem Internet, Telefonie oder Video-Konferenzschaltungen, um eine optimale dezentrale Versorgung bei akuten und chronischen Erkrankungen sicherzustellen. Wie auch das Dresdner Universitäts SchlaganfallCentrum, das seit 2007 ärztliche Kollegen in ganz Ostsachsen bei der Akutversorgung von Schlaganfallpatienten im Schlaganfall-Ostsachsen-Netzwerk (SOS-NET) berät, gehen die Akteure des schottischen Gesundheitswesens vor. Doch im Norden Großbritanniens wird das telemedizinische Spektrum inzwischen wesentlich weiter gefasst. Unter anderem können in ländlichen Regionen praktizierende Allgemeinmediziner zum Beispiel ihre Patienten spezialisierten Kollegen im Rahmen eines Notfallversorgungsnetzwerks über Video-Konferenzschaltungen vorstellen. Auch wird modernste Kommunikationstechnologie dazu genutzt, Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen oder physischen Schwächen medizinisch und pflegerisch zu begleiten und zu überwachen. Dank der in Schottland eingesetzten mobilen Technologien in Form persönlicher Alarmsignale, Geräte und Sensoren können betagte und chronisch Kranke auch in wenig besiedelten Gebieten ohne ortsnahe medizinische Versorgungsangebote im eigenen Zuhause verbleiben. Basis für diese umfassende Infrastruktur bildet das 2006 gegründete „Scottish Centre for Telehealth“, das 2010 in den staatlichen National Health Service (NHS) integriert und in diesem Zuge mit der notwendigen Technologie ausgestattet wurde. Über das bislang Erreichte und die weiteren Ziele des ambitionierten Projekts referiert und diskutiert auf dem 4. Partnerdialog die schottische Geriatrie-Ärztin Dr. Anne Hendry vom NHS.

    Die Gesundheitsregion Carus Consilium Sachsen (CCS)
    Das CCS vereint mehr als 600 Partner aus 200 vor allem regionalen Institutionen der Bereiche Forschung, Krankenversorgung, Gesundheitsvorsorge, Patientenvertretung sowie Wirtschaft und Politik. Gemeinsam haben sich die Initiatoren und Partner auf den Weg begeben, für den Freistaat Sachsen über die Zukunft nachzudenken und dazu tragfähige Konzepte zur Sicherstellung und Weiterentwicklung des Gesundheitssystems umzusetzen. Denn vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden demografischen Wandels ist die Stabilisierung der medizinischen und pflegerischen Versorgung und gleichzeitige Modernisierung des Gesundheitswesens eine der bedeutendsten sozialpolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre.

    Kontakt
    Carus Consilium Sachsen GmbH
    Geschäftsführerin: Sabine Rößing
    Tel.: 0351 458-5040
    E-Mail: sabine.roessing@carusconsilium.de


    Weitere Informationen:

    http://www.carusconsilium.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


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