Stiftungsprofessur und eine „halbe Forschungsgesellschaft“ von Prof. Horváth für die Uni Ulm

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31.01.2014 09:29

Stiftungsprofessur und eine „halbe Forschungsgesellschaft“ von Prof. Horváth für die Uni Ulm

Annika Bingmann Pressestelle
Universität Ulm

    Grund zum Feiern für die Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften: In diesen Tagen hat Professor Péter Horváth, Emeritus der Universität Stuttgart und Aufsichtsratsvorsitzender der Unternehmensberatung Horváth AG, der Universität Ulm 50 Prozent der Anteile am „International Performance Research Institute“ (IPRI gGmbH) übertragen. Hinzu kommt eine Stiftungsprofessur im Bereich Betriebswirtschaftslehre – finanziert für zunächst fünf Jahre mit insgesamt einer Million Euro.

    Mit seinem Engagement möchte Horváth Forschung, Lehre und den anwendungsorientierten Technologietransfer fördern. Dass sich der geachtete Wissenschaftler und geistige Vater des Controllings die Universität Ulm für seine Zuwendung ausgesucht hat, ist, so Professor Dieter Rautenbach, eine besondere Auszeichnung: „Professor Horváth passt hervorragend zu unserer Fakultät, verkörpert er doch den Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis sowie Wirtschaft und Technik“, erläutert der Dekan der Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften.

    Das 2002 von Péter Horváth gegründete International Performance Research Institute ist eine gemeinnützige Forschungsgesellschaft auf dem Gebiet Betriebswirtschaftslehre. Schwerpunkt ist das Performance-Management – etwa durch neue Methoden zur Integration von Strategieplanung, Prozess- und Organisationsgestaltung sowie Controlling. Jetzt hat der hundertprozentige Anteilseigner Horváth unentgeltlich 20 Prozent der Gesellschaftsanteile an das Körperschaftsvermögen der Uni Ulm und 30 Prozent an die Universitätsstiftung übergeben. Mischa Seiter, Ulmer Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Wertschöpfungs- und Netzwerkmanagement, übernimmt die Geschäftsführung des IPRI neben seinen Verpflichtungen in Forschung und Lehre. Bei einer Feierstunde in der Villa Eberhardt bezeichnete der Stifter Horváth die Übertragung an die Uni Ulm als logische Fortführung des IPRI. Er lobte den Innovationsgeist der Universität, die nicht gezögert habe, diese einmalige Chance zu ergreifen.
    „Die Universität Ulm ist Professor Horváth für seine Zuwendung zu großem Dank verpflichtet. Ich freue mich sehr, dass wir mit der dadurch ermöglichten engen Kooperation mit dem IPRI und mit der Einrichtung der Stiftungsprofessur das Profil unserer Wirtschaftswissenschaften schärfen und innovativ weiterentwickeln können“, betont Universitätspräsident Professor Karl Joachim Ebeling.

    Studierende der Wirtschaftswissenschaften werden also von Stiftungsprofessur und Forschungsgesellschaft profitieren. Bereits während ihrer Ausbildung können sie Einblicke in wirtschaftsnahe Projekte nehmen und später Master- oder Promotionsarbeiten am IPRI verfassen. Das zusätzliche Angebot kommt zur richtigen Zeit: Seit einigen Jahren erfreuen sich die Ulmer Wirtschaftswissenschaften einer steigenden Beliebtheit. Gleichzeitig ist das Themenspektrum erfolgreich erweitert worden und umfasst nun auch Verhaltensökonomie, Nachhaltigkeitsforschung sowie Steuerrecht. Durch das IPRI wird der von Studierenden besonders nachgefragte Bereich Controlling weiter gestärkt, und auch die Stiftungsprofessur soll in diesem Themengebiet angesiedelt sein: „Die Betriebswirtschaftslehre muss sich beweisen und praxisnahe Lösungen entwickeln. Dazu sollte sie noch näher an die Naturwissenschaften rücken“, hatte Professor Horváth in der Villa Eberhardt gesagt. Mit ihrer naturwissenschaftlich-technischen Orientierung dürfte die Universität Ulm den idealen Nährboden für sein Forschungsinstitut bieten.

    Weitere Informationen:

    Prof. Dr. Mischa Seiter: mischa.seiter@uni-ulm.de
    Prof. Dr. Dieter Rautenbach: 0731/50-23630, dieter.rautenbach@uni-ulm.de


    Weitere Informationen:

    http://www.ipri-institute.com/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Mathematik, Wirtschaft
    überregional
    Kooperationen, Organisatorisches
    Deutsch


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