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06.02.2017 10:30

Fortbildung „Musik in der Hospizarbeit“

Sabrina Daubenspeck Pressestelle
Universität Vechta

    Universität Vechta und Katholische Akademie Stapelfeld entwickeln neues Fortbildungsformat

    In der Versorgung Schwerstkranker oder sterbender Menschen, bei denen keine Heilung mehr möglich ist, steht Schmerzfreiheit und der Erhalt der Lebensqualität im Vordergrund. Musik ist eine Möglichkeit, diese Menschen zu erreichen. Zur Fortbildung haupt- und ehrenamtlicher MitarbeiterInnen in der Sterbebegleitung haben die Universität Vechta und die Katholische Akademie Stapelfeld (KAS) ein Konzept entwickelt, das im Mai diesen Jahres erstmals angeboten wird: „Musik in der Hospizarbeit“ findet als zweitägiges Seminar vom 15. bis 16. Mai 2017 in der KAS in Cloppenburg statt.

    Inhalte der neuen Fortbildung ist einerseits Theorie: Wie wirkt Musik in der Sterbephase und was machen verschiedene Musikrichtungen mit dem Einzelnen? Der Fokus aber liegt auf der Praxis, dem Probieren von Instrumenten und Gesängen, und vor allem dem Austausch über Rahmenbedingungen und Besonderheiten der musikalischen Begleitung von Hospizgästen. „Es gibt dabei keine Standard-Lösungen“, sagt Dr. Ulrike Kehrer, Dozentin für Musik an der KAS. „Alles, was dort geschieht, ist immer in hohem Maße an der musikalischen Biographie des Einzelnen orientiert.“ Ist der Hospizgast sein Leben lang zur Kirche gegangen? Dann bietet sich das Singen von Chorälen an. War er oder sie gerne in der Natur? Dann sind vielleicht Instrumente wie Oceandrum oder Klangschale passend. „Es ist sehr wichtig, auf Stimmungen und Atmosphäre zu achten“, beschreibt Kehrer die Situationen, auf die die Fortbildung vorbereitet. „Die Betreuenden müssen einschätzen, wann ein Gast bereit ist, musikalische Zuwendung zu erfahren, vor allem, wenn er oder sie sich nicht mehr äußern kann.“

    „Musik kann als Medium ganz ohne Sprache auskommen und spricht direkt Emotionen an“, ergänzt Prof. Dr. Theo Hartogh, Professor für Musikpädagogik mit dem Schwerpunkt Historische Musikwissenschaft an der Universität Vechta. Er hat die Fortbildung gemeinsam mit Kehrer konzipiert. „Man spricht hier von Differenzerfahrungen, die die Gäste erleben – positive Erlebnisse, die wohltuend wirken. Diese hervorzurufen durch die passende Musik zum richtigen Moment ist das, was wir in der Fortbildung vermitteln wollen. Der Bedarf ist da: Die Initiative zur Entwicklung des Angebots kam aus der Praxis.“ In Niedersachsen gibt es derzeit rund 130 ambulante Hospizdienste, 26 stationäre Hospize sowie mehr als 60 stationäre Palliativeinrichtungen an Krankenhäusern, in denen sowohl hauptamtliche als auch ehrenamtliche MitarbeiterInnen tätig sind.

    Im Seminar wird der Einsatz der eigenen Stimme sowie von CD-Musik vorgestellt. Außerdem lernen die Teilnehmenden Instrumente wie Gitarre, Veeh-Harfe, Kantele, Kinnor, Klangschale, Klangbaustein, Oceandrum, Rainstick und tiefe Flöte kennen. Referentin ist Ilse von der Beck, examinierte Krankenschwester und Fachkraft für Palliative Care und Musikgeragogik mit langjähriger Berufserfahrung in Krankenhaus und Hospiz sowie als Dozentin und Coach.

    Vorerfahrungen mit Instrumenten oder Notenkenntnisse sind zur Teilnahme nicht erforderlich. Informationen und Anmeldung unter www.ka-stapelfeld.de/programm oder telefonisch bei Veronika Steiner du-Poel unter 04471 1881128.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Musik / Theater, Pädagogik / Bildung, Psychologie
    überregional
    Kooperationen, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


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