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21.10.2019 10:37

„Bildung braucht mehr als einen klugen Kopf“

Philip Stirm Referat Kommunikation
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

    Neben kognitiven Fähigkeiten spielen sozio-emotionale Kompetenzen eine entscheidende Rolle für den Bildungserfolg. Über den neuesten Forschungsstand auf diesem Gebiet diskutieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und der pädagogischen Praxis auf dem Bildungspolitischen Forum des Leibniz-Forschungsverbundes Bildungspotenziale, das am 23. Oktober 2019 in Berlin stattfindet.

    Unter den Begriff der sozio-emotionalen Fähigkeiten fallen eine ganze Reihe von Fertigkeiten. Dazu zählen zum Beispiel die Befähigungen, positive Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und aufrechtzuerhalten, eigene Emotionen zu erkennen und zu regulieren, konstruktive Beiträge zu Gemeinschaft und Gesellschaft zu leisten, Lernmotivation und Neugier zu kultivieren oder sich eigene Ziele zu setzen und konsequent zu verfolgen. In Abgrenzung zu kognitiven Fähigkeiten werden sie bisweilen auch als „nicht-kognitive Fähigkeiten“ bezeichnet. Andere genutzte Begriffe sind „Soft Skills“, „Charakterstärken“ und „21st Century Skills“.

    Das Bildungspolitische Forum 2019 wird die Bedeutung sozio-emotionaler Fähigkeiten für akademische und berufliche Erfolge beleuchten. Die Veranstaltung unterteilt sich in mehrere Vorträge und Foren, die zwei Leitfragen folgen. 1) Wie können sozio-emotionale Fähigkeiten zum Lern- und Bildungserfolg beitragen? 2) Wie werden sozio-emotionale Fähigkeiten ihrerseits durch Bildung beeinflusst – und wie lässt sich ihre Entwicklung gezielt fördern? Auf dieser Basis werden Perspektiven und Implikationen für die Bildungspolitik und die Arbeit in den Kitas, Schulen und in weiteren Bildungsbereichen abgeleitet. In ihrer Keynote wird Professorin Dr. Ingrid Schoon vom Institute of Education des University College London die besondere Relevanz von sozio-emotionalen Kompetenzen für Chancengleichheit in Ausbildung und Beruf beleuchten. Herr Professor Dr. Andreas Schleicher widmet sich in seinem Vortrag der Frage, wie sich Bildungssysteme weiterentwickeln müssen, um Schulkinder für ihre Zukunft und nicht für unsere Vergangenheit auszubilden.

    „Sozio-emotionale Fähigkeiten können ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu guter Bildung und zu einem erfüllten Leben sein. Daher gilt es, ihre Rolle ausgiebiger zu erforschen und ihre Potenziale mit allen Akteurinnen und Akteuren im Bildungsbereich zu diskutieren“, sind sich die Ausrichter des Forums Prof. Dr. Beatrice Rammstedt (GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften), Prof. Dr. Cordula Artelt (LIfBi – Leibniz-Institut für Bildungsverläufe) und Prof. Dr. Kai Maaz (DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation) einig.

    Weitere Informationen zu der Veranstaltung, die in der Berliner Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung stattfindet und live im Internet übertragen wird, finden sich auf der Website des Leibniz-Forschungsverbundes Bildungspotenziale:
    www.leibniz-bildungspotenziale.de/forum.html

    Ansprechpartner Presse:
    Dr. Sophie Zervos, GESIS, +49 (0)221 47694-136, sophie.zervos@gesis.org
    Dr. Florian Mayer, LifBi +49 (0)951 863-3993, florian.mayer@lifbi.de
    Dr. Steffen Schmuck-Soldan, DIPF (auch zum Forschungsverbund), +49 (0)69 24708-133, schmuck-soldan@dipf.de

    Über den Forschungsverbund und das Bildungspolitische Forum:
    Der Leibniz-Forschungsverbund Bildungspotenziale (Leibniz Education Research Network – LERN) umfasst 16 Mitgliedsinstitute der Leibniz-Gemeinschaft und wird durch sieben weitere universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Deutschland und Luxemburg ergänzt. In den Instituten arbeiten Forschende aus zahlreichen mit Bildung befassten Fachdisziplinen. Der vom DIPF koordinierte LERN-Verbund will Potenziale von und für Bildung identifizieren und sie für eine bessere Nutzung erschließen. Das jedes Jahr vom Forschungsverbund ausgerichtete Bildungspolitische Forum dient der Diskussion aktueller Herausforderungen im Bildungswesen, zu deren Bewältigung die empirische Forschung durch Aufklärung und handlungsleitendes Wissen beitragen kann.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Beatrice Rammstedt, GESIS, +49 (0)621 1246-155, beatrice.rammstedt@gesis.org
    Prof. Dr. Cordula Artelt, LIfBi, +49 (0)951 863-2060, cordula.artelt@lifbi.de
    Prof. Dr. Kai Maaz, DIPF, +49 (0)30 293 360-45, maaz@dipf.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, Psychologie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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