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20.01.2023 10:14

Dr. Muhammed Gerçek erhält Forschungsförderung als Advanced Clinician Scientist der Ruhr-Universität Bochum

Anna Reiss Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum - Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen

    Mit einem besonderen Forschungsstipendium über einen Zeitraum von drei Jahren hat die Ruhr-Universität Bochum (RUB) den Kardiologen und Wissenschaftler Dr. Muhammed Gerçek ausgezeichnet, der am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen forscht und arbeitet. Dank dieser, im Rahmen der RUB-Forschungsförderung vergebenen hohen Anerkennung für klinisch tätige Ärztinnen und Ärzte ist Dr. Gerçek in den kommenden 36 Monaten von seiner Tätigkeit in der Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie/Angiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Volker Rudolph teilweise freigestellt, um seine Arbeit der Erforschung von Herzklappenerkrankungen widmen zu können.

    Seine Faszination für die Kardiologie entdeckte Dr. Gerçek bereits während seines Medizinstudiums an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Seine Promotion über eine besondere Form der Herzmuskelschwäche, die sog. arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie, schloss er 2018 erfolgreich ab. Anschließend nahm er unter der Leitung von Prof. Dr. Volker Rudolph seine Forschung zur kathetergestützten Behandlung der Mitral- und Trikuspidalklappe sowie zur Funktion und Geometrie des rechten Herzens auf. Hier erzielte er bereits beachtliche Ergebnisse zu den Auswirkungen auf unterschiedliche Behandlungsansätze. Eine erste Forschungsförderung erhielt Dr. Gerçek daraufhin von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.

    Unterstützt von der Deutschen Herzstiftung sammelte Dr. Muhammed Gerçek auch während eines einjährigen Forschungsaufenthalts am „Bluhm Cardiovascular Institute“ der Feinberg School of Medicine (Northwestern University, Chicago, Illinois) Erfahrungen als Arbeitsgruppenleiter innerhalb eines internationalen Forschungsnetzwerks zu Herzklappenerkrankungen. Insbesondere ging es darum, bei Eingriffen am Herzen spezielle Kathetertechniken zu erlernen.

    „Herzklappenerkrankungen führen zu Veränderungen in der Strömungsmechanik des Blutes, die sich auf die Erkrankung und den weiteren Behandlungsverlauf auswirken können“, erläutert Dr. Muhammed Gerçek einen Ansatz seiner Forschungsaktivitäten. Hier gelte es nun, die entsprechenden Forschungsstrukturen zu etablieren und weiter auszubauen.

    „Von den Ergebnissen werden unsere Patientinnen und Patienten in absehbarer Zeit profitieren“, betont Klinikdirektor Professor Dr. Volker Rudolph, für den die Auszeichnung durch das „Advanced Clinician Scientist Program“ der Ruhr-Universität Bochum auch eine ganz besondere Anerkennung der wissenschaftlichen Arbeit des kardiologischen Forschungsteams am HDZ NRW darstellt. „Wir sind alle sehr stolz und freuen uns für Herrn Dr. Gerçek.“

    Hintergrundinformation:

    Clinician Scientist Programm

    Die Medizinische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum bietet im Rahmen der intramuralen Forschungsförderung (FoRUM) ein Clinician Scientist-Programm mit verschiedenen Modulen an. Mit Hilfe dieser Fördermaßnahme sollen herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von klinischen Aufgaben freigestellt werden, um sich dem Fortschritt ihrer Forschungstätigkeiten widmen zu können. Dadurch können wissenschaftliche Arbeiten abgeschlossen und publiziert werden, die eine zeitnahe Habilitation, Bewerbung auf eine Juniorprofessur oder eine entsprechende Qualifikation für einen weiteren, wissenschaftlichen Karriereschritt ermöglichen. Aktuell stehen drei Programm-Module zur Verfügung:
    • Clinician Scientist für Ärztinnen und Ärzte zu Beginn ihrer wissenschaftlichen Laufbahn;
    • Female Clinician Scientist, das explizit zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses im Fachbereich Medizin dient;
    • Advanced Clinician Scientist für fortgeschrittene Ärztinnen und Ärzte zur Ermöglichung der Habilitation und Vertiefung ihrer Forschungsansätze.

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    Als Spezialklinik zur Behandlung von Herz-, Kreislauf- und Diabeteserkrankungen zählt das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, mit 35.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr, davon 14.600 in stationärer Behandlung, zu den größten und modernsten Zentren seiner Art in Europa. Unter einem Dach arbeiten fünf Universitätskliniken und drei Universitäts-Institute seit über 35 Jahren interdisziplinär zusammen. Das HDZ NRW ist Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum.

    Weitere Informationen:

    Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
    Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Leitung: Anna Reiss
    Georgstr. 11
    32545 Bad Oeynhausen
    Tel. 05731 97-1955
    Fax 05731 97-2028
    E-Mail: info@hdz-nrw.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Univ.-Prof. Dr. med. Volker Rudolph
    Direktor der Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie/Angiologie
    Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen
    Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum


    Weitere Informationen:

    http://www.hdz-nrw.de


    Bilder

    Dr. Muhammed Gerçek und Prof. Dr. Volker Rudolph freuen sich über die beachtliche Forschungsförderung durch die Ruhr-Universität Bochum
    Dr. Muhammed Gerçek und Prof. Dr. Volker Rudolph freuen sich über die beachtliche Forschungsförderun ...
    (Foto: Tobias Pieper).
    HDZ NRW


    Anhang
    attachment icon Pressemitteilung HDZ NRW 20.01.2023

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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