Von Bamiyan nach Palmyra – Wie die UNESCO unser Welterbe rettet

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07/18/2019 13:36

Von Bamiyan nach Palmyra – Wie die UNESCO unser Welterbe rettet

Dr. Johannes Schnurr Pressesprecher
Daimler und Benz Stiftung

    Bertha-Benz-Vorlesung von Mechtild Rössler in der SRH Hochschule Heidelberg

    25. Juli 2019 um 18.30 Uhr
    SRH Science Tower, Ludwig-Guttmann-Straße 6, 69123 Heidelberg

    Im Jahr 2001 zerstörten Taliban in Afghanistan die beiden Buddha-Statuen vom Bamiyan als „falsche Götzen“. Nur die Umrisse und einige Bruchstücke der rund 1500 Jahre alten Figuren blieben übrig. Die Sprengung der beiden Kunstwerke „erschütterte“ die ganze Welt: Denn mit ihnen gingen einzigartige Zeugnisse der Menschheitsgeschichte unwiederbringlich verloren. Diese mutwillige Vernichtung wurde zu einem Weckruf und führte zur UNESCO-Erklärung von 2003, die sich gegen die Zerstörung des kulturellen Erbes richtet. Die Konvention von 2005 schützt ausdrücklich die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen – als eine neue „Magna Charta“ der internationalen Kulturpolitik.

    Im 21. Jahrhundert wurde kulturelles Erbe auch andernorts großräumig zerstört – insbesondere in Kriegsgebieten. Und die Situation bleibt weiterhin brisant: Von Hatra im Irak bis Timbuktu in Mali, von Sanaa im Jemen bis Palmyra in Syrien sind heute viele der mehr als 1000 Welterbestätten schwer betroffen und bedürfen des Schutzes der Weltgemeinschaft. Denn die Täter zielen durch die Vernichtung von kulturell bedeutenden Gegenständen und Kulturerbestätten darauf ab, das Wissen zukünftiger Generationen zu beeinflussen und ihnen ihre Erinnerungsfähigkeit zu nehmen. Durch ein systematisches und rechtzeitiges Eingreifen der UNESCO soll dies verhindert werden.

    [zur Person] Die deutsche Geografin Dr. Mechtild Rössler arbeitet seit 1991 für das Welterbezentrum der UNESCO in Paris, das sie seit 2015 leitet. Sie ist zuständig für sämtliche 1092 Stätten, die als Kultur- oder Naturerbe der Menschheit gelten – und damit die oberste Kulturhüterin der Welt. In ihrem Vortrag nimmt Rössler das Publikum mit auf eine Reise, in der sie ihre Erfahrungen der letzten drei Jahrzehnte aus erster Hand präsentiert.

    Rückfragen bitte an:
    Dr. Johannes Schnurr
    Pressesprecher
    Daimler und Benz Stiftung
    Tel.: 06203-10 92 0
    mobil: 0176-216 446 92
    E-Mail: schnurr@daimler-benz-stiftung.de

    Die Bertha-Benz-Vorlesung
    Durch ihr selbstbewusstes Auftreten und ihre tatkräftige Anteilnahme an den Erfindungen ihres Ehemannes avancierte Bertha Benz zu einer Pionierin der Technik – ein Gebiet, zu dem Frauen ihrer Zeit üblicherweise keinen Zugang hatten. Im August 1888 fuhr sie mit dem Patent-Motorwagen von Carl Benz von Mannheim nach Pforzheim und bewies so erstmals die Tauglichkeit des Automobils für Fernfahrten. Im Gedenken an die Pionierleistung dieser selbstbewussten und energischen Frau veranstaltet die Stiftung seit 1987 jährlich eine Bertha-Benz-Vorlesung. Als Vortragende sprechen Frauen, die sich durch herausragende Beiträge zu Wissenschaft, Wirtschaft oder Gesellschaft ausgezeichnet haben. Im Rahmen der Bertha-Benz-Vorlesung wird der mit 10.000 Euro dotierte Bertha-Benz-Preis vergeben.

    Daimler und Benz Stiftung
    Impulse für Wissen – die Daimler und Benz Stiftung verstärkt Prozesse der Wissensgenerierung. Ihr Fokus richtet sich dabei auf die Förderung junger Wissenschaftler, fachübergreifende Kooperationen sowie Forschungsprojekte aus sämtlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Die operativ tätige und gemeinnützige Stiftung zählt zu den großen wissenschaftsfördernden Stiftungen Deutschlands.


    More information:

    http://www.daimler-benz-stiftung.de


    Criteria of this press release:
    Journalists
    Construction / architecture, Environment / ecology, History / archaeology, Social studies
    transregional, national
    Press events, Transfer of Science or Research
    German


    Dr. Mechtild Rössler arbeitet seit 1991 für das Welterbezentrum der UNESCO in Paris, das sie seit 2015 leitet.


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