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09/15/2009 13:34

eVOCATIOn - Entwicklung eines europäischen Weiterbildungsprogramms für begabungsfördernde Lehrkräfte

Kirsten Buttgereit M.A. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pädagogische Hochschule Karlsruhe

    Im Rahmen des Abschlusstreffens des EU-Projekts eVOCATIOn findet ein Symposium mit TeilnehmerInnen aus dem In- und Ausland statt, bei dem das Weiterbildungsprogramm zur begabungsfördernden Lehrperson präsentiert und diskutiert wird.
    In der abschließenden Podiumsdiskussion geht es um die Frage: "Elitebildung - eine Aufgabe von Schulen?"

    Der Name eVOCATIOn steht für ein Programm. Das lateinische Wort evocare lässt sich übersetzen mit heraus- oder hervorrufen. Hervorgerufen werden sollen Begabungen von Schülerinnen und Schülern. Gleichzeitig werden auch die Lehrpersonen aufgerufen. An ihnen liegt es, Begabungen zu erkennen und anzuerkennen, zu beobachten und zu fördern. Um hierfür die notwendigen Voraussetzungen bereitzustellen, beinhaltet das eVOCATIOn-Projekt das Ziel, entsprechende Grundlagen und Methoden für die tägliche Praxis zu erarbeiten und bereitzustellen.
    Beim eVOCATIOn-Projekt handelt es sich um die Erarbeitung eines Lehrerweiterbildungsprogramms auf der Grundlage einer Zusammenführung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und schulischen Erfahrungen.
    Als sich die Verantwortlichen des Projekts (15 Partner, darunter Schulen mit spezifischen Programmen zu (Hoch-)Begabungs- und Begabtenförderung sowie Hochschulen und Universitäten aus insgesamt sieben europäischen Ländern: Frankreich, Niederlande, Österreich, Polen, Schweiz, Slovakei und Deutschland) vor über zwei Jahren zum ersten Mal trafen, um ein gemeinsames Projekt zur Lehrerweiterbildung im Bereich der Begabungs- und Begabtenförderung zu starten, bestand schnell Einigkeit in dem Ziel, das Erkennen und Entdecken von Begabungen als auch differenzierte schulische Fördermöglichkeiten in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen.
    Der Begriff der Begabung bezieht sich auf Begabungen (unterschiedliche Bereiche, wie Sprache, Mathematik, Musik, Kunst, Handwerk, usw.) und Begabte (das einzelne Kind, die Schülerin der Schüler mit seinen/ihren individuellen Potentialen). Ausdrücklich ist nicht von Hochbegabung die Rede, d. h. der Fokus richtet sich nicht (ausschließlich) auf die intellektuelle Hochbegabung, die durch einen IQ-Test (über 130) gemessen wird. Vielmehr geht es um das Beobachten, (An)Erkennen und Fördern "multipler Intelligenzen" (Howard Gardner) und "vielfältiger Begabungen". Das Projekt beruht somit auf einer Pädagogik, welche die Heterogenität der Kinder und Heranwachsenden im Blick hat und bestrebt ist, diese in ihrer Individualität und Personalität zu begleiten und zu fördern.
    Die Schwerpunktsetzung des Projekts liegt in der Entwicklung personaler und methodischer Kompetenzen von Lehrkräften, die heterogene Begabungsprofile wahrnehmen und fördern sowie in ihrem Unterricht den allgemeinen Prinzipien einer begabungsfreundlichen Lernumwelt folgen wollen. Es bietet die systemische Vernetzung pädagogischen und (fach)didaktischen Expertenwissens mit einem Praxiswissen, das als 'Gesamtpaket' im gesamteuropäischen Raum eingesetzt werden kann.
    Das "Produkt" besteht aus einer Einführung (Grundlagenteil) und drei Weiterbildungsmodulen sowie einem Praxishandbuch zum Thema "Begabtenförderung" einschließlich multimedialer Aufbereitung.
    - Einführung: Grundlagen der Begabungs- und Begabtenförderung
    - M 1: Begabungen (an)erkennen (pädagogische Beobachtung und Diagnostik)
    - M 2: Lernwege personalisieren (Personalisierung und Differenzierung der Lernwege, Eigenverantwortung, Selbststeuerung, usw.)
    - M 3: SchülerInnen begleiten Begleitung, Beratung, Coaching).

    Teilnehmer Podiumsdiskussion:
    - Prof. Dr. Peter Frankenberg, Wissenschaftsminister Baden-Württemberg
    - Prof. Dr. Michael Hartmann, TU Darmstadt
    - Renate Rastätter, MdL, Bildungspolitische sprecherin der Grünen
    - Dr. Günter Schmid, Schulleiter der Sir-Karl-Popper-Schule Wien
    Moderation: Prof'in Dr. Liesel Hermes, Rektorin der PH Karlsruhe

    Verantwortliche:
    - Prof'in Dr. Gabriele Weigand (Institut für Bldungswissenschaften, Prorektorin für Forschung und Nachwuchsförderung, PH Karlsruhe)
    - Dr. Ingmar Ahl (Vorstand der Karg-Stiftung und zuständig für den Bereich Projekte)
    - Juniorprof'in Dr. Christina Schenz (Institut für Bildungswissenschaften, PH Karlsruhe)
    - Armin Hackl (Schulleiter a. D., Deutschhaus-Gymnasium, Würzburg)

    Die Tagung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Pädagogischen Hochschule und der Karg-Stiftung.

    Organisation und Kontakt:
    Katharina Fischer
    PH Karlsruhe
    - eVOCATIOn-Tagung -
    Bismarckstr. 10
    76133 Karlsruhe
    Tel.: 0049 (0) 721/925-4989
    E-Mail: fischer@ph-karlsruhe.de


    More information:

    http://www.ph-karlsruhe.de


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    Criteria of this press release:
    Social studies, Teaching / education
    transregional, national
    Research results, Scientific conferences
    German


     

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