idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
26.07.2017 11:13

Service der Hans-Böckler-Stiftung: Rentenfinanzierung, Alterssicherung, Demografischer Wandel

Rainer Jung Abt. Öffentlichkeitsarbeit
Hans-Böckler-Stiftung

    Wissenschaftlicher Rechercheservice der Hans-Böckler-Stiftung:
    Rentenfinanzierung, Alterssicherung, Demografischer Wandel

    Die Alterssicherungspolitik in Deutschland hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten vor allem auf eine Stabilisierung und sogar Senkung der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) in einer alternden Gesellschaft hingearbeitet. Dieses Ziel hat sie weitgehend erreicht, zeigt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie: Obwohl die Zahl der Rentnerinnen und Rentner stieg, ist der Anteil der Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, seit der Jahrtausendwende spürbar gesunken. Der Beitragssatz liegt wieder auf dem Niveau Mitte der 1980er Jahre. Beides allerdings um den Preis, das Sicherungsniveau der GRV abzusenken – ein Prozess, der in den kommenden Jahrzehnten fortgesetzt werden soll. Einen Ausgleich sollte private, staatlich geförderte und auf Kapitaldeckung basierende Vorsorge leisten. Doch diese „Riester-Rente“ ist sowohl mit Blick auf die Verbreitung in der Bevölkerung als auch auf die erzielten Renditen weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

    Dass es zur deutschen Politik Alternativen gibt, zeigt etwa ein Blick nach Österreich, wie eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung in Kooperation mit der Arbeiterkammer Wien deutlich macht: Im Nachbarland ist das gesetzliche Rentenniveau deutlich höher. Trotz ebenfalls höherer Versicherungsbeiträge ist die längerfristige wirtschaftliche Entwicklung mit der in Deutschland vergleichbar.

    Wie nachhaltig das System der Alterssicherung sein kann, hängt im Übrigen nicht nur von der demografischen Entwicklung im engeren Sinne ab, sondern vor allem von der Situation am Arbeitsmarkt. Die ist in Deutschland nach wie vor geprägt von einem großen Niedriglohnsektor und weit verbreiteter atypischer Beschäftigung, oft mit sehr geringem Beschäftigungsumfang, wie bei den Mini-Jobs. Empfehlungen, wie über eine zeitgemäße Gestaltung des deutschen Arbeitsmarktes auf den demografischen Wandel reagiert werden kann, liefert der Abschlussbericht der Kommission „Arbeit der Zukunft“.

    Unter den folgenden Links finden Sie Zusammenfassungen von Studien zu den Themen Alterssicherung und Demografie:

    https://www.boeckler.de/106878_106901.htm - Bei den Rentnern wird gespart. Weder mit der Wirtschaftsleistung noch mit den Löhnen halten die Ausgaben der Rentenversicherung Schritt, zeigt eine vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie.

    http://bit.do/magazin-mitbestimmung-de-artikel-Das-Sparkonto-der-Kleinrentner - Lange gearbeitet, mäßig verdient, nicht viel auf der hohen Kante: Viele Menschen haben am Ende ihres Erwerbslebens wenig Vermögen angehäuft. Bis auf ihre Rentenansprüche. Wissenschaftler des DIW fordern deshalb, die gesetzliche Rente zu stärken.

    https://www.boeckler.de/63056_63185.htm - Rente: Deutsche oft deutlich schlechter abgesichert als Österreicher. Das unterstreichen zahlreiche Kennziffern. Zu diesen Ergebnissen kommt die neue Studie, die Wissenschaftler des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) und des IMK der Hans-Böckler-Stiftung gemeinsam mit Forschern der Arbeiterkammer Wien und der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft erstellt haben.

    https://www.boeckler.de/adz-kommissionsbericht-arbeit-transformieren.pdf - Denkanstöße der Expertenkommission „Arbeit der Zukunft“, insbesondere S. 63-69

    https://www.boeckler.de/106575_106834.htm - Flexible Arbeitszeiten und Teilzeitarbeit helfen dabei, Berufstätigkeit und Familie besser zu vereinbaren. Doch sie können zum Problem für die Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt werden, wenn sie nur von bestimmten Beschäftigtengruppen genutzt werden und gleichzeitig negative Konsequenzen für das berufliche Fortkommen haben. Beides ist in Deutschland trotz einiger Fortschritte noch oft der Fall.

    https://www.boeckler.de/106575_108373.htm - Frauen leisten erheblich mehr in der Kindererziehung und Hausarbeit als Männer. Solange das so bleibt, ist eine Gleichstellung in Beruf und Gesellschaft nicht erreichbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.

    https://www.boeckler.de/108863_108896.htm - Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat schaffen Voraussetzungen für gute Arbeit. Denn in mitbestimmten Unternehmen hat die Personalpolitik einen höheren Stellenwert.

    Wenn Sie Fragen haben, melden Sie sich gerne.

    Viele Grüße aus der Hans-Böckler-Stiftung

    Rainer Jung
    Leiter Pressestelle
    Tel.: 0211-7778-150
    E-Mail: Rainer-Jung@boeckler.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Gesellschaft, Politik, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).