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21.08.2019 11:23

Deutschland und das Vereinigte Königreich sind beliebt - Studie zur Ein- und Auswanderung innerhalb Europas

Thomas Richter Öffentlichkeitsarbeit
Georg-August-Universität Göttingen

    Wer das eigene Herkunftsland innerhalb der Europäischen Union (EU) verlassen möchte, kann dies unkompliziert tun: Mit dem Recht auf Freizügigkeit bietet der Staatenverbund seinen Bürgerinnen und Bürgern einzigartige Bedingungen zur Migration. Eine Studie der Universitäten Göttingen, Bremen und Köln hat nun ergeben, dass Deutschland und das Vereinigte Königreich die beliebtesten Zielländer der europäischen Binnenmigration sind. „A network analysis of intra-EU migration flows: How regulatory policies, economic inequalities and the network-topology shape the intra-EU migration space” ist im Journal of Ethnic and Migration Studies erschienen.

    (pug) Gemeinsam mit dem Bremer Soziologen Prof. Dr. Michael Windzio und dem Kölner Soziologen Sven Lenkewitz analysierte Prof. Dr. Céline Teney, Professorin für Grundlagen der Sozialwissenschaften am Institut für Soziologie an der Universität Göttingen, die Faktoren für die Binnenmigration in der Europäischen Union und die Entwicklung der Ein- und Auswanderungszahlen ihrer Mitgliedsstaaten in den Jahren 2001 bis 2013. Die Netzwerkanalyse ergab, dass insbesondere die reicheren Länder attraktiv für europäische Einwanderer sind. Zudem zeigt sich, dass vor allem zwischen Nachbarländern viel Migration stattfindet. Neue Gesetze innerhalb der EU können Einwanderungsströme ebenfalls steuern. So hat die Öffnung des Arbeitsmarktes für Bürger aus den neuen Mitgliedstaaten zu höheren Einwanderungsraten geführt, während der EU-Beitritt der neuesten Mitgliedstaaten mit höhere Auswanderungsraten für diese einherging.

    Offen ist, wie sich der Brexit auf den Status des Vereinigten Königreichs und Deutschland als beliebteste Zielländer auswirken wird. Die Studie lässt vermuten, dass das Vereinigte Königreich seinen Status als beliebtestes Zielland der europäischen Binnenmigration nicht so leicht verlieren wird. „Unsere Ergebnisse unterstreichen die Push- und Pull-Faktoren für die Ein- und Auswanderung innerhalb der europäischen Mitgliedsstaaten. Es hat sich gezeigt, dass regulatorische Veränderungen innerhalb der EU eine eher zweitrangige Rolle bei der Entscheidung für Migration spielen“, sagt Teney.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Céline Teney
    Georg-August-Universität Göttingen
    Sozialwissenschaftliche Fakultät
    Institut für Soziologie
    Platz der Göttinger Sieben 3, 37073 Göttingen
    Telefon: 0551 39-20471
    E-Mail: celine.teney@sowi.uni-goettingen.de
    www.uni-goettingen.de/de/595146.html


    Originalpublikation:

    Michael Windzio et al. A network analysis of intra-EU migration flows: How regulatory policies, economic inequalities and the network-topology shape the intra-EU migration space. Journal of Ethnic and Migration Studies (2019). Doi: https://doi.org/10.1080/1369183X.2019.1643229


    Bilder

    Prof. Dr. Céline Teney
    Prof. Dr. Céline Teney
    Quelle: Julien Teney

    Die Migrationspfade zwischen den Ländern zeigen, dass Deutschland und das Vereinigte Königreich die beliebtesten Zielländer der europäischen Binnenmigration sind.
    Die Migrationspfade zwischen den Ländern zeigen, dass Deutschland und das Vereinigte Königreich die ...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Gesellschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

    Prof. Dr. Céline Teney


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    Die Migrationspfade zwischen den Ländern zeigen, dass Deutschland und das Vereinigte Königreich die beliebtesten Zielländer der europäischen Binnenmigration sind.


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