Im September 2018 schauten die Teilnehmer des Forums Hochschulbau „Weg frei! Für eine Hochschule ohne Barrieren“ des HIS-Instituts für Hochschulentwicklung e. V. (HIS-HE) aus unterschiedlichen Perspektiven auf Barrieren an einer Hochschule. Wie durchdachte bauliche Infrastruktur den Weg zur Inklusion ebnen kann, zeigt am Beispiel des deutschlandweit einzigartigen Masterstudiengangs Barrierefreie Systeme der Frankfurt University of Applied Sciences die jüngst erschienene Online-Publikation HIS-HE:Medium 3|2019.
Der Geschäftsbereich Bauliche Hochschulentwicklung von HIS-HE aus Hannover regte auf dem Forum Hochschulbau Hochschulakteure zur zweitägigen Zusammenarbeit zum Thema Barrierefreiheit an. Die Leitfrage der Veranstaltung lautete: Wie kann dem Wunsch nach mehr Austausch von Baufachleuten verschiedener Institutionen und Spezialisten zum Thema Barrierefreiheit nachgekommen werden?
Alle Menschen, die an der Realisierung einer „Hochschule für alle“ beteiligt sind, lernen voneinander durch Austausch, Kommunikation und das gemeinsame Erleben. Das Fachwissen und die Expertise aller beteiligten Akteure in einem Bauplanungsprozess ist ein gemeinsamer Gewinn. Große Bedeutung hat dabei die frühzeitige Verankerung der Barrierefreiheit in der Ausbildung von Baufachleuten. Es werden Planer gebraucht, die sich mit dem Thema auskennen und in der Lage sind, die unterschiedlichen Bedarfe und Anforderungen in die interdisziplinäre Arbeit und Gestaltung der Hochschullandschaft mit einfließen zu lassen.
Das Thema Barrierefreiheit sollte in den bauplanerischen Studiengängen insgesamt mehr an Bedeutung gewinnen, damit Barrierefreiheit selbstverständlich in der Planung berücksichtigt wird. Wie die notwendige Integration des komplexen Sachverhalts ins Studium erfolgen kann, wurde beim Forum Hochschulbau im Rahmen eines Podiumsgesprächs thematisiert. Auf dem Podium mitdiskutiert hat Carmen Rauber, mittlerweile Absolventin des Masterstudiengangs Barrierefreie Systeme der Frankfurt University of Applied Sciences. Der Studiengang ist einzigartig in Deutschland und kombiniert in interdisziplinären Modulen drei Fachdisziplinen: Architektur, Ingenieurwissenschaften und Pädagogik/Soziale Arbeit. HIS-HE hat diesen äußerst interessanten, inklusionsbezogenen Studiengang aufgegriffen und die Autorin Carmen Rauber gebeten, diesen in der Online-Publikationsreihe HIS-HE:Medium vorzustellen. In ihrem Beitrag zeigt sich, wie Neugier auf barrierefreie Planung bereits im Studium geweckt werden kann.
In der Zukunft werden absehbar weitere, innovative Studiengänge mit Inklusionsbezug an deutschen Hochschulen entwickelt und angeboten. Denn durchdacht umgesetzte Barrierefreiheit bringt Komfort für alle und kann zugleich gestalterisch ansprechend sein. Gute Gesamtkonzepte zur Realisierung barrierefreier Lösungen erlauben eine Teilhabe für alle.
Christiane Fuchs (E-Mail: c.fuchs@his-he.de)
Silja Tyllilä (E-Mail: tyllilae@his-he.de
https://his-he.de/publikationen/detail/publikation/ausbildung-von-querdenkern/ - Zur Publikation
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
fachunabhängig
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch
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