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02.04.2026 06:32

Internationale Konferenz zu optischer Sensorik und Biophotonik in Jena

Lavinia Meier-Ewert Kommunikation
Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

    Von Einzelmolekülen bis Wearables: Die Europt(r)ode 2026 zeigte, wie optische Sensorik den Weg in die Anwendung findet.

    Vom 29. März bis 1. April 2026 hat das Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) in Jena die internationale Konferenz Europt(r)ode ausgerichtet. Mehr als 200 Forschende aus 25 Ländern – von Brasilien über die USA bis Australien – kamen im Volkshaus Jena zusammen, um aktuelle Entwicklungen in der optischen chemischen und biochemischen Sensorik zu diskutieren.

    Das wissenschaftliche Programm zeigte die gesamte Bandbreite moderner Sensorforschung: von grundlegenden photonenbasierten Konzepten bis hin zu integrierten, anwendungsnahen Systemlösungen. Im Fokus standen unter anderem Einzelmolekül-Nachweismethoden, plasmonische und quantenbasierte Sensorkonzepte, miniaturisierte und implantierbare Sensorsysteme sowie KI-gestützte Datenanalyse und multimodale Bildgebung.

    Ein zentrales Thema der Konferenz war die zunehmende Translation optischer Sensorik – also die Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in praktische Anwendungen – hin zu robusten, im realen Umfeld einsetzbaren Systemen. Neue Ansätze reichen dabei von der direkten Detektion einzelner Moleküle in komplexen Proben bis hin zu tragbaren oder implantierbaren Sensorsystemen für medizinische Anwendungen.

    So wurden beispielsweise KI-gestützte spektroskopische Verfahren zur Analyse komplexer Daten entwickelt, ebenso wie markierungsfreie Raman-Mikrospektroskopie, die Einblicke in zelluläre Prozesse ermöglicht. Weitere Beiträge zeigten, wie hochintegrierte Sensorsysteme Probenaufbereitung, optische Detektion und datengetriebene Auswertung in durchgängigen Analyseketten verbinden.

    Das Leibniz-IPHT prägte als Gastgeber und Impulsgeber das wissenschaftliche Programm maßgeblich und präsentierte unter anderem Arbeiten zur ultraschnellen Raman-basierten Gewebediagnostik, zu multimodalen Bildgebungsverfahren sowie zu nanoskaligen Sensorplattformen.

    Die Europt(r)ode bringt Expertinnen und Experten aus Physik, Chemie, Biologie und Ingenieurwissenschaften zusammen und fördert den interdisziplinären Austausch in einem dynamisch wachsenden Forschungsfeld. Die Konferenz, die zuletzt in Birmingham, Warschau und Neapel stattfand, verzeichnet eine steigende internationale Beteiligung und unterstreicht die wachsende Bedeutung optischer Sensorik für Anwendungen in Medizin, Umweltanalytik und industrieller Prozessüberwachung.

    Neben mehreren hochkarätigen Plenarvorträgen präsentierten die Teilnehmenden ihre neuesten Ergebnisse in Fachvorträgen und Posterbeiträgen.

    Viele der internationalen Teilnehmenden zeigten sich zudem beeindruckt vom Standort Jena selbst. Als „Lichtstadt“ steht Jena für eine einzigartige Verbindung aus wissenschaftlicher Tradition und moderner Innovationskraft: Aufbauend auf dem Wirken von Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott hat sich hier ein weltweit sichtbares „Optical Valley“ entwickelt, in dem Forschung, Industrie und Ausgründungen eng zusammenarbeiten.

    https://www.europtrode2026.eu/


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Jürgen Popp
    Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien

    https://www.leibniz-ipht.de/de/abteilungen/spektroskopie-bildgebung/


    Weitere Informationen:

    https://www.europtrode2026.eu


    Bilder

    Die internationale Konferenz Europt(r)ode fand vom 29. März bis 1. April 2026 in Jena statt.
    Die internationale Konferenz Europt(r)ode fand vom 29. März bis 1. April 2026 in Jena statt.
    Quelle: Stela Todorova
    Copyright: Leibniz-IPHT


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Chemie, Physik / Astronomie
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Die internationale Konferenz Europt(r)ode fand vom 29. März bis 1. April 2026 in Jena statt.


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