Non-formale Bildungswelten, in denen informelles Lernen ermöglicht wird, schaffen das Fundament, auf dem Schule aufbauen kann. So werden beispielsweise
Kommunikations- oder Organisationskompetenzen häufig nicht in der Schule, sondern vielmehr im Kontext eines freiwilligen Engagements erworben.
Zu non-formalen und informellen Bildungsorten zählen neben der Familie auch die für Kinder und Jugendliche wichtigen Lebenswelten wie Freundeskreise, Jugendclubs, Vereine und Verbände und, nicht zu vergessen, die Medien – hier insbesondere das Internet mit seinen sozialen Netzwerken.
Diese Bildungssettings fördern, unterstützen und ergänzen formelle und geplante Bildungsprozesse und gewinnen angesichts der Begrenztheit der sozial ausgleichenden Funktion von Schule an Bedeutung.
So liegt es nahe, neben einer intensiven Vernetzung und Kooperation von Bildungsinstitutionen, verstärkt Bildungsgelegenheiten vor, neben und nach der Schule für Kinder und Jugendliche
zu eröffnen und den Stellenwert informeller Bildungsprozesse für individuelle Lebensläufe neu zu bewerten.
Auch der 12. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung hat sich mit diesen Themenfeldern ausführlich auseinander gesetzt und kommt zu dem Schluss: „Bildung als Prozess der umfassenden Entwicklung eines handlungsfähigen Subjekts kann nicht mehr nur in der Schule und auch nicht mehr
nur in formalen Bildungsinstitutionen erworben
werden.“
Die DJI-Jahrestagung nimmt in acht wissenschaftlichen Foren unterschiedliche non-formale und informelle Bildungsorte wie Familie, Jugendarbeit, freiwilliges Engagement, Medien, außerschulische Angebote von Ganztagsschulen sowie Angebote
des Übergangssystems in den Fokus, geht der Frage nach, welche Kompetenzen und Bildungserträge die Forschung hierzu empirisch aufzeigen kann und stellt diese zur Diskussion.
Dr. Ursula Weidenfeld erörtert mit Politiker/inne/n und Bildungsexpert/inn/en beim Berliner Abend die Fragen, welche Bildungselemente heutzutage für eine gelingende Bildungsbiografie relevant sind und ob sich der bildungspolitische Blickwinkel hinsichtlich der Bildungsorte, -inhalte und -modalitäten nicht weiten muss, um die Weichen für erfolgreiche Bildungsförderung auf dem Weg zu
mehr Bildungsgerechtigkeit und -partizipation neu zu stellen.
Prof. Dr. Lothar Krappmann zeigt in seinem Abschlussvortrag Potenziale und Grenzen einer bildungsorientierten Perspektive auf.
Hinweise zur Teilnahme:
Es wird keine Tagungsgebühr erhoben.
Ihre Anmeldung gilt als verbindlich, wenn Sie keine Absage erhalten.
Anmeldung bitte schriftlich via Anmeldeformular bis spätestens 05. November 2012
an das Deutsche Jugendinstitut e.V., WRbV.
Frau Katharina Spoerl Kolb
oder online unter http://dji-fachtagung.de/jahrestagung/
Termin:
13.11.2012 ab 12:00 - 14.11.2012 13:30
Anmeldeschluss:
05.11.2012
Veranstaltungsort:
Hannoversche Straße 5b,
Hotel Aquino
Tagungszentrum Katholische Akademie
Tel: +49 30 284860-0
www.hotel-aquino.de
10115 Berlin-Mitte
Berlin
Deutschland
Zielgruppe:
Journalisten, Wissenschaftler
E-Mail-Adresse:
Relevanz:
überregional
Sachgebiete:
Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, Politik
Arten:
Konferenz / Symposion / (Jahres-)Tagung
Eintrag:
10.10.2012
Absender:
Andrea Macion
Abteilung:
Öffentlichkeitsarbeit/Wissenschaftliches Referat beim Vorstand
Veranstaltung ist kostenlos:
ja
Textsprache:
Deutsch
URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event41293
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