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Veranstaltung


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24.09.2014 - 24.09.2014 | Frankfurt am Main

Vortrag: Wirtschaftsfaktor oder Eigenwert – welchen “Wert“ hat die Natur?

Wirtschaftliche Aktivitäten verbrauchen natürliche Ressourcen. Wachstum geht weitgehend zu Lasten der Natur, ohne dass für den Verbrauch dieses „Kapitals" nennenswert bezahlt werden muss. Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, zeigt in ihrem Vortrag Möglichkeiten und Grenzen neuer Bewertungsansätze auf und diskutiert, wie ökonomische Ansätze als eine auch aus umweltethischer Sicht sinnvolle Facette ethischer Argumentationen eingesetzt werden können.

Die Natur und ihre Produkte sind die Grundlage unseres Lebens. Ohne die Nutzung der natürlichen Ressourcen sind keine wirtschaftlichen Aktivitäten denkbar – und schon gar kein dauerhaftes Wachstum. Noch gehen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Zuwachs überwiegend zu Lasten der Natur, ohne dass für den Verbrauch dieses „Kapitals" nennenswert bezahlt werden muss. In der vom Bundesamt für Naturschutz betreuten Studie „Naturkapital Deutschland" wird der Sachstand zur ökonomischen Bewertung von Natur zusammen getragen, es geht aber auch darum, Möglichkeiten und Grenzen derartiger Bewertungsansätze zu thematisieren. Jedoch darf Natur nicht nur als Dienstleister betrachtet werden, gleichermaßen wichtig ist eine ethische Fundierung des Erhalts von Natur. Der Vortrag macht auch deutlich, dass die Ökonomie nicht zwangsläufig in einen Gegensatz zur Ethik treten muss. Vielmehr können ökonomische „Vernunftgründe" auch als eine Facette umweltethischer Perspektiven betrachtet und als Argumentation eingesetzt werden.

Professor Dr. Beate Jessel studierte Landespflege an der TU München und promovierte an der TU München-Weihenstephan. Von 1992 bis 1999 war sie Leiterin des Referats „Ökologisch orientierte Planungen" an der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege Laufen/Salzach und wurde 1999 zur Professorin für Landschaftsplanung an der Universität Potsdam berufen. Im Jahr 2006 wechselte sie als Inhaberin des Lehrstuhls für Strategie und Management der Landschaftsentwicklung zur Technischen Universität München. Seit dem 2. November 2007 ist sie Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz.
Beate Jessel ist in zahlreiche Gremien aktiv, u. a. im Senat der Leibniz-Gemeinschaft, dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Ressortforschungseinrichtungen, im TERENO (Terrestrial Environmental Observatories) Advisory Board der Helmholtz Gesellschaft oder im Vorstand der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.. Sie ist Mitherausgeberin mehrerer Zeitschriften und hat selbst zehn Bücher und über 170 wissenschaftliche Fachaufsätze veröffentlicht

Der Vortrag bildet den Abschluss der Reihe „Müssen wir wachsen? Antworten aus Natur, Wirtschaft und Gesellschaft“, die Senckenberg und das LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) von März bis September 2014 gemeinsam veranstalteten und in der über den gewohnten naturwissenschaftlichen Bereich hinaus Fragen aus Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert werden: Warum muss und wie kann Wirtschaft immer wachsen? Und welche Auswirkungen hat das aktuelle Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell auf die natürliche Umwelt?

Hinweise zur Teilnahme:
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.

Termin:

24.09.2014 19:15 - 20:45

Veranstaltungsort:

Hörsaal des LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F)
Georg-Voigt-Straße 14-16
60325 Frankfurt am Main
Hessen
Deutschland

Zielgruppe:

jedermann

E-Mail-Adresse:

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

fachunabhängig

Arten:

Vortrag / Kolloquium / Vorlesung

Eintrag:

22.09.2014

Absender:

Sabine Wendler

Abteilung:

LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F)

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event48437


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