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Veranstaltung


11.04.2016 - 12.04.2016 | Weimar

Bibliotheken in der Bibliothek: Sammlungen erschließen - rekonstruieren - visualisieren

Der Workshop richtet den Blick auf einstmals autonome Sammlungen, die zerstreut und / oder in den universalen Bestand von Bibliotheken, Archiven und Museen integriert wurden, und diskutiert Möglichkeiten ihrer Erschließung und Aufbereitung für Wissenschaft und breite Öffentlichkeit.

Viele Bücher und Archivalien, die ursprünglich eigenständige Sammlungen bildeten, wurden im Lauf der Zeit zerstreut und in die Bestände von Bibliotheken, Archive und Museen integriert. Auch konstituieren nicht nur physisch vorhandene Titel zusammenhängende Bestände, sondern ebenso Inventare und Kataloge, die einstige Korpora abbilden.

Mit Blick auf die Sammlungsforschung wirft dies einige Grundsatzfragen auf, denen im Rahmen des Workshops nachgegangen werden soll: Welche Aufgaben umfasst die Erschließung von ehemals autonomen Sondersammlungen? Welche Möglichkeiten bieten sich an, erschlossene Bestände aufzubereiten und der Forschung wie der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich zu machen? Und wie lässt sich das Potential der digitalen Geisteswissenschaften nutzen, um die Forschungsergebnisse auf ansprechende Weise sichtbar zu machen?

Konkret diskutiert werden sollen diese Fragen vor der Folie dreier ganz unterschiedlicher Bestände, die den Bogen von der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert spannen: Zum einen Auktionskataloge aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die sich in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel befinden und Auskunft über den Buchbesitz von Gelehrten geben. Zum anderen die Privatbibliothek Goethes in Weimar, in der ein großer Teil der vom Dichter benutzten Exemplare noch vorhanden ist, im Zusammenspiel mit seinen Ausleihen aus der herzoglichen Bibliothek. Und schließlich die Bibliothek des jüdischen Schriftstellers und Gelehrten Karl Wolfskehl in Marbach, die nach ihrem Verkauf 1937 zerstreut wurde und derzeit in Marbach rekonstruiert wird.

Der Workshop findet im Rahmen des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel (MWW) statt und wird von der Projektgruppe „Autorenbibliotheken: Materialität – Wissensordnung – Performanz“ organisiert.

Im Forschungsverbund MWW haben sich im Herbst 2013 das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Klassik Stiftung Weimar und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel zusammengeschlossen. Ziel von MWW ist es, die Sammlungen dieser drei Einrichtungen durch gemeinsame Forschungsprojekte und Ausstellungen national wie international noch stärker in den Fokus von Wissenschaft und Öffentlichkeit zu rücken und dadurch der geisteswissenschaftlichen Forschung zukunftsweisende Impulse zu geben.

Hinweise zur Teilnahme:
Alle Vorträge sind öffentlich, der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter veranstaltungen@mww-forschung.de

Termin:

11.04.2016 ab 14:00 - 12.04.2016 17:00

Veranstaltungsort:

Goethe- und Schiller-Archiv
Petersen-Bibliothek
Hans-Wahl-Straße 4
99425 Weimar
Berlin
Deutschland

Zielgruppe:

Studierende, Wissenschaftler

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

Informationstechnik, Kulturwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Sprache / Literatur

Arten:

Seminar / Workshop / Diskussion

Eintrag:

07.04.2016

Absender:

Nicole Alexander

Abteilung:

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event53934

Anhang
attachment icon Programm des Workshops

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