- Im Fokus: Zusammenarbeit zwischen Künstlern und Kulturmanagern, Kulturmanagement der Zukunft
- Poetry Slam „Wortkultur“ begeisterte 200 Zuhörer - Namhafte Referenten zu Gast
- Angeregte Podiumsdiskussion - Berührungsängste zwischen den Disziplinen abgebaut
Heilbronn/Künzelsau, Januar 2012. Ganze zwei Tage lang hielten Studierende des Studiengangs „Betriebswirtschaft und Kultur-, Freizeit-, Sportmanagement“ an der Hochschule Heilbronn, Reinhold-Würth-Hochschule am Campus Künzelsau eine Konferenz zum Thema „Kunst und Management“ ab. Im Fokus der von der Würth-Stiftung geförderten Veranstaltung, die Auftakt für eine „Künzelsauer Kulturmanagement Reihe“ ist, stand die Zusammenarbeit zwischen Künstlern und Kulturmanagern sowie die Erwartungen an das Kulturmanagement der Zukunft. Gestartet wurde am 19. Januar mit Studierenden der Musik und bildenden Kunst aus Mannheim und Karlsruhe sowie einem Student der Filmhochschule Ludwigsburg: Gemeinsam mit ihren Gästen diskutierten die angehenden Kulturmanager Themen wie Kultursponsoring oder Künstlervermarktung im Web 2.0. Dabei stellten sie fest, dass der praktizierte Perspektivwechsel hilfreich ist und Künstler sowie Kulturmanager voneinander viel lernen und gemeinsam erarbeiten können. Höhepunkt des ersten Tages war der Poetry Slam „Wortkultur“, an dem sieben Wortakrobaten aus dem gesamten Bundesgebiet teilnahmen und die rund 200 Zuhörer, darunter auch viele junge Leute aus der Region, zu Begeisterungsstürmen hinrissen.
Namhafte Referenten zu Gast - Kontroverse Diskussionen
Am nächsten Tag konnten weitere Gäste aus Kultureinrichtungen begrüßt werden, sodass die Teilnehmerzahl auf insgesamt 100 stieg. Nach aufschlussreichen Impulsvorträgen von namhaften Referenten wie dem Intendanten des Festspielhauses Baden-Baden Andreas Mölich-Zebhauser, dem Organisator und Initiator der „Art Karlsruhe“ Ewald Karl Schrade, dem Künstler Timo Wuerz, dem Veranstalter des Podium Musikfestivals Steven Walter und dem Kulturberater Prof. Dr. Dieter Haselbach wurde im Stil des „World Cafés“ begonnen, in wechselnden Arbeitsgruppen zu diskutieren. Dabei reichte das Themenspektrum vom Umgang mit anspruchsvollen Künstlern und ebensolchem Publikum über Arbeitsbedingungen in der Kreativwirtschaft bis hin zu neuen Fördermöglichkeiten für Kulturprojekte mithilfe des Internets. Mit Blick auf das pfiffige Format, das die Veranstalter für die gesamte Konferenz erarbeitet hatten, und das insbesondere das gemeinsame Diskutieren und Netzwerken zwischen den Gästen, Praktikern und Studierenden ermöglichte, betonte Projektbetreuerin Prof. Dr. Raphaela Henze in ihrer Begrüßung, wie wichtig es ihr sei, dass die Studierenden frühzeitig in Kontakt mit erfahrenen Kulturmanagern kommen, um von und mit ihnen zu lernen. Den Abschluss des immer wieder durch Musikdarbietungen der Studierenden aufgelockerten Tages bildete eine Podiumsdiskussion, an der neben den Referenten auch C. Sylvia Weber von der Kunsthalle Würth teilnahm. Angeregt wurde über die Erwartungen an das Kulturmanagement der Zukunft diskutiert, besonders kontrovers ging es beim Thema Kulturfinanzierung zu: Während die eine Seite den eher „darwinistischen Ansatz der Überflüssigkeit öffentlicher Kulturförderung“ propagierte, waren andere skeptisch, ob sich Vielfalt und Qualität ohne staatliche Förderung aufrecht erhalten lassen.
Erfolgreiche Veranstaltung: Lob und Dank von den Gästen
„Zwei überaus erfolgreiche Tage für alle Beteiligten - insbesondere jedoch für unsere Studierenden“, resümiert Prof. Henze. „Zum einen haben sie Erfahrungen gesammelt, wie man eine Konferenz organisiert und durchführt, zum anderen haben sie von ihren Kollegen aus dem künstlerischen Bereich und von gestandenen Praktikern aus namhaften Kultureinrichtungen viele Anregungen für die eigene, zukünftige Arbeit erhalten. Das Ziel der Veranstaltung, Berührungsängste zwischen den Disziplinen abzubauen und erste gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen, wurde erreicht.“ Lob erreichte die Veranstalter auch von den eingeladenen Praktikern, die sich ausdrücklich für die aufschlussreichen Diskussionen und die gewonnenen, neuen Perspektiven bedankten.
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Mit über 7.000 Studierenden ist die staatliche Hochschule Heilbronn die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. 1961 als Ingenieurschule gegründet, liegt heute der Kompetenz-Schwerpunkt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. Angeboten werden an den drei Standorten Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall und in sieben Fakultäten insgesamt 45 Bachelor- und Masterstudiengänge. Die enge Kooperation mit Unternehmen aus der Region und die entsprechende Vernetzung von Lehre, Forschung und Praxis werden in Heilbronn großgeschrieben.
Weitere Informationen: Prof. Dr. Raphaela Henze, Betriebswirtschaft und Kultur-, Freizeit-, Sportmanagement, Hochschule Heilbronn, Campus Künzelsau - Reinhold-Würth-Hochschule, Daimlerstr. 35, 74653 Künzelsau, Telefon: 0 79 40-1306-250, E-Mail: raphaela.henze@hs-heilbronn.de, Internet: http://www.hs-heilbronn.de/bk
Pressekontakt Hochschule Heilbronn: Heike Wesener (Kommunikation und Marketing),
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Podiumsdiskussion_Kunst und Managment, Von links: Ewald Karl Schrade, C. Sylvia Weber, Andreas Mölic ...
Quelle: Hochschule Heilbronn
Poetry Slam: Gewinnerin Clara Nielsen
Quelle: Hochschule Heilbronn
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Kunst / Design, Musik / Theater, Wirtschaft
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

Podiumsdiskussion_Kunst und Managment, Von links: Ewald Karl Schrade, C. Sylvia Weber, Andreas Mölic ...
Quelle: Hochschule Heilbronn
Poetry Slam: Gewinnerin Clara Nielsen
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