Studie des Fraunhofer IAO und GCB zeigt, wie technologische Trends und demografische Veränderungen die Arbeitswelt der Veranstaltungsbranche neu gestalten
Die neue Studie des Innovationsverbundes »Future Meeting Space« unter Leitung des Fraunhofer IAO und GCB zeigt: Automatisierung und Künstliche Intelligenz entlasten die Eventbranche, verändern jedoch grundlegend Rollenprofile und Kompetenzanforderungen. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, sich an diese dynamischen Entwicklungen anzupassen.
Die aktuelle Studie »Demografischer Wandel trifft KI und Automatisierung« des Innovationsverbundes »Future Meeting Space«, initiiert vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und dem GCB German Convention Bureau e. V., untersucht, wie Automatisierung und Künstliche Intelligenz dazu beitragen können, Personalengpässe abzufedern. Dennoch bleibt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in vielen Bereichen unverändert hoch.
Automatisierung verändert Kompetenzprofile und schafft neue Jobfamilien
Insbesondere Tätigkeiten mit hohem Routineanteil im Service, der Veranstaltungslogistik oder an Empfang und Registrierung können durch Self-Service-Systeme, Robotik und automatisierte Abläufe effizient unterstützt werden. Gleichzeitig rücken menschliche Stärken wie Empathie, Kommunikation und Kreativität stärker in den Vordergrund, vor allem in wissens- und konzeptionsintensiven Tätigkeitsfeldern, die kaum automatisierbar sind.
Weiterbildung als Schlüsselfaktor
»Die Ergebnisse unserer Forschung zeigen, wie Organisationen durch Job Redesign, smarte Automatisierung und nachhaltige Prozessgestaltung den Fachkräftemangel strategisch adressieren können«, so Dr. Stefan Rief, Leiter des Forschungsbereichs »Organisationsentwicklung und Arbeitsgestaltung« am Fraunhofer IAO. Job Redesign, gezielte Weiterbildung und flexible Arbeitsmodelle sind entscheidend, um den Wandel erfolgreich zu gestalten und die Attraktivität der Branche zu sichern. Neue, hybride Rollen entstehen an der Schnittstelle von menschlicher Arbeit und technologischer Unterstützung.
Start eines neuen Forschungszentrums
Die Forschungsergebnisse der aktuellen Studie basieren auf einem mehrstufigen Prozess mit Expertenworkshops, einer Online-Befragung sowie der Analyse von 40 Use Cases und acht Zukunftsperspektiven. Mit Veröffentlichung der Studie startet das neue Research Centre for Future Meeting Studies (rcfms), das die evidenzbasierte Weiterentwicklung von Business Events künftig noch internationaler und praxisnaher begleitet.
Über den Innovationsverbund »Future Meeting Space«
Der Innovationsverbund »Future Meeting Space« wurde 2015 durch das GCB German Convention Bureau e. V. und das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO gegründet und entwickelt seitdem praxisnahe Lösungen für nachhaltige, inklusive und nutzerzentrierte Gestaltung von Business Events in Deutschland und darüber hinaus.
Tilman Naujoks
Forschungsbereich Organisationsentwicklung und Arbeitsgestaltung
Fraunhofer IAO
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart
Telefon: +49 711 970-2086
E-Mail: tilman.naujoks@iao.fraunhofer.de
https://doi.org/10.24406/publica-7315
https://Innovationsverbund Future Meeting Space: https://www.gcb.de/de/wissen-und-innovation/future-meeting-space/
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, jedermann
Gesellschaft, Informationstechnik, Wirtschaft
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse
Deutsch

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