Das Forschungszentrum Ukraine der Max Weber Stiftung entwickelt neue Perspektiven auf die Geschichte der Ukraine und der Gesamtregion. Dafür wird es nun von Mai 2026 bis April 2030 zusätzlich mit zwei Millionen Euro gefördert.
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert ein Projekt des Forschungszentrums Ukraine der Max Weber Stiftung mit zwei Millionen Euro. Die Förderung läuft vom 1. Mai 2026 bis zum 30. April 2030. Unter dem Titel „Rethinking Europe: Ukrainian History as Entangled History“ entwickelt das Forschungsprojekt neue Perspektiven auf die Geschichte der Ukraine und der Gesamtregion als polyzentrische Verflechtungsgeschichte und stärkt zugleich den Aufbau einer dauerhaften geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsinfrastruktur in der Ukraine.
Die Max Weber Stiftung hat zum 1. April 2025 eine Forschungsstelle in der Ukraine eingerichtet. Ziel ist es, in Kooperation mit ukrainischen und internationalen Partnern eine langfristig tragfähige wissenschaftliche Infrastruktur aufzubauen. Das nun bewilligte Projekt ist Teil dieser Aufbauphase. Es verbindet mehrere Forschungsdimensionen und nimmt die ukrainische Geschichte in ihren historischen Verflechtungen mit West- und Mitteleuropa sowie der Schwarzmeerregion in den Blick. Damit setzt das Forschungszentrum Ukraine einen eigenständigen Akzent in der ukrainischen, deutschen und europäischen Wissenschaftslandschaft.
Historikerin Iryna Klymenko leitet das Forschungszentrum und ordnet das geförderte Projekt ein: „Europa konfiguriert sich derzeit neu – auch wissenschaftlich und wissenschaftspolitisch. Wie diese Rekonfiguration künftig aussehen wird, hängt wesentlich davon ab, ob Infrastrukturen aufgebaut werden, die es ermöglichen, imperiale Geschichtsbilder zu überwinden sowie neue Perspektiven auf die Gesamtregion zu entwickeln und dauerhaft zu etablieren. Die Förderung durch das BMFTR bildet einen wesentlichen Baustein für die nachhaltige Gestaltung dieses Transformationsprozesses.“
Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert Forschung auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Gastländern. Dafür unterhält sie weltweit Institute sowie Forschungsgruppen und Büros. Die MWS wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt finanziert. www.maxweberstiftung.de
Iryna Klymenko iryna.klymenko@mws-ukraine.org
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Politik
überregional
Forschungsprojekte
Deutsch

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