(Leipzig/Berlin) Was bedeutet Dissidenz? Welche Formen von Protest und Widerstand entwickelten Menschen im östlichen Europa während der Staatssozialismen der 1960er bis 1980er Jahre? Und welche Bedeutung haben diese Erfahrungen für unsere Gegenwart? Diesen Fragen widmet sich die gemeinsame Ausstellung „Was ist eigentlich Dissidenz?“ des Leibniz-Zentrums für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) und des Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO).
Die Ausstellung bietet Einblicke in Protestbewegungen, oppositionelle Netzwerke und individuelle Formen des Widerstands, wobei der Fokus auf Ländern des östlichen Europa liegt. Insgesamt neun Roll-Ups widmen sich historischen Ereignissen, Akteur*innen und Themen, die die Geschichte der Dissidenz geprägt haben. Über die Projekt-Website https://dissidenz.leibniz-gwzo.de/ lädt die Ausstellung dazu ein, eigene Eindrücke einzubringen und historische Erfahrungen zu diskutieren. Beiträge werden auf einer digitalen Wand veröffentlicht und erweitern die Ausstellung um gegenwärtige Perspektiven auf Dissidenz, Freiheit und gesellschaftlichen Widerspruch.
„Dissidenz ist kein abgeschlossener historischer Begriff. Die Ausstellung möchte zeigen, wie vielfältig Formen von Kritik, Protest und Widerstand im östlichen Europa waren – und zugleich dazu anregen, über heutige gesellschaftliche Debatten nachzudenken“, so die Kurator*innen der Ausstellung.
Konzipiert und redaktionell betreut wurde die Ausstellung von Georgia Lummert (ZfL), Alexander Mionskowski (GWZO), Dirk Naguschewski (ZfL), Olga Rosenblum (ZfL) und Matthias Schwartz (ZfL) unter Mitwirkung von Susanne Jaeger (GWZO) und Stephan Krause (GWZO). Für das Grafikdesign zeichnet sich GRUETZNER TRIEBE Berlin/Leipzig verantwortlich, die Online-Gestaltung übernahm Jonathan Sandkühler (GWZO).
Aktuell wird die Poster-Ausstellung in Berlin in den Fenstern der Bibliothek des ZfL gezeigt (noch bis zum 5. Juli 2026). In Leipzig ist sie noch bis Ende Juni 2026 in der Bibliothek des GWZO in Leipzig zu sehen. Weitere Termine finden sich online unter https://dissidenz.leibniz-gwzo.de/.
Die Posterausstellung kann kostenfrei ausgeliehen werden. Sie umfasst neun flexibel einsetzbare Roll-Ups und eignet sich für Bibliotheken, Bildungseinrichtungen, Kulturorte und öffentliche Einrichtungen. Das GWZO übernimmt ggf. Versand- und Portokosten. Eine Präsentation ist ab einer Laufzeit von drei Wochen möglich.
Das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) zählt international zu den führenden Forschungs- und Vermittlungseinrichtungen für die Geschichte und Kultur des östlichen Europa. Sein breiter, disziplinenübergreifender Dialog sowie seine historische Spannweite sind einzigartig: Von der Antike bis zur Zeitgeschichte untersucht das GWZO historische und gegenwärtige Entwicklungen einer Region, die Europa bis heute maßgeblich prägt. Im Fokus stehen unter anderem Globalisierungsdynamiken, Migration, konkurrierende Geschichtsbilder sowie Fragen von Umwelt und Gewalt.
Alexander Weidle
Mitarbeiter für Wissenschaftskommunikation
oeffentlichkeit@leibniz-gwzo.de
Derzeit wird die Ausstellung in der Bibliothek des GWZO gezeigt.
Quelle: GWZO
Copyright: GWZO
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Politik
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
Deutsch

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