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10.09.2026 11:47

Neues Simulationstool erleichtert die Planung elektrischer Busflotten

Stefanie Terp Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
Technische Universität Berlin

    Mit dem Open-Source-Tool „WeBus“ können Verkehrsbetriebe die Umstellung auf elektrisch betriebene Busflotten besser planen. Gemeinsames Kooperationsprojekt von BVG, TU Berlin und Reiner Lemoine Institut erfolgreich abgeschlossen

    Die Umstellung auf elektrisch betriebene Busflotten stellt Verkehrsunternehmen vor komplexe Planungsaufgaben. Busse, Batterien, Ladestationen und Betriebshöfe müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein – gleichzeitig sollen die Mehrkosten minimiert werden. Mit der Plattform „WeBus“ steht dafür jetzt ein webbasiertes Simulationstool zur Verfügung, durch das unkompliziert Flottenanalysen und Ladeinfrastrukturplanungen durchgeführt werden können. Interessant ist die Plattform insbesondere für kleine und mittlere Verkehrsunternehmen, um den Umstieg auf elektrische Busflotten effizienter, transparenter und wirtschaftlicher zu planen.

    Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben „WeBus“ gemeinsam mit dem Fachgebiet Methoden der Produktentwicklung und Mechatronik im Institut für Maschinenkonstruktion und Systemtechnik in der Fakultät V Verkehrs- und Maschinensysteme der Technischen Universität Berlin und dem Reiner Lemoine Institut (RLI) im Forschungsprojekt „E-Bus 2030+“ entwickelt. Gefördert wurde es im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität mit 1.259.660 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr.

    Simulation realitätsnaher Elektrifizierungsszenarien
    Das frei verfügbare Open-Source-Tool unterstützt Verkehrsunternehmen, Kommunen und weitere Interessierte dabei, verschiedene Elektrifizierungsszenarien realitätsnah zu simulieren und fundierte Planungsentscheidungen zu treffen. Nutzer*innen können unter anderem unterschiedliche Batteriekapazitäten, Ladekonzepte sowie den Ausbau der Ladeinfrastruktur auf Betriebshöfen und an Endhaltestellen vergleichen.

    „WeBus“ zeigt transparent, wie sich diese Entscheidungen auf Fahrzeugbedarf, Energieverbrauch und Kosten auswirken. Ein besonderer Vorteil: Das Tool betrachtet Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und Betrieb nicht getrennt, sondern als integriertes Gesamtsystem. Dadurch werden Wechselwirkungen frühzeitig sichtbar. Bei der BVG konnte beispielsweise gezeigt werden, dass eine Vollelektrifizierung mit aktueller Technologie machbar ist und sich somit jährlich rund 108.000 Tonnen CO2 gegenüber dem Dieselbetrieb einsparen ließen. Mit „WeBus“ werden die Ergebnisse des Forschungsprojekts E-Bus 2030+ dauerhaft für die Branche nutzbar.

    Weiterführende Informationen
    WeBus - Die Plattform für Flottenanalyse und Ladeinfrastrukturplanung: https://webus.rl-institut.de/

    Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:
    Prof. Dr. Dietmar Göhlich
    Technische Universität Berlin
    Fakultät V Verkehrs- und Maschinensysteme
    Institut für Maschinenkonstruktion und Systemtechnik
    Leiter des Fachgebiets Methoden der Produktentwicklung und Mechatronik (MPM)
    Tel.: +49 (0) 30 314-23341
    E-Mail: Dietmar.Goehlich@tu-berlin.de

    und
    Ludger Heide
    Technische Universität Berlin
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet
    Methoden der Produktentwicklung und Mechatronik (MPM)
    Tel.: +49 (0) 30 314-73858
    E-Mail: ludger.heide@tu-berlin.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Verkehr / Transport
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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