Die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen hat die Briefe des Bremer Ethnologen Adolf Bastian, Gründungsdirektor des Museums für Völkerkunde Berlin, erschlossen. Bastian gilt als gilt als der Begründer der Ethnologie als Wissenschaftsfach.
Adolf Bastian wurde 1826 in Bremen geboren, war Schiffsarzt und Forscher, widmete sich der Völkerkunde und unternahm zu diesem Zweck mehrere Weltreisen. Seine Reisen führten ihn nach Australien, in die Südsee, nach Süd- und Nordamerika, Südasien sowie an afrikanische Küsten. Bastian publizierte intensiv über seine Reisen und verstarb 1905 während seiner neunten Weltreise in Port of Spain auf Trinidad. Er war Gründungsdirektor des Museums für Völkerkunde Berlin und gilt als der Begründer der Ethnologie als Wissenschaftsfach. 1869 wurde er an der Berliner Universität zunächst Dozent später Professor für Ethnologie.
In der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen werden über 150 Briefe zwischen ihm und seinem Verleger Hermann Costenoble aufbewahrt. Die Briefe geben Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit, Verlags- und Publikationspraxis sowie Reiseplanung des 19. Jahrhunderts. Jetzt haben Studierende der Geschichtswissenschaft sie im Rahmen eines Seminars inhaltlich erschlossen und der Forschung zugänglich gemacht. Dabei haben sie ihre Fähigkeiten im Lesen alter Kurrentschriften verbessert und Einblicke in die Kultur- und Wissenschaftsgeschichte der frühen Ethnologie erhalten.
Unterstützt wurden die Studierenden von Dr. Thomas Theye, der sich in seiner Dissertation mit den Zusammenhängen von Ethnologie und Fotografie im 19. Jahrhundert beschäftigt hat und das Seminar durch einen Vortrag bereicherte. „Die generationenübergreifende Zusammenarbeit mit einem Experten bei der Erschließung hat allen Beteiligten neue Impulse gebracht“, erklärt Dr. Maria Hermes-Wladarsch, Leiterin der historischen Sammlungen der SuUB und Dozentin des (am Lehrstuhl von Prof. Dr. Cornelius Torp angesiedelten) Seminars. Die Briefe sind nun in der Nachlassdatenbank Kalliope (https://kalliope-verbund.info/gnd/findingaid?fa.id=DE-611-BF-87824&fa.enum=1...) nachgewiesen und stehen für die Recherche und Beforschung im Handschriftenlesesaal der SuUB Bremen zur Verfügung.
Dr. Maria Hermes-Wladarsch
Leiterin der hist. Sammlungen der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen
Tel. 0421/218-59571
E-Mail: hermes@suub.uni-bremen.de
Beispiele aus dem Nachlass Adolf Bastian: zwei seiner handschriftlichen Briefe und ein zeitgenössisc ...
Quelle: SuUB
Copyright: SuUB
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Geschichte / Archäologie, Kulturwissenschaften
überregional
Forschungsprojekte, Studium und Lehre
Deutsch

Beispiele aus dem Nachlass Adolf Bastian: zwei seiner handschriftlichen Briefe und ein zeitgenössisc ...
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