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08.10.2009 11:30

Neue Wege der Stammzellforschung

Gisela Lerch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

    Soeben erschienen:
    Neue Wege der Stammzellforschung:
    Reprogrammierung von differenzierten Körperzellen
    Hrsg. von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften

    Die Stammzellforschung hat in jüngster Zeit durch den Nachweis, dass aus differenzierten Körperzellen durch Reprogrammierung pluripotente Stammzellen entstehen können, einen enormen Durchbruch erzielt. Dieser Durchbruch, der wissenschaftlich und therapeutisch von großem Interesse ist, hat zugleich auch deutlich differenzierend und entlastend auf die ethische Debatte um humane embryonale Stammzellen (ES Zellen) gewirkt. Die inzwischen weltweit und in Deutschland durchgeführten Arbeiten zur Reprogrammierung wären ohne Erkenntnisse der Stammzellforschung nicht möglich gewesen. Sie machen einmal mehr deutlich, dass Forschungs-freiheit ein unschätzbarer Wert ist und zu außergewöhnlichen und unerwarteten wertvollen Befunden führen kann. Die so genannten induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) eröffnen weitreichende Möglichkeiten für die medizinische Forschung, Diagnostik und regenerative Therapie: Erstmals ergeben sich realistische Chancen zur Gewinnung patienteneigener Stammzellen für Zelltherapien. Trotz der enormen medizinischen Möglichkeiten ist derzeit allerdings vor voreiligen Hoffnungen zu warnen. Bevor Therapien auf der Basis von iPS-Zellen Realität in der medizinischen Praxis werden können, müssen zunächst eingehende präklinische und klinische Test erfolgen. Dagegen ist bereits heute der Einsatz von iPS-Zellen auf dem Gebiet der Erforschung von Krankheitsursachen, der Wirkstoffforschung, der Pharmakologie und der Toxikologie möglich.

    Die gemeinsame Arbeit von Wissenschaftlern der interdisziplinären Arbeitsgruppe "Gentechnologie-bericht" der BBAW und von Kollegen der Leopoldina ist ein eindrucksvolles Beispiel für die gemeinsame Politikberatung im Rahmen des Koordinierungsgremiums der Nationalen Akademie der Wissenschaften.

    Neue Wege der Stammzellforschung: Reprogrammierung von differenzierten Körperzellen
    Hrsg. von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Nationale Akademie der Wissenschaften; Autoren der Empfehlung: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Henning M. Beier; Prof. Dr. Boris Fehse; Prof. Dr. rer. nat. Bärbel Friedrich; Prof. Dr. Magdalena Götz; Prof. Dr. Ingo Hansmann; Prof. Dr. Ferdinand Hucho; Univ.-Prof. Dr. Dr. Kristian Köchy; Prof. Dr. Bernd Müller-Röber; Prof. Dr. Hans-Jörg Rheinberger; Prof. Dr. Jens Reich; Prof. Dr. Hans-Hilger Ropers; Prof. Dr. rer. nat. Hans R. Schöler; Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert; Prof. Dr. Karl Sperling; Prof. Dr. Klaus Tanner; Prof. Dr. Jochen Taupitz; Prof. Dr. Anna M. Wobus; Berlin 2009, ISBN: 3-939818-15-1

    Die Publikation ist elektronisch abrufbar unter: http://www.bbaw.de/bbaw/Aktuell/

    Pressekontakt:
    Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
    Leitung Referat Information und Kommunikation
    Gisela Lerch
    Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin
    Tel. 030/20370-657, Fax: 030/20370-366
    E-mail: lerch@bbaw.de


    Weitere Informationen:

    http://www.bbaw.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

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