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20.07.2011 13:57

Universität Göttingen wirbt zwei weitere Niedersachsenprofessuren ein

Dr. Bernd Ebeling Presse, Kommunikation und Marketing
Georg-August-Universität Göttingen

    Die Universität Göttingen ist erneut mit Anträgen im Förderprogramm „Die Niedersachsenprofessur – Forschung 65 plus“ erfolgreich gewesen. Ausgezeichnet wurden die Chemiker Prof. George M. Sheldrick, Ph.D., und Prof. Dr. Lutz F. Tietze. Sie können nun als sogenannte Seniorprofessoren in den kommenden drei Jahren weiter an der Universität Göttingen forschen. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur stellt dafür Fördermittel in Höhe von insgesamt 465.000 Euro zur Verfügung.

    Pressemitteilung Nr. 155/2011

    Universität Göttingen wirbt zwei weitere Niedersachsenprofessuren ein
    Erfolgreiche Anträge der Chemiker Prof. Dr. George M. Sheldrick und Prof. Dr. Lutz F. Tietze

    (pug) Die Universität Göttingen ist erneut mit Anträgen im Förderprogramm „Die Niedersachsenprofessur – Forschung 65 plus“ erfolgreich gewesen. Ausgezeichnet wurden die Chemiker Prof. George M. Sheldrick, Ph.D., und Prof. Dr. Lutz F. Tietze. Sie können nun als sogenannte Seniorprofessoren in den kommenden drei Jahren weiter an der Universität Göttingen forschen. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur stellt dafür Fördermittel in Höhe von insgesamt 465.000 Euro zur Verfügung.

    Prof. Sheldrick gilt als international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Röntgenkristallographie. Seine stetig fortentwickelte Software SHELX zur computergestützten Strukturanalyse von Kristallen durch Analyse von Röntgenbeugungsdaten ist weltweit Standard. Im Rahmen der Niedersachsenprofessur wird er am Institut für Anorganische Chemie neue Methoden zur Bestimmung von Kristallstrukturen erforschen und sein Programmpaket SHELX weiterentwickeln. Dabei setzt er seine Zusammenarbeit mit Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus Göttingen, Spanien und Großbritannien fort. Prof. Sheldrick Jahrgang 1942, hatte von 1978 bis Ende März dieses Jahres eine Professur für Strukturchemie an der Universität Göttingen inne. Er ist Teilprojektleiter im Internationalen Graduiertenkolleg „Metal Sites in Biomolecules: Structures, Regulation and Mechanisms“. Für seine herausragenden Leistungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

    Prof. Tietze wird am Institut für Organische und Biomolekulare Chemie zum einen seine Forschung über neue Wirkstoffe zur gezielten Krebsbehandlung unter Verwendung von Antikörpern fortsetzen. Sie werden experimentell in einer selektiven Tumortherapie eingesetzt, bei der neuartige hochtoxische Wirkstoffe gezielt im Tumorgewebe aktiviert werden und somit gesundes Gewebe geschont wird. Zum anderen wird er sein neues Synthesekonzept der „Dominoreaktionen“ zur Herstellung von Naturstoffen und anderen bioaktiven Molekülen weiterführen. Es bietet große ökologische und ökonomische Vorteile gegenüber den herkömmlichen Methoden und ermöglicht, komplexe Moleküle aus einfachen Substraten darzustellen. Darüber hinaus will er in seiner Arbeitsgruppe organische Materialien zum Aufbau von Nanoschaltern für die Datensicherung der Zukunft entwickeln. Prof. Tietze, Jahrgang 1942, gilt in seinem Arbeitsgebiet als international führend. Er hatte von 1978 bis Ende März 2010 eine Professur für Organische Chemie an der Universität Göttingen inne. Unter anderem war er Sprecher eines Sonderforschungsbereichs und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen.

    Mit der 2008 erstmals ausgeschriebenen Niedersachsenprofessur haben Wissenschaftler an den Hochschulen des Landes die Möglichkeit, über die gesetzliche Altersgrenze hinaus zu forschen und zu lehren. Damit will das Land verhindern, dass deutsche Wissenschaftler „abgeworben“ und aus dem Ruhestand noch auf Professuren im Ausland berufen werden. Finanziert wird diese nebenberufliche Professur als Teil der Förderlinie „Holen&Halten“ aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab. Die jeweilige Hochschule kann währenddessen die Professur regulär für jüngere Wissenschaftler neu ausschreiben.

    Kontaktadressen:
    Prof. George M. Sheldrick, Ph.D.
    Georg-August-Universität Göttingen
    Fakultät für Chemie – Institut für Anorganische Chemie
    Tammannstraße 4, 37077 Göttingen
    Telefon (0551) 39-3022, Fax (0551) 39-22582
    E-Mail: gsheldr@shelx.uni-ac.gwdg.de
    Internet: http://www.shelx.uni-ac.gwdg.de

    Prof. Dr. Lutz F. Tietze
    Georg-August-Universität Göttingen
    Fakultät für Chemie – Institut für Organische und Biomolekulare Chemie
    Tammannstraße 2, 37077 Göttingen
    Telefon (0551) 39-3271 / -3272, Fax (0551) 39-9660
    E-Mail: ltietze@gwdg.de
    Internet: http://www.uni-goettingen.de/de/18917.html


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    Prof. George M. Sheldrick, Ph.D.
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    Prof. Dr. Lutz F. Tietze
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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Chemie
    überregional
    Personalia, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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