idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
15.09.2020 14:14

ELLIS: Offizieller Start der 30 Forschungseinheiten an führenden Institutionen in ganz Europa

Lennart Schmid Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Cyber Valley

    Bei einer virtuellen Veranstaltung am Dienstag präsentierte das European Laboratory for Learning and Intelligent Systems das breite Spektrum der Forschung, das seine Einheiten im Bereich der modernen KI abdecken werden.

    Tübingen, 15. September 2020 – Das European Laboratory for Learning and Intelligent Systems (ELLIS) hat heute in einer Videokonferenz 30 Forschungseinheiten eingeweiht. Das ELLIS-Netzwerk, das sich über 14 europäische Länder erstreckt, umfasst mehrere Institutionen von weltweiter Bedeutung (siehe vollständige Liste der Einheiten unten). Die ELLIS-Einheiten werden entscheidend dazu beitragen, Europas Souveränität und Führungsrolle auf dem Forschungsgebiet der modernen KI zu sichern.

    „Heute feiern wir die Dynamik, die die ELLIS-Initiative seit ihrer Gründung vor nur zwei Jahren gewonnen hat“, sagte Bernhard Schölkopf, Mitbegründer von ELLIS und Direktor des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Tübingen, das auch eine ELLIS-Unit beheimaten wird. „Seit der Ankündigung der ersten 17 Einheiten Ende 2019 wurden dem Netzwerk 13 weitere hinzugefügt. Mit ihren kombinierten Stärken werden die Units dazu beitragen, dass Europa mit den KI-Hotspots der Welt konkurrieren kann, insbesondere den USA und China. Gemeinsam schaffen die Units neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit Forschenden in ganz Europa und bilden eine starke Grundlage für die Entwicklung einer KI, die mit den Werten einer offenen europäischen Gesellschaft im Einklang steht.

    ELLIS ist eine gesamteuropäische Initiative, die 2018 ins Leben gerufen wurde. Ihr zentrales Ziel ist es, die europäische Forschungsexzellenz im Bereich des maschinellen Lernens und verwandter Gebiete zu fördern, indem Forschenden hervorragende Möglichkeiten geboten werden, ihre Forschung in Europa durchzuführen und die nächste Generation junger europäischer Forschender in diesem strategisch wichtigen Bereich auszubilden. Sie konzentriert sich insbesondere auf die Bewältigung grundlegender Herausforderungen der Forschung im Bereich der KI, die sich positiv auf Wirtschaft und Gesellschaft auswirken. Gegenwärtig umfassen die Forschungsthemen innerhalb des ELLIS-Netzwerks grundlegendes maschinelles Lernen, Computer Vision, Natural Language Processing, Robotik, menschenzentrierte und vertrauenswürdige KI sowie Anwendungsbereiche wie Umweltmodellierung, Design autonomer Systeme, Biologie und Gesundheit.

    Die ELLIS-Einheiten wurden auf der Grundlage wissenschaftlicher Exzellenz von einem Ausschuss führender Wissenschaftler/innen aus verschiedenen Ländern ausgewählt. Insgesamt haben sie Mittel in Höhe von rund 300 Millionen Euro für einen Anfangszeitraum von fünf Jahren zugesagt. Zwanzig Prozent dieser Summe sind für Aktivitäten des ELLIS-Netzwerks bestimmt, wie z. B. den Austausch von Studierenden und Lehrenden und die Organisation von gemeinsamen ELLIS-Forschungsprogrammen und Workshops.

    ELLIS Units
    1. Alicante (Nuria Oliver, Foundation ELLIS Unit Alicante)
    2. Amsterdam (Max Welling, Universität Amsterdam)
    3. Berlin (Klaus-Robert Müller, TU Berlin)
    4. Cambridge (Carl Rasmussen, Jose Miguel Hernandez Lobato, University of Cambridge)
    5. Copenhagen (Ole Winther, University of Copenhagen)
    6. Darmstadt (Stefan Roth, TU Darmstadt)
    7. Delft (Robert Babuska, Delft University of Technology)
    8. Edinburgh (Chris Williams, University of Edinburgh)
    9. Freiburg (Wolfram Burgard, Universität Freiburg)
    10. Genoa (Massimiliano Pontil, Lorenzo Rosasco, Italian Institute of Technology and University of Genoa)
    11. Heidelberg (Oliver Stegle, German Cancer Research Center, EMBL, University of Heidelberg)
    12. Helsinki (Samuel Kaski, Finnish Center for Artificial Intelligence FCAI, Aalto University)
    13. Lausanne (Pascal Frossard, EPFL)
    14. Leuven (Matthew Blaschko, KU Leuven)
    15. Linz (Sepp Hochreiter, JKU Linz)
    16. Lissabon (Mario Figueiredo, Instituto Superior Tecnico)
    17. London (Arthur Gretton, University College London)
    18. München (Daniel Cremers, Fabian Theis, Massimo Fornasier, TU München, Helmholtz Zentrum München)
    19. Oxford (Yee Whye Teh, Stephen Roberts, Michael Wooldridge, University of Oxford)
    20. Paris (Gabriel Peyre, PaRis AI Research Institute, DataIA Institute, Sorbonne Center for Artificial Intelligence)
    21. Prag (Josef Sivic, Czech Technical University, Czech Institute of Informatics, Robotics and Cybernetics)
    22. Radboud (Marcel van Gerven, Radboud University Nijmegen)
    23. Saarbrücken (Bernt Schiele, Max Planck Institute for Informatics, Saarland University)
    24. Technion (Shie Mannor, Technion – Israel Institute of Technology)
    25. Tel Aviv (Amir Globerson, Tel Aviv University)
    26. Turin (Barbara Caputo, Politecnico di Torino)
    27. Tübingen (Matthias Bethge, Bernhard Schölkopf, Universität Tübingen, Max-Planck- Institut für Intelligente Systeme)
    28. Unimore (Rita Cucchiara, University of Modena)
    29. Wien (Christoph Lampert, IST Austria)
    30. Zürich (Andreas Krause, ETH)

    Über ELLIS:

    Das European Laboratory for Learning and Intelligent Systems (ELLIS) wurde im Dezember 2018 auf der Conference on Neural Information Processing Systems (NeurIPS) gegründet.

    ELLIS ist eine paneuropäische wissenschaftliche Organisation, die sich auf die Forschung und die Weiterentwicklung der modernen KI konzentriert. Diese stützt sich stark auf Methoden des maschinellen Lernens, die es Computern ermöglichen, aus Daten und Erfahrungen zu lernen.

    Im März 2019 richtete ELLIS 11 Forschungsprogramme ein, die eine breite Palette von Bereichen innerhalb der modernen KI abdecken und an denen über 100 europäische Forscher beteiligt sind.

    Weitere Informationen zu ELLIS finden Sie unter: https://ellis.eu/

    #SupportingEllis
    Twitter: @ELLISforEurope

    Pressekontakt:

    Lennart Schmid
    Communications Manager
    c/o Tübingen AI Research Building
    Maria-von-Linden-Str. 6, 72076 Tübingen
    Germany
    Mobil: +49 160 91289359
    E-Mail: lennart.schmid@cyber-valley.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Informationstechnik, Mathematik, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).