In der unmittelbaren Nachkriegszeit war der Name von Gertrud Kolmar (1894–1943), die 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde, kaum jemandem vertraut. Ihre bedeutendsten und poetisch anspruchsvollsten Werke, darunter der Gedichtzyklus Welten (1937) und die Novelle Susanna (1940), schrieb die deutsch-jüdische Dichterin unter zunehmend bedrängenden Umständen im nationalsozialistischen Berlin. Der Zwangsumzug mit ihrem Vater in ein sogenanntes »Judenhaus« in der heutigen Münchener Straße, die Trennung von der bereits geflüchteten Schwester und die tägliche Zwangsarbeit bilden den alltäglichen Hintergrund ihres fantasievollen literarischen Schaffens, das erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts seinen überfälligen Platz im Kanon der deutschsprachigen Literatur erhielt.
Literarische Heimat Charlottenburg-Wilmersdorf
Zahlreiche Autoren und Autorinnen, die das kulturelle Leben ihrer Zeit mitgeprägt haben, haben Jahre ihres Lebens in den Berliner Stadtteilen Wilmersdorf und Charlottenburg verbracht. In Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) und dem Studiengang Schauspiel der Universität der Künste Berlin (UdK) stellt die Stadtbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf einige von ihnen vor.
Information on participating / attending:
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht nötig.
Die Heinrich-Schulz-Bibliothek ist barrierefrei zugänglich.
Date:
07/02/2026 18:00 - 07/02/2026 20:00
Event venue:
Heinrich-Schulz-Bibliothek, Otto-Suhr-Allee 98
10585 Berlin
Berlin
Germany
Target group:
all interested persons
Email address:
Relevance:
regional
Subject areas:
Construction / architecture, Cultural sciences, History / archaeology, Language / literature
Types of events:
Presentation / colloquium / lecture
Entry:
04/07/2026
Sender/author:
Georgia Lummert
Department:
Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin (ZfL)
Event is free:
yes
Language of the text:
German
URL of this event: http://idw-online.de/en/event81325
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