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03/29/2006 12:41

"Flower Power" - FAL und SAC schließen 15 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit zu SIR mit einem ungewöhnlichen Nebenergebnis ab

Margit Fink Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL)

    Die Erforschung physiologischer Grundlagen und agronomischer Anwendungen "Schwefel Induzierter Resistenz (SIR)" sind Schwerpunkte der Arbeit von Wissenschaftler/innen des Institutes für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig. Gemeinsam mit Kolleg/innen des "Scottish Agricultural College (SAC) in Aberdeen begannen sie bereits vor 15 Jahren mit den ersten Feldversuchen zur Untersuchung des Einflusses von Schwefeldüngung auf den Pilzbefall von Raps. Wegen seines außerordentlich niedrigen atmosphärischen Schwefeleintrages bei gleichzeitig hohem Infektionsdruck sind Standorte in Schottland hierfür besonders geeignet.

    Das "Weißblühen" von Raps (Foto 1) wurde bis vor 18 Jahren auf genetische Ursachen und hier auf die Einkreuzung kanadischer Rapssorten zurückgeführt. Wissenschaftler/innen des Institutes für Pflanzenernährung und Bodenkunde der FAL konnten jedoch nachweisen, dass es sich dabei in Wirklichkeit um eine Ernährungsstörung, nämlich Schwefelmangel handelt. Die Beobachtung, dass weißblühende Rapspflanzen gleichzeitig auch viel stärker unter Pilzbefall litten, wurde zum Ausgangspunkt für die Erforschung von SIR.

    In Schottland kann Schwefelmangel so stark ausgeprägt sein, dass ganze Felder mit dem typischen Symptom des Weißblühens zeichnen (Foto 1). Dementsprechend herausragend sind auch die Behandlungsergebnisse: In den schottischen Versuchen konnten allein mit Optimierung von chemischer Form und Applikationszeitpunkt der Schwefeldüngung auch bei nicht resistenten Rapssorten ohne Fungizidbehandlung Erträge erzielt werden, die denen resistenter Sorten, oder nicht resistenter Sorten mit Fungizidbehandlung entsprachen. Zum Abschluss einer 15-jährigen erfolgreichen Zusammenarbeit auf dem Gebiet von SIR präsentierten die beiden Projektleiter, Dr. Kerr Walker (SAC) und Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug (FAL), ein ungewöhnliches Nebenergebnis ihrer Forschungen: Weiße Rapsblüten sind im Vereinigten Königreich auf dem besten Wege als Neuentdeckung der Floristik zum begehrten Beiwerk in dekorativen Blumensträußen zu werden (Foto 2)!

    Veröffentlichungen zu SIR können über http://www.pb.fal.de bezogen werden.

    Kontakte:
    Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug und Dir. & Prof. Dr. Silvia Haneklaus, Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig, E-Mail: pb@fal.de


    More information:

    http://www.pb.fal.de - Veröffentlichungen zu SIR


    Images

    Foto 1: von links:  Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug (FAL) und Dr. Kerr Walker (SAC) begutachten weißblühenden Raps bei Ballencrieff Castle in North Berwick, Schottland. Im Hintergrund ein "normal" gelb blühendes Rapsfeld.
    Foto 1: von links: Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug (FAL) und Dr. Kerr Walker (SAC) begutachten weißblühe ...
    Foto: FAL
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    Foto 2: Ein Bouquet der besonderen Art: Weißblühender Raps harmoniert hervorragend mit weißen und gelben Narzissen und gilt im Vereinigten Königreich als Neuentdeckung in der dekorativen Floristik.
    Foto 2: Ein Bouquet der besonderen Art: Weißblühender Raps harmoniert hervorragend mit weißen und ge ...
    Foto: FAL
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    Criteria of this press release:
    Biology, Environment / ecology, Information technology, Oceanology / climate, Zoology / agricultural and forest sciences
    transregional, national
    Research projects, Research results
    German


     

    Foto 1: von links: Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug (FAL) und Dr. Kerr Walker (SAC) begutachten weißblühenden Raps bei Ballencrieff Castle in North Berwick, Schottland. Im Hintergrund ein "normal" gelb blühendes Rapsfeld.


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    Foto 2: Ein Bouquet der besonderen Art: Weißblühender Raps harmoniert hervorragend mit weißen und gelben Narzissen und gilt im Vereinigten Königreich als Neuentdeckung in der dekorativen Floristik.


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