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05/23/2006 11:49

Neue Wettiner-Forschungen

Jens Panse Pressestelle
Universität Erfurt

    Workshop des Forschungszentrums Gotha auf Schloss Friedenstein vom 16. bis 17. Juni

    Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Dieter Stievermann (Historisches Seminar der Universität Erfurt) und in Kooperation mit Prof. Dr. Manfred Rudersdorf (Historisches Seminar der Universität Leipzig) sowie Prof. Dr. Georg Schmidt (Historisches Seminar der Friedrich-Schiller-Universität Jena) veranstaltet das Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt (FGE) vom 16./17.Juni 2006 einen Workshop über neuere Forschungen zu den Wettinern. Die Veranstaltung soll ein Forum für Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler bieten. Veranstaltungsort ist die vormalige wettinisch-ernestinischen Residenz Schloss Friedenstein, Gotha.

    Das Herrscherhaus der Wettiner hat über Jahrhunderte die Geschichte Mitteldeutschlands geprägt. Insbesondere sind es die heutigen Freistaaten Sachsen und Thüringen sowie das Land Sachsen-Anhalt, in denen die eindrucksvollen Zeugnisse der wettinischen Herrschaft vor allem in Form der alten Residenzen mit ihren reichen und vielfältigen Sammlungen noch immer kulturell prägend wirken. Aber es sind auch die gegenwärtigen geistigen Zentren, deren Existenz auf Entscheidungen dieser Dynastie zurückgehen: insbesondere die alten Universitäten Leipzig, Wittenberg und Jena. Selbst die älteste mitteldeutsche, jetzt wiedererstandene Universität in Erfurt - dem alten Vorort Thüringens, dessen Besitz über Jahrhunderte von den Wettinern angestrebt, aber nie erlangt wurde - ist mit dem Herrschaftsbereich dieses Hauses eng verbunden: durch die Fluktuation von Hochschullehrern und Studenten (insbesondere Martin Luther ist hier zu nennen), aber etwa auch durch eine testamentarische Stipendienstiftung des historisch vielleicht wichtigsten Wettiners, des Kurfürsten Friedrich des Weisen.

    Unter diesen Voraussetzungen ist die Beschäftigung mit der wettinischen Dynastie kein antiquarischer Selbstzweck, sondern zielt ins Zentrum landesgeschichtlicher Bemühungen und sie kann - durch das Gewicht der Dynastie und die Bedeutung des von ihr beherrschten Raumes - dazu auch einen großen allgemein- und kulturgeschichtlichen Stellenwert beanspruchen.
    So schien es legitim und sinnvoll, über neue einschlägige Forschungen zur frühneuzeitlichen Geschichte, die in Leipzig, Jena und Erfurt erfolgen, einen Austausch in Form eines Workshops zu organisieren. Im Mittelpunkt stehen Forschungsprojekte zur Universitäts- und Bildungsgeschichte (Leipzig, Jena) sowie zur protestantischen Konfessionspolitik. Dabei kommt zum einen die große Bedeutung des albertinischen Kursachsen zum Ausdruck, zum anderen aber auch die bemerkenswerte Rolle der ernestinischen Höfe in Gotha und Weimar - nicht zuletzt in ihrer Wechselwirkung mit Dresden.

    Der Workshop will zum einen die nachhaltige Vernetzung der in Leipzig, Jena und Erfurt angesiedelten Forschungen zu den Wettinern anregen. Vor allem Nachwuchswissenschaftler soll die Möglichkeit zum Austausch und zur Diskussion der verschiedenen Ansätze und Fragestellungen gegeben werden.

    Mit der Wahl des Veranstaltungsortes Schloss Friedenstein möchte der Workshop zum andern nachdrücklich auf die hier immer noch zu entdeckenden Bestände hinweisen. Die wissenschaftliche Nutzung und Auswertung der reichen Buch- und Handschriftenbestände an der Forschungsbibliothek Gotha ist eine wichtige Aufgabe der Universität, zu der diese vom Forschungszentrum Gotha (FGE) organisierte Veranstaltung wichtige Impulse geben soll.

    Weitere Informationen/Kontakt:
    Miriam Rieger Telefon: (0361) 73744-20/-21/-25


    More information:

    http://www.uni-erfurt.de/forschungszentrum-gotha


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    Criteria of this press release:
    History / archaeology, Language / literature, Philosophy / ethics, Religion, Social studies
    transregional, national
    Miscellaneous scientific news/publications, Research projects, Scientific conferences
    German


     

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