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06/14/2000 09:40

Prof. Mäusbacher und Prof. Haupt stehen als künftige Prorektoren zur Wahl

Dr. Wolfgang Hirsch Abteilung Hochschulkommunikation/Bereich Presse und Information
Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Jena. (14.06.00) Als künftige Prorektoren der Friedrich-Schiller-Universität Jena kandidieren heute abend (18 Uhr) Prof. Dr. Reinhard Haupt und Prof. Dr. Roland Mäusbacher. Beide sollen ab 1. September das neue Leitungsteam um den im Mai gewählten Rektor Prof. Dr. Karl-Ulrich Meyn und Kanzler Dr. Klaus Kübel komplettieren. Die Amtszeit der Prorektoren beträgt zwei Jahre; sie werden vom Konzil der Universität auf Vorschlag des neuen Rektors gewählt.

    Der gebürtige Siegener Prof. Dr. Reinhard Haupt (57) studierte Französisch an der Université de Lausanne (Schweiz) und Volkswirtschaftslehre in Berlin und Kiel und kam nach Promotion und Habilitation in Köln über eine Professur in Bayreuth 1991 an die Universität Jena. Hier hat er den Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Industriebetriebslehre aufgebaut und kümmerte sich zuletzt intensiv darum, Informations- und Betreuungsnetzwerke für gründungswillige Hightech-Unternehmer zu etablieren.

    Deutlich stärker möchte Haupt betriebswirtschaftliche Instrumente in das Hochschulmanagement der Universität Jena implementieren und in enger Abstimmung mit den Fakultäten Kriterien für die Leistungskennzahlen in den einzelnen Bereichen erarbeiten. Das Stichwort "Ranking" will Haupt ergebnis- und effizienzorientiert verstanden wissen: "Wir sollten lieber danach schauen, wie erfolgreich unsere Absolventen nach dem Studium national oder international sind, als nur die aktuellen Studenten nach ihrem Wohlbefinden zu befragen."

    Zu einer weiter verbesserten Studiensituation in Jena gehören nach dem Wunsche Reinhard Haupts mehr Interdisziplinarität und Internationalität. "Bei der Etablierung neuer, fachgrenzenüberschreitender Studiengänge macht unsere Universität ja in den letzten Monaten sichtlich Fortschritte", resümiert Haupt mit Blick auf Bioinformatik und Wirtschaftsinformatik, "aber es gibt noch eine Fülle neuer Ideen, die es sicher lohnt, weiter zu verfolgen." Um im weltweiten Wettbewerb unter den Hochschulen besser zu bestehen, will Haupt auch mit organisatorischen Erleichterungen den Jenaer Studenten Auslandsaufenthalte nahelegen. Außerdem möchte er mehr englischsprachige Vorlesungen und Seminare mit Hilfe ausländischer Austauschdozenten an der Uni Jena angeboten sehen.

    Der 49-jährige Prof. Dr. Roland Mäusbacher studierte in Heidelberg und kam nach Promotion und Habilitation 1992 auf den Lehrstuhl für Physiogeographie an die Uni Jena. Mäusbacher gilt als Spezialist für geoökologische Prozessforschung und Paläoklimatologie und lehnte im letzten Jahr einen prominenten Ruf an die Uni Bremen ab.

    Sein Hauptaugenmerk als künftiger Prorektor richtet er auf die Nachwuchsförderung, vor allem im wissenschaftlichen Mittelbau. Hier laufe Jena Gefahr, aufgrund der schlechteren BAT-Ost-Dotierung ins Hintertreffen gegenüber konkurrierenden westdeutschen Hochschulen und Arbeitgebern aus der Industrie zu geraten. "Wenn die Leistung stimmt, haben Spitzenteams auch Spitzengehälter verdient", fordert Mäusbacher, "aber wir wollen auch zusätzliche Anreize jenseits der finanziellen Seite schaffen." - Etwa, indem man junge Wissenschaftlerkarrieren durch die Teilnahme oder Ausrichtung von internationalen Tagungen und verbesserte Publikationsmöglichkeiten fördere.

    Weiter pflegen will Mäusbacher auch das Jenaer Forschungsnetzwerk, das sich durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von universitären und außeruniversitären Instituten mit der Industrie auszeichne. "Wenn von Jena mit Blick auf die optische Physik und die Biowissenschaften als Hightech-Boomtown die Rede ist, dann ist das natürlich ein Ergebnis gemeinsamer Anstrengung", so Mäusbacher. "Aber vielleicht schwieriger als ein solches Niveau zu erreichen, ist es, es auch zu erhalten und auszubauen."

    Dazu will er - gemeinsam mit seinen Kollegen Haupt und Meyn in der Jenaer Unileitung auch die Öffentlichkeitsarbeit stärker fördern. Ein Relaunch des Jenaer Internet-Auftritts sei ebenso notwendig wie ein größeres Angebot an publikumswirksamen Veranstaltungen in Stadt und Region, sind sich die beiden Kandidaten einig.

    (Hinweis für die Redaktionen: Die Wahl findet mit hoher Wahrscheinlichkeit heute abend statt; die Wahlergebnisse teile ich Ihnen dann unmittelbar, voraussichtlich gegen 19.30 Uhr mit. Falls das Konzil eine längere Beratungszeit benötigt, ist als (Ersatz-)Wahltermin der 6. Juli vorgesehen.)

    Friedrich-Schiller-Universität
    Referat Öffentlichkeitsarbeit
    Dr. Wolfgang Hirsch
    Fürstengraben 1
    07743 Jena
    Tel.: 03641/931031
    Fax: 03641/931032
    E-Mail: h7wohi@sokrates.verwaltung.uni-jena.de


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    Personnel announcements, Science policy
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