Helfer, die die Mütter des zu den Zaunkönigen gehörenden Prachtstaffelschwanzes bei der Aufzucht der Jungen unterstützen, entlasten diese nicht nur, sondern ermöglichen ihnen ein längeres und produktiveres Leben mit zahlreicherer Nachkommenschaft. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der Australian National University zusammen mit Kollegen der University of New South Wales und der University of Wollongong sowie der Universitäten in Cambridge und Sheffield in Großbritannien.
Laut Dr. Naomi Langmore, Mitglied des Forscherteams von der Australian National University, werden bei vielen Tierarten Eltern in der Aufzucht ihres Nachwuchses von Helfern, von erwachsenen Tieren, die auf Fortpflanzung verzichten, unterstützt. "Bei einigen Vogelarten bringen die Helfer große Mengen an extra Nahrung zu den noch abhängigen Jungen. Der Nachwuchs scheint davon in keiner Weise zu profitieren. Wir waren daran interessiert herauszufinden, wer von diesem Hilfsverhalten einen Vorteil hat", erläutert Dr. Langmore den Ausgangspunkt der Studie.
Die Helfer befreien die Mütter von einem Teil der mit der Aufzucht der Jungen verbundenen Last, indem sie so viel extra Nahrung heranschaffen, dass sich die Mütter erlauben können, kleinere Eier zu legen und so Energie für zukünftiges Brüten zu sparen. Bei dem im Südosten Australiens beheimateten Prachtstaffelschwanz profitieren die Mütter demnach mehr von den Helfern als der eigene Nachwuchs. Die Weibchen, die in den Genuss der Babysitter-Unterstützung kommen, legen Eier mit unverhältnismäßig kleinem Dotter und schonen sich so beim Eierlegen. Als Ergebnis können sie länger leben und häufiger Nachwuchs hervorbringen als Weibchen, die keine Helfer haben.
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Criteria of this press release:
Biology, Information technology, Zoology / agricultural and forest sciences
transregional, national
Research projects, Research results
German

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