Studenten, Doktoranden und Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutieren Zusammenhang zwischen Migration und Entwicklung
(Mainz, 9. November 2007, lei) Studentenkonferenzen, die den akademischen Nachwuchs in den Vordergrund stellen, sind in Deutschland noch vergleichsweise selten. Eine solche Konferenz veranstaltet die Arbeitsgruppe Migration & Entwicklung, die im Bereich Internationale Politik am Institut für Politikwissenschaft angesiedelt ist, am 16. und 17. November in der Alten Mensa auf dem Mainzer Campus. Bei der Veranstaltung mit dem Titel "Migration neu denken!" werden ausgewählte Studierende und Doktoranden, die in akademischen Arbeiten den Zusammenhang zwischen Migration und Entwicklung erforscht haben, ihre innovativen Ideen mit Experten der Migrationsforschung und -praxis diskutieren.
"Die Lebenswelt junger Menschen ist oft schon viel internationaler als die von etablierten Professoren. In einem so jungen Forschungsfeld wie Migration und Entwicklung können Studenten daher neue Impulse setzen", erklärt Silke Oppermann von der AG Migration & Entwicklung. "Außerdem haben die Studierenden in Deutschland, anders als in den USA, selten die Möglichkeit ihre Erkenntnisse mit erfahrenen Praktikern und Forschern zu diskutieren. Durch die Konferenz wollen wir dazu beitragen, diese Lücke in der deutschen Hochschullandschaft zu schließen." Dass zwischen Migration und der Entwicklung von ärmeren Ländern sowie von Industriestaaten Zusammenhänge bestehen, wurde gerade in letzter Zeit zunehmend thematisiert - sowohl in der Forschung, als auch in der internationalen Politik. So fand im September 2006 der erste Dialog der Vereinten Nationen auf hochrangiger Ebene (High-Level Dialogue) zu diesem Thema statt.
Die Mainzer Studentenkonferenz ist in vier Themengebiete gegliedert: Unter der Überschrift "Transnationale Netzwerke" wird gefragt, wie der Austausch zwischen Ländern über private und institutionalisierte Netzwerke stattfindet. "Kompetenztransfer - Braingain" thematisiert, wie Migranten in ihren Heimatländern sowie in Industrienationen die Forschung und Technologie bereichern können und welche politischen Folgen - Stichwort Demokratietransfer - es möglicherweise gibt. "Kapitaltransfer - Remittances" erörtert die Auswirkungen der Rücküberweisungen von Migranten in ihre Heimatländer - die Beträge überschreiten schon heute die Summe der offiziellen Entwicklungshilfe. Wie kann dieses Potenzial, auch in Direktinvestitionen, besser genutzt werden? Schließlich wird das vierte Themengebiet "Policies" der Frage nachgehen, wie Einwanderungs- und Integrationsgesetze von Industrie- und Entwicklungsnationen beschaffen sein müssen, damit Migranten in beiden Staaten ihr Potenzial zum Nutzen aller einbringen können?
Zu den vier Themengebieten werden jeweils zuerst Studentinnen und Studenten von Universitäten aus dem ganzen Bundesgebiet sowie aus Österreich und den Niederlanden ihre Ideen vorstellen und sie anschließend mit einem Experten diskutieren. Experten kommen von der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) sowie von den Universitäten Münster und Frankfurt. Sponsoren sind die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN), das Zentrum für Interkulturelle Studien (ZIS) der Universität Mainz, das evangelische Studienwerk Villigst und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Kontakt und Informationen:
Silke Oppermann
AG Migration & Entwicklung
Institut für Politikwissenschaft
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Tel. 0176 20523540
E-Mail: migrationundentwicklung@uni-mainz.de
http://www.politik.uni-mainz.de/cms/migrationundentwicklung (zum Programm)
Criteria of this press release:
Law, Politics, Social studies
transregional, national
Miscellaneous scientific news/publications, Scientific conferences, Transfer of Science or Research
German

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