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11/19/2007 15:41

Schavan: "Finanzierung des Museums für Naturkunde gesichert"

Silvia von Einsiedel Pressereferat
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Bund und Länder fördern fünf neue Leibniz-Institute gemeinsam

    Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) hat am Montag in Bonn beschlossen, fünf Institute im Jahr 2009 neu in die Leibniz-Gemeinschaft aufzunehmen und diese Einrichtungen gemeinsam zu fördern.

    Es handelt sich um:

    Deutsches Rheumaforschungszentrum (DRFZ), Berlin

    Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), Frankfurt/Main

    Zentrum für Marine Tropenökologie an der Universität Bremen (ZMT)

    Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam e.V. (ZZF)

    Museum für Naturkunde (MfN), Berlin

    Der Bund fördert diese Einrichtungen mit insgesamt knapp 15 Millionen Euro pro Jahr. "Mit dieser Entscheidung setzen wir ein weithin sichtbares Zeichen für die künftige Entwicklung der Leibniz-Gemeinschaft", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan in Bonn. Die Zahl der Institute in der Leibniz-Gemeinschaft erhöht sich damit im Jahr 2009 auf 86. Alle neuen Einrichtungen haben das vom Wissenschaftsrat verliehene Gütesiegel, das die überregionale Bedeutung der Forschung und ein gesamtstaatliches Interesse an der Förderung anzeigt. "Mit den zusätzlichen Mitteln machen wir deutlich: Die gemeinsame Förderung der Leibniz-Gemeinschaft ist ein Zukunftsmodell", ergänzte die Ministerin.

    Schavan hatte bereits im Juli dieses Jahres angekündigt, sich für eine Aufnahme des Berliner Naturkundemuseums in die Leibniz-Gemeinschaft einzusetzen. "Das Naturkundemuseum ist ein Juwel und kann nun auf die dauerhafte Unterstützung von Bund und Ländern bauen", freute sich Schavan über die Entscheidung. In Naturkundemuseen treffen sich Vergangenheit und Zukunft. Das Spektrum reicht vom ausgestorbenen Dinosaurier und dem kleinsten Parasiten bis hin zu Klimawandel und Biodiversitätsverlust als einem zentralen Zukunftsproblem der Menschheit. "In Zeiten, in denen der Mensch sorgfältiger als je zuvor Veränderungen in der Umwelt beobachtet, wächst die Bedeutung der Museen als Archiv der Schöpfung", sagte Schavan. "Aber auch Anpassungen an sich verändernde Lebensbedingungen wie zum Beispiel den Klimawandel und dessen Folgen werden von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Naturkundemuseen genau beschrieben."

    Die Weiterentwicklung der Leibniz-Gemeinschaft wird zusätzlich untermauert durch die Bereitschaft des Bundes, den Zusammenschluss

    der Staatlichen Naturhistorischen Sammlungen Dresden (SNSD) und

    des Staatlichen Museums für Naturkunde Görlitz (SMNG)

    mit dem Forschungsinstitut und Naturmuseum (FIS) Senckenberg in Frankfurt am Main zu unterstützen. Die Integration in das FIS Senckenberg stützt sich auf eine positive externe Begutachtung. Dadurch wird nach den Worten der Ministerin die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit des FIS Senckenberg weiter steigen.

    In der Leibniz-Gemeinschaft sind nun mit dem Museum König in Bonn, dem erweiterten Senckenbergmuseum in Frankfurt und dem neu aufgenommenen Museum für Naturkunde in Berlin die drei größten und wissenschaftlich bedeutsamsten Forschungsmuseen Deutschlands vereint. "Die Übernahme des Museums für Naturkunde in die gemeinsame Förderung von Bund und Land schafft die gleichen fruchtbaren Voraussetzungen für alle", sagte Schavan. "Dieses Kleeblatt ist ein weltweit einzigartiges Netzwerk naturkundlicher Forschungsmuseen."

    Gleichzeitig mit der heutigen Entscheidung der BLK für die Neuaufnahmen der WGL hat die BLK dem Ausscheiden der Berliner Elektronenspeicherring-Gesellschaft für Synchrotronstrahlung (BESSY) aus der Leibniz-Gemeinschaft zugestimmt. Damit ist der Weg frei für die geplante Fusion von BESSY und dem Hahn-Meitner-Institut zu einem neuen Helmholtz-Zentrum zum Jahresanfang 2009.


    More information:

    http://www.bmbf.de/press/2177.php


    Images

    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    transregional, national
    Organisational matters, Science policy
    German


     

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