Abschlusstagung zum Forschungsprojekt "Tandem-Praxis" am 5. Dezember 2007 von 14.00 bis 17.30 Uhr an der Universität Witten/Herdecke
Hat die Tandem-Praxis Zukunft? - Diese Frage steht im Mittelpunkt einer wissenschaftlichen Tagung an der Universität Witten/Herdecke (UWH) am Mittwoch, den 5. Dezember 2007. Der Begriff Tandem-Praxis bezeichnet die Zusammenarbeit zwischen einem Arzt und einem Pflegeexperten, der in engem Bezug zu einer Arztpraxis tätig wird. "Wie auf einem Tandem bewegen sich Arzt und Pflegeexperte gemeinsam in dieselbe Richtung - zum Wohle des Patienten", sagt PD Dr. Monika A. Rieger vom Institut für Allgemeinmedizin und Familienmedizin der UWH. Die Tagung ist die Abschlussveranstaltung eines Forschungsprojektes zum Konzept Tandem-Praxis am Beispiel der Versorgung von Patienten mit Ulcus crusis, dem so genannten offenen Bein.
Die jetzt abgeschlossene Studie wurde vom Bundesforschungsministerium gefördert. Sie ist eine Kooperation des Instituts für Allgemeinmedizin und Familienmedizin mit dem Institut für Pflegewissenschaft unter dem Dach der Wittener Fakultät für Medizin. Die Forscher haben während eines Zeitraums von zwei Jahren untersucht, ob es für Patienten von Vorteil ist, wenn sie - zusätzlich zur ärztlichen Behandlung - von einem Pflegeexperten begleitet und beraten werden. In ausgewählten Arztpraxen gaben Pflegeexperten den Betroffenen Tipps, wie sie durch ihr eigenes Zutun, beispielsweise bei der Wundversorgung, den Heilungsverlauf positiv beeinflussen können.
Offene Beine stellen die schwerste Form von Erkrankungen dar, die auf einem mangelhaften Abtransport von Blut aus den Beinen beruhen. Auch wegen der hohen Rückfallquoten muss allein die gesetzliche Krankenversicherung für die Versorgung der Betroffenen jährlich mehr als eine Milliarde Euro bezahlen.
In Vorträgen präsentieren die Wissenschaftler um die beiden Studienleiter, PD Dr. Monika A. Rieger und Prof. Dr. Wilfried Schnepp (Lehrstuhl für familienorientierte und gemeindenahe Pflege, Institut für Pflegewissenschaft) das Konzept und die Ergebnisse des Projektes. "Die Daten liefern gute Gründe, Tandem-Praxen für die Versorgung von Patienten mit Ulcus Cruris auch außerhalb des Forschungsprojektes anzubieten. Das Modell könnte sich nach unserer Auffassung aber auch bei anderen Krankheitsbildern eignen", so die Medizinerin Monika Rieger.
Die Veranstaltung im großen Hörsaal der Universität dauert von 14.00 bis 17.30 Uhr. Sie beginnt mit einer Begrüßung durch PD Dr. Martin Butzlaff, Dekan der Wittener Fakultät für Medizin. Die Tagung wendet sich an Ärzte und Pflegeexperten sowie an Verantwortliche aus Einrichtungen wie den Krankenkassen.
Kontakt:
PD Dr. Monika A. Rieger, 02302/926-712, Monika.Rieger@uni-wh.de
Criteria of this press release:
Medicine, Nutrition / healthcare / nursing
transregional, national
Research results, Transfer of Science or Research
German

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