Von Untertanen und Genossen
Literaturverfilmungen aus der DDR
RUB lädt ein zu Bochumer DEFA-Filmtagen
Die DEFA-Meisterregisseure kommen nach Bochum: Gemeinsam mit Bochums angesagtem Programmkino "Endstation" und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Berlin) veranstaltet das Institut für Deutschlandforschung der RUB vom 31. Januar bis 3. Februar die fachübergreifenden "Bochumer DEFA-Filmtage". Unter dem Titel "Von Untertanen und Genossen" geht es um Literaturverfilmungen aus der DDR von Wolfgang Staudte bis Roland Gräf. Sieben Streifen aus der Zeit zwischen 1951 und 1991 stehen im Kino Endstation (Bochum-Langendreer) auf dem Programm, ergänzt um Diskussionen mit den Regisseuren von damals und ein vertiefendes Filmkolloquium an der RUB am Samstag, 2. Februar (11 bis 14 Uhr, GB 04/611, Anmeldung erbeten). Alle Interessierten und die Medien sind herzlich willkommen.
Programm im Internet
Das ausführliche Programm der Bochumer DEFA-Filmtage steht im Internet unter
http://www.rub.de/deutschlandforschung/
Künstlerische Bandbreite entdecken
Die Veranstalter dokumentieren die künstlerische Bandbreite des ostdeutschen Films und laden das Publikum zu cineastischen Entdeckungen ein. Im Mittelpunkt stehen herausragende Literaturverfilmungen, angefangen mit Wolfgang Staudtes Klassiker "Der Untertan". Aber der Titel "Von Untertanen und Genossen" verrät es schon: Zentrales Thema der meisten Filme ist die soziale und kulturelle Lebenswelt der DDR in den sechziger, siebziger und achtziger Jahren. In prägnanten Beispielen werden Gegenwart und Alltag in der DDR lebendig: Individuum und sozialistisches Kollektiv auf dem Bau ("Spur der Steine", 1966/1989), Probleme junger Leute im Plattenbau ("Insel der Schwäne", 1983) und politische Resistenz und Nischendasein ("Der Tangospieler", 1991).
Wissenslücken schließen
Im Anschluss an die meisten Vorführungen sind die Zuschauerinnen und Zuschauer eingeladen, ihre Eindrücke im Gespräch mit den Regisseuren zu vertiefen und vielleicht auch manche - "typisch westdeutsche" - Wissenslücke zu schließen. Mit Herrmann Zschoche, Roland Gräf, Siegfried Kühn und Egon Günther sind gleich vier DEFA-Meisterregisseure in Bochum zu Gast. Moderiert durch den Berliner Filmexperten Paul Werner Wagner werden sie helfen, das wichtige kulturelle Erbe im vereinten Deutschland dem Publikum zu erschließen.
Eine Alternative für "Karnevalsmuffel"
Auf dem vertiefenden kulturgeschichtlichen Filmkolloquium am Samstag, 2.2. geht es um den Film "Märkische Forschungen". Mitwirkende sind neben dem Regisseur Roland Gräf, Schauspieler Hermann Beyer sowie Paul Werner Wagner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IDF der RUB. Mit den Bochumer DEFA-Filmtagen setzt das Institut für Deutschlandforschung seine langjährige Aktivität zur Popularisierung der kulturhistorischen DDR-Forschung fort und lädt alle Interessierten - vor allem auch alle "Karnevalsmuffel" - herzlich ein, die DDR aus filmischer Perspektive kennen zu lernen.
Weitere Informationen
Dr. Frank Hoffmann, Silke Flegel, M.A., Institut für Deutschlandforschung der RUB, Tel. 0234/32-27863, -28863, E-Mail: idf@rub.de
Criteria of this press release:
Art / design, History / archaeology, Language / literature, Law, Media and communication sciences, Music / theatre, Politics
regional
Miscellaneous scientific news/publications, Scientific conferences
German

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