Eine festliche Matinee am 27. Januar bildet den Auftakt für die 70-Jahr-Feierlichkeiten des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt. In der traditionsreichen Otto-Berndt Halle gratulieren Ruth Wagner, für den Hessischen Landtag und Prof. Christina Berger, TU Darmstadt. Musikalisch begleitet die Sinfonietta Darmstadt den Festakt. Institutsleiter Prof. Holger Hanselka beleuchtet die eindrucksvolle Geschichte des Instituts und stellt die Ausbaupläne für das Technologie-Transferzentrum und die zukünftigen Ausbaustufen, die mit Mitteln des Landes Hessen und der Fraunhofer-Gesellschaft umgesetzt werden, vor.
"Aufbauend auf unserer Expertise auf dem Feld der Betriebsfestigkeit haben wir mit angewandter Forschung auf dem Gebiet der Systemzuverlässigkeit und der Adaptronik die Grundlagen für den weiteren Ausbau des Forschungsportfolios des Fraunhofer LBF geschaffen.", sagt Holger Hanselka. Das LBF sei heute ein "traditionell innovatives" und wachstumsstarkes Institut in der Fraunhofer-Gesellschaft, mit 14,7 Mio Euro Betriebshaushalt. Weiterhin ist es federführend bei mehreren großen nationalen wie europäischen Projekten im Bereich der Lärmverringerung durch aktive Strukturen und Systeme (InMAR) sowie bei sicheren und zuverlässigen Verkehrstechnologiekonzepten (Clean Sky JTI, HIPERWHEEL) vertreten.
Mit der Grundsteinlegung für das Transferzentrum Adaptronik in Darmstadt-Kranichstein wird am 19. März 2008 eine weitere Ausbaustufe beginnen. Im vergangenen Jahr wurde mit renommierten Unternehmen aus der Region das Technologie-Netzwerk Rhein-Main Adaptronik e.V. gegründet sowie die Ausgründung eines Unternehmens aus dem Institut, der ISYS Adaptive Solutions GmbH, eingeleitet. Insgesamt soll so künftig Forschung und Wirtschaft noch besser miteinander vernetzt werden, damit aus Forschungsergebnissen möglichst rasch erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen entstehen.
Auf Basis der erworbenen wissenschaftlich-technologischen Kompetenzen, ausgeprägter Markt- und Kundennähe sowie zahlreichen Kooperationen in Verbünden und Netzwerken können nun weitere erfolgreiche Projekte und Produkte des Fraunhofer-Instituts in der Systemzuverlässigkeit, der Betriebsfestigkeit und Adaptronik entstehen, die den Schlüssel für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung am Wissenschaftsstandort Darmstadt bilden.
Derzeit sind insgesamt 230 Mitarbeiter am Fraunhofer LBF und am assoziierten Fachbereich Systemzuverlässigkeit und Maschinenakustik SzM an der TU Darmstadt beschäftigt. Die Keimzelle des heutigen Fraunhofer LBF bildet die 1938 gegründete Bautz-Bergmann Werkstoff- und Konstruktionsberatung GmbH in Darmstadt. Durch den Zusammenschluss mit dem Physikalisch-Technischen Labor von Ernst Gaßner in Kempten im Jahr 1950 entstand das Laboratorium für Betriebsfestigkeit, kurz LBF, genannt. Die Aufzeichnungen Ernst Gaßners zur experimentellen Simulation der im Betrieb auftretenden Belastungen von Bauteilen gelten als Geburtsstunde der Betriebsfestigkeit. In Darmstadt formulierte der damals 30-jährige Ingenieur erstmals den 8-Stufen-Blockprogrammversuch und begründete die Forschung im Bereich der Betriebsfestigkeit. Auf Basis dieser Pionierleistung konnten später erstmals zuverlässige Hochleistungsprodukte unter dem Aspekt des Leichtbaus realisiert werden. Der wissenschaftliche und anwendungsorientierte Ausbau dieser Querschnittswissenschaft am Fraunhofer LBF beeinflusste die deutsche, europäische und amerikanische Fahrzeug- und Flugzeugindustrie sowie ihre Zulieferer wesentlich.
In Darmstadt-Kranichstein verfügt das Institut über Labors und Versuchshallen, auf mehr als 13 000 qm. Dort wird neben dem einzigartigen realen Prüffeld des Fraunhofer LBF auch ein virtuelles Test Lab eingesetzt. Jedem Kunden werden so individuelle Lösungen zur Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit geboten. Von der Idee bis zur Produkt- und Serienreife ist das Fraunhofer LBF damit kompetenter Partner entlang des gesamten Forschungs- und Entwicklungsprozesses. Um Neuentwicklungen im Markt für Prüf- und Testtechnologien zu erörtern, bietet das Fraunhofer-Institut Unternehmen in den Branchen Automobil, Luftfahrt, Schienenfahrzeugbau sowie dem Maschinen- und Anlagenbau und Zulieferbetrieben ein umfassendes Leistungsprofil an.
Criteria of this press release:
Economics / business administration, Materials sciences, Mechanical engineering, Traffic / transport
regional
Miscellaneous scientific news/publications, Research projects
German

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