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01/28/2008 11:57

Wissenschaftsrat zur Hochschule für Gestaltung Karlsruhe: Innovation und Kooperation sichern hohe Ausbildungsqualität

Dr. Christiane Kling-Mathey Geschäftsstelle
Wissenschaftsrat

    Hochschulleitung, Lehrpersonal und Studierende der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) haben mit nachhaltiger Innovationsfähigkeit und in seltener Einigkeit und Flexibilität die Ziele der Gründungskonzeption von 1992 erfolgreich umsetzen können. Auf diese Weise ist eine attraktive und leistungsstarke Ausbildungsstätte mit außergewöhnlichem Studienangebot entstanden, die sich darüber hinaus auch durch erfolgreiche Forschungs- und Entwicklungstätigkeit als anerkannte Kunsthochschule etablieren konnte. Die HfG Karlsruhe erfüllt nicht nur ihre Aufgaben hervorragend, sondern ist zudem aufgrund ihres besonderen Fächerspektrums, ihrer Studien- und Personalstruktur und ihres außerordentlich kooperativen Umgangsstils zu einer bemerkenswerten Bereicherung des Hochschulsystems in Deutschland geworden.

    "Das Geheimnis des anhaltenden Erfolgs der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe in den rund 15 Jahren ihres Bestehens liegt," so der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider, "vor allem in der überzeugenden Verbindung zweier Elemente: der hoch motivierten Treue der 'Macher' zum Gründungskonzept der Hochschule und dem außergewöhnlich kooperativen sozialen Klima."

    Die HfG versteht sich als akademische Institution, an der eine neue, den Gegebenheiten der avancierten Medienzivilisation angemessene Synthese von Forschung, Lehre und Experiment auf künstlerischem, gestalterischem und wissenschaftlichem Gebiet vollzogen wird. Zu ihren konzeptionellen Merkmalen gehört es daher, dass die Designdisziplinen mit den neuen Medienkünsten, der Museums- und Ausstellungspraxis und den Kunstwissenschaften sowie der Philosophie und Medientheorie unter einem erweiterten Gestaltungsbegriff zusammengeführt werden. Gestalter, Techniker, Künstler und Wissenschaftler gehen eine enge interdisziplinäre Verbindung ein, die es ihnen ermöglicht, gemeinsam auch neue Ausbildungsprofile zu entwickeln. Maßgebliche Lehr- und Lernform an der HfG ist das Projektstudium, in dem sich die Grundsätze des "learning by doing" mit denen des förmlich organisierten Wissenstransfers verbinden. Um innovationsfähig und flexibel auf Entwicklungen reagieren zu können, wird die Lehre in den praktischen Fächern bislang grundsätzlich durch zeitlich befristete Professuren geleistet.

    Den bisherigen Erfolg der HfG Karlsruhe auch künftig zu sichern, setzt nach Auffassung des Wissenschaftsrates voraus, an einigen Stellen in der Personalstruktur, Organisation und Ausstattung regulierend einzugreifen. So wird empfohlen, rasch und entschlossen daran zu arbeiten, die mit dem Bologna-Prozess verbundenen Ziele zu erreichen. Mit Blick auf die Betreuungsintensität des Projektstudiums hält der Wissenschaftsrat den Ausbau des wissenschaftlichen Mittelbaus um drei Stellen für erforderlich. Von einer Reduzierung der Studierendenzahl und verbunden damit auch der Professorenstellen wird dringend abgeraten, da eine Verkleinerung der Hochschule das ausgezeichnete Ausbildungskonzept ernsthaft gefährden würde.



    Hinweis: Die "Stellungnahme zur Evaluation der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe" (Drs. 8285-08) wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.


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    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    transregional, national
    Science policy
    German


     

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