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01/31/2008 10:32

DFG-Förderprogramm wird nach Reinhart Koselleck benannt

Ingo Lohuis Informations- und Pressestelle
Universität Bielefeld

    Bielefelder "Querdenker" als Namensgeber für "Reinhart Koselleck-Projekte"

    Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ein neues Förderprogramm beschlossen. Das teilte die DFG heute mit. Das Programm ist nach dem international renommierten Bielefelder Historiker Reinhart Koselleck benannt, der am 3. Februar 2006 verstarb. Im Rahmen der "Reinhart Koselleck-Projekte" werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet, die sich durch einen herausragenden wissenschaftlichen Lebenslauf auszeichnen, über großes wissenschaftliches Potential verfügen und innovative Forschungsziele verfolgen. Die Förderung beträgt bis zu 1,25 Millionen Euro für fünf Jahre.

    "Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert mit diesem Programm wissenschaftliche Querdenker, die überdurchschnittliche Potentiale aufweisen und über innovative Ansätze verfügen", so Professor Dr. Dieter Timmermann, Rektor der Universität Bielefeld. "Wer besser als Reinhart Koselleck könnte dafür Namensgeber sein, denn er war sicher einer der innovativsten und renommiertesten Querdenker seines Fachs. Die Universität Bielefeld ist stolz, dass einer ihrer herausragenden Wissenschaftler in dieser Weise geehrt wird."

    Reinhart Koselleck war einer der bedeutendsten deutschen Historiker des 20. Jahrhunderts und einer der prägenden Persönlichkeiten der Universität Bielefeld. Bereits 1965 gehörte Koselleck dem Wissenschaftlichen Beirat für die 1969 gegründete Universität Bielefeld an, seit 1968 auch dem Gründungsausschuss. Ab 1973 lehrte er auch an dieser Universität und trug durch sein internationales Renommee als Wissenschaftler entscheidend zum herausragenden Ruf der Bielefelder Geschichtswissenschaft und dem der Universität als einer "Forschungsuniversität" bei. 1989 wurde ihm für seine großen Verdienste die Ehrensenatorwürde der Universität Bielefeld verliehen.


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