Ist Nokia noch zu retten?
Öffentliche Diskussionsveranstaltung in der RUB
Chancen und Grenzen für lokales Handeln in der Globalisierung
Das Aus für Nokia in Bochum scheint besiegelt. "Ist Nokia noch zu retten" fragen Sozialwissenschaftler der Ruhr-Universität auf einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung in der RUB am kommenden Mittwoch, 6. Februar 2008 (16.15 Uhr, Hörsaal HGC 30). Zusammen mit der Gemeinsamen Arbeitsstelle RUB/IGM beleuchten die Experten und das Publikum Chancen und Grenzen lokalen Handelns in der Globalisierung - von der Mobilisierung von Gewerkschaften und Belegschaften vor Ort bis hin zur vermeintlichen "Macht" der Konsumenten. Die Öffentlichkeit und die Medien sind herzlich willkommen.
Handlungsmöglichkeiten der Akteure
Die angekündigte Produktionsverlagerung des Nokia-Werkes von Bochum nach Rumänien hat zu großen öffentlichen Protesten geführt. Eine einfache Logik der Globalisierung, nach der die Lohnkosten die Standortentscheidung bedingen, wurde ebenso hinterfragt wie die Praxis der Subventionen im Standortwettbewerb. Die Sozialwissenschaft betrachtet bei solchen Konflikten die strukturellen Kontexte und die Handlungsmöglichkeiten der beteiligten Akteure: Dazu gehören neben den internationalen Unternehmen wie Nokia auch die Betriebsräte, die Kommunen und Bundesländer mit ihrer Subventionspolitik und die Konsumentinnen und Konsumenten.
Chancen des europäischen Sozialraums
Im Fall Nokia spielt das zusammenwachsende Europa eine immer zentralere Rolle. So entwickeln sich gegenwärtig Normen und Institutionen wie der "Soziale Dialog" und "Europäische Betriebsräte". Eine Kernfrage der Diskussionsveranstaltung ist, welche Chancen diese Institutionen des europäischen Sozialraums bieten. Darüber hinaus geht es in der Diskussion, moderiert von Prof. Dr. Jörg Bogumil, um die (Weiter-)Entwicklung des regionalen Strukturwandels, die Folgen für die öffentliche Subventionspolitik sowie um den Einfluss von Gewerkschaften, Belegschaften und Konsumenten.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Ludger Pries, Dekan der Fakultät für Sozialwissenschaft der RUB, Tel. 0234/32-25429, E-Mail: gerlinde.roskam@rub.de
Criteria of this press release:
Economics / business administration, Law, Politics, Social studies
regional
Miscellaneous scientific news/publications
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).