Viele hundert Besucher informierten sich am bundesweiten Tag der Gesundheitsforschung bei den Krebsspezialisten von Universität und Universitätsklinikum über neue Erkenntnisse in der Krebsforschung, über Vorbeugung, Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten dieser Volkskrankheit. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, eröffnete die Veranstaltung im Ulmer Stadthaus.
"Mehr nach rechts, ja, und jetzt greifen", ermunterte der Vater seinen Sohn. Der probierte an einem Stand des Universitätsklinikums mit echten Instrumenten aus, wie eine Schlüssellochoperation funktioniert - im Prinzip. Die Übungsaufgabe lautete, nur mit Hilfe des Kamerabildes in einem Gefäß Wattebäusche in eine Schüssel zu legen - und schon das ist gar nicht so einfach. Operationen, bei denen die bösartigen Tumoren entfernt werden, sind bei Krebserkrankungen eine häufige Therapie, mit neuen Verfahren werden sie für die betroffenen Patienten so schonend wie möglich durchgeführt und ständig weiter entwickelt. In Kurzvorträgen, Ausstellungen und Informationsständen informierten die Ärzte und Wissenschaftler des Integrativen Tumorzentrums CCCU (Comprehensive Cancer Center Ulm) über unterschiedliche Krebsarten, über Krebserkrankungen im Kinderalter, über moderne Diagnoseverfahren und über das Thema Vorbeugung.
"Am Tag der Gesundheitsforschung zeigen wir, welchen wichtigen Beitrag die Forschung dafür leistet, Krebserkrankungen zu verstehen, zu heilen und die Lebensqualität vieler Menschen zu verbessern", sagte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, bei der Eröffnungsveranstaltung am Samstagabend im Stadthaus. "In Ulm wird an der Medizinischen Fakultät und dem Comprehensive Cancer Center Ulm auf höchstem Niveau zum Wohl von Patienten und Patientinnen geforscht. Ulm ist für die Krebsforschung ein guter Standort", so die Ministerin. Etwa 50 Prozent der eingeworbenen Forschungsgelder der Medizinischen Fakultät in Ulm gehen direkt oder indirekt in die Krebsforschung. "Jeder Euro für die Gesundheitsforschung ist ein gut investierter Euro", betonte Klaus-Michael Debatin, der Dekan der Medizinischen Fakultät an der Universität Ulm.
Neue Therapieverfahren waren auch ein Schwerpunkt des Tags der Gesundheitsforschung. Vielversprechend sind beispielsweise neue Medikamente, die gezielt in gestörte Regulationsvorgänge bösarti-ger Zellen eingreifen und damit den Tumor am weiteren Wachstum hindern. Beim Lymphdrüsenkrebs sind die Heilungschancen seit der Einführung dieser Therapien stark angestiegen, für solche Erfolge gibt es viele Beispiele. Bei der Behandlung des weißen Hautkrebses, bei uns eine der häufigsten Tumorerkrankungen, lassen sich zum Beispiel bestimmte Vorstufen durch eine photosynthetische Therapie, eine Mischung aus Cremebehandlung und Bestrahlung, heilen. Andere Tumorarten, wie der fortgeschrittene Lungenkrebs oder der Bauchspeicheldrüsenkrebs, sind dagegen äußerst resistent gegen die derzeit bekannten Therapieformen.
Die vielen hundert Besucher im Stadthaus nutzten am Samstag und Sonntag die Chance, mit den Krebsspezialisten von Universität und Universitätsklinikum ins Gespräch zu kommen. "Das Bedürfnis nach Teilhabe an wissenschaftlichen Entdeckungen ist in Ulm groß", versicherte Oberbürgermeister Ivo Gönner bei der Veranstaltung.
Mit freundlichen Grüßen,
Petra Schultze
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Ulm
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http://www.uniklinik-ulm.de/cccu - Comprehensive Cancer Center Ulm am Universitätsklinikum Ulm
Dr. Annette Schavan eröffnet den Tag der Gesundheitsforschung in Ulm
Source: UK Ulm Grass
Begutachtung von Kehlkopf und Stimmlippen am Tag der Gesundheitsforschung in Ulm
Source: UK Ulm Grass
Criteria of this press release:
Medicine, Nutrition / healthcare / nursing
regional
Miscellaneous scientific news/publications, Transfer of Science or Research
German

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