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02/20/2008 12:49

Tagung zur medizinischen Ethik - Chancen und Gefahren moderner Diagnosen und Techniken

Bernd Hegen Referat Öffentlichkeitsarbeit
Universität Koblenz-Landau

    Das Wissen in den Humanwissenschaften Medizin und Biologie wächst rasant - insbesondere in der Genomforschung - und mit ihm die Optionen, die sich eröffnen. Sei es, dass aufgrund genetischer Diagnostik eine Krankheit vorhergesagt wird oder moderne Verfahren ungeahnte humane Selbsttechnologien hervorbringen (Leihmutterschaft, Zeugung eines Gewebespender-Kindes, genetisches Screening). Den daraus resultierenden Fragen widmet sich das interdisziplinäre Symposium "Medizinische Ethik: Chancen und Gefahren moderner Diagnosen und Techniken".

    Das Symposium findet am Mittwoch, 27. Februar, an der Universität in Koblenz statt und wird durch Prof. Dr. Rudolf Lüthe (Philosophie) und Prof. Dr. Michaela Bauks (Bibelwissenschaft) geleitet. Die Tagung geht unter anderem der Frage nach, wie sich das Verständnis von Gesundheit und Krankheit innerhalb der Gesellschaft verändert? Es müssen Entscheidungen in gewonnenen Freiräumen getroffen werden, deren Tragweite Generationen übergreift. Gleichzeitig droht das Verhältnis zwischen Arzt und Patient von Ressourcenverknappung und Technisierung überformt zu werden.

    Zu den Vortragenden des Symposiums gehört Prof. Dr. Dieter Birnbacher, Philosophisches Institut der Heinrich Heine Universität Düsseldorf und Mitglied der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer. Professor Birnbacher wird um 16 Uhr über "Freiwilligkeit und Zwänge bei genetischer Diagnostik" sprechen. Um 17.15 Uhr spricht Prof. Dr. Karl Heinz Wingendorf von der Fachhochschule Koblenz zu dem Thema "Die Rückseite der Biopolitik". Dr. Dirk Lanzerath, vom Deutschen Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften, ist Referent des Abendvortrags um 19.15 Uhr. Er spricht zu dem Thema "Die Normativität von Krankheit und Gesundheit". Die Einführung in das Thema um 15.30 Uhr übernimmt Dr. Petra Kutscheid, Klinisches Ethik-Komitee des Stiftungsklinikums Mittelrhein.

    Ziel des Symposiums ist es auch, anhand dieses gegenwärtig intensiv diskutierten Themas und durch hochrangige Referenten über Fragen medizinischer Ethik zu informieren und interdisziplinär weiterzubilden. Für die bestehenden Klinischen Ethik-Komitees und Ethikforen soll ein Öffentlichkeitsforum geschaffen werden. Daher sollen vor allem Ärzteschaft in Stadt und Region (niedergelassene Ärzte zusammen mit Klinikern) sowie Personen und Entscheidungsträger aus den Bereichen Universität (Ethik), Kirchen und Gesundheitsmanagement als Zielgruppe angesprochen werden. Koblenz ist aufgrund des großen Einzugsgebiets zwischen Bonn und Mainz ein Ballungsgebiet verschiedener Zentralkliniken. Fragen medizinischer Ethik haben in dieser Region bisher ihr Forum in den Klinischen Ethik-Komitees des Stiftungsklinikums sowie im neu geschaffenen Studiengang für Ethik an der Universität Koblenz-Landau.

    Die Planung des Symposions ist so gewählt, dass niedergelassene Ärzte den praxisfreien Mittwochnachmittag zur Fortbildung nutzen können. Die Veranstaltung wird im Rahmen der zertifizierten Fortbildung von der Akademie für ärztliche Fortbildung der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz anerkannt (Akkreditierung gesamte Tagung: 6 Punkte, Akkreditierung ab 17.50 Uhr: 3 Punkte, Zertifikation LÄK RP: AK 748).

    Kontakt und Anmeldung

    Sekretariat Seminar Philosophie
    Dienstag bis Donnerstag, 9 bis 16 Uhr
    Tel.: 0261-287-1900
    E-Mail: baeurle@uni-koblenz.de


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    Criteria of this press release:
    Biology, Information technology, Medicine, Nutrition / healthcare / nursing, Philosophy / ethics, Religion, Social studies
    transregional, national
    Miscellaneous scientific news/publications, Scientific conferences
    German


     

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