Pinkwart: Überwiegend positive Bewertungen zu Studienbeiträgen
Die Einführung von Studienbeiträgen an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen und ihre Verwendung ist von Experten, die der Landtag im Rahmen einer Anhörung dazu um Stellungnahme gebeten hat, überwiegend positiv bewertet worden. "Auch wenn nach Einschätzung der Experten der Zeitpunkt dieser Anhörung sehr früh war, zeigen die Stellungnahmen: die Studienbedingungen werden besser, das NRW-Modell ist sozial ausgewogen, unser Darlehensangebot überzeugt", sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart in Düsseldorf. "Neben den positiven Anregungen aus der Anhörung erwarten wir Ende April erste weitere wichtige Erkenntnisse über die Verwendung der Beiträge von der Evaluation durch den Stifterverband und das Deutsche Studentenwerk, die die Landesregierung beauftragt hat."
In seiner Stellungnahme konstatierte das Hochschulinformationssystem (HIS) aus Hannover, das nordrhein-westfälische Studienbeitragsmodell sei das bundesweit sozialverträglichste. Die derzeit verfügbaren statistischen Zahlen aus dem Jahr 2006 über die Entscheidung von Studieninteressierten, ob und wo sie ihr Studium aufnehmen, belegten keine "nennenswerten Abschreckungseffekte" der Studienbeiträge.
Die 20 Prozent der Studierenden, die aus Nordrhein-Westfalen zum Studieren in ein anderes Bundesland gegangen sind, haben sich zu zwei Dritteln für ein Bundesland entschieden, in dem ebenfalls Studienbeiträge erhoben werden. Auch der Zuzug von Studierenden aus anderen Bundesländern ist ungebrochen. "Insofern lässt sich feststellen, dass die nordrhein-westfälischen Hochschulen auch nach Einführung der Studienbeiträge noch attraktiv für fremde Landeskinder sind", heißt es in der Stellungnahme.
HIS lobte außerdem das Darlehensangebot der NRW-Bank. Die Bank arbeite kostendeckend "ohne Gewinnziel", habe im Ländervergleich ein "technisch überaus ausgereiftes Darlehensverfahren" und die "geringsten Zinssätze".
Der AStA der RWTH Aachen kam in seiner Stellungnahme zu dem Ergebnis, dass die Studienbeiträge "zu einer bemerkbaren Verbesserung der Lehrbedingungen an der Hochschule" führen, es "zu einer Erhöhung des Einflusses der Studierenden auf die Hochschulen" komme und das Resümee über die Ergebnisse der eingeführten Studienbeiträge grundsätzlich positiv ausfalle.
Zu diesem Ergebnis kamen neben dem Sprecher der Landesrektorenkonferenz, Professor Axel Freimuth, auch der Deutsche Hochschullehrerverband und das Deutsche Studentenwerk. Freimuth betonte, "die finanzielle Situation der Hochschulen entwickelt sich zurzeit hervorragend".
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Studies and teaching
German

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