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03/17/2008 13:03

Übergabe des Rektorats an der Pädagogischen Hochschule Freiburg

Helga Epp M. A. Pressestelle
Pädagogische Hochschule Freiburg

    In einer Feierstunde wurde das Rektoramt an der Pädagogischen Hochschule Freiburg offiziell übergeben. Prof. Dr. Wolfgang Schwark scheidet am 31.03.2008 aus und geht in den Ruhestand. Prof. Dr. Ulrich Druwe übernimmt das Amt am 01.04.2008.

    In einer Feierstunde wurde das Rektoramt der Pädagogischen Hochschule Freiburg vor zahlreichen Gästen aus Hochschule, Politik, Wirtschaft und Institutionen offiziell übergeben. Prof. Dr. Wolfgang Schwark scheidet am 31.03.2008 aus der Pädagogischen Hochschule Freiburg aus und geht in den Ruhestand. Aus den Händen des Ministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Herrn Prof. Dr. Peter Frankenberg, konnte der neue Rektor Prof. Dr. Ulrich Druwe seine Bestellungsurkunde entgegennehmen.

    Auch wenn von Amts wegen die neue Rektoratsära am 1. April 2008 beginnt, so wurden am 13. März 2008 in einem Festakt die Verdienste von Prof. Dr. Wolfgang Schwark gewürdigt. Wolfgang Schwark nimmt Abschied von seinem Amt als Rektor, das er 18 Jahre ausübte (1982 - 1990 und 1998 - 2008), von seinem Amt als Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz (1986 - 1990 und 1998 - 2008) und als Professor der Pädagogischen Hochschule Freiburg, an der er insgesamt 34 Jahre tätig war.

    Die Ansprachen und Grußworte zeigten, wie vielseitig Wolfgang Schwark in den letzten Jahren gewirkt hat. Bei der Begrüßung wies die Hochschulratsvorsitzende Anne-Kathrin Deutrich darauf hin, dass "die Person des Rektors in hohem Maß das Selbstverständnis einer Hochschule repräsentiert, schafft sie doch nach außen und innen Profil und Identität." Wolfgang Schwark habe maßgeblich daran mitgewirkt, den Bestand der Pädagogischen Hochschulen zu sichern und diesen Hochschultyp in entscheidenden Punkten weiter zu entwickeln. Seine Stimme, so die Hochschulratsvorsitzende weiter, habe Gewicht für das unmittelbare Umfeld, die Stadt und die Region, darüber hinaus sei er ein gesuchter Partner als Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz.

    Durch seine Persönlichkeit und seine Amtsführung habe ein Rektor großen Einfluss auf die Entwicklung seiner Hochschule, führte Minister Prof. Dr. Peter Frankenberg aus, und wandte sich direkt an Prof. Dr. Wolfgang Schwark: "Sie können als Hochschullehrer, als Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz und als Rektor der Pädagogischen Hochschule Freiburg in vier Amtsperioden auf ein großes Lebenswerk zurückblicken." Das gute Ergebnis der Hochschule in den Evaluationsberichten gebe hierfür ein beredetes Zeugnis ab, so der Minister weiter. Besonders hervorzuheben sei Schwarks Engagement als Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz, mit dem er die Stellung der Pädagogischen Hochschulen im Hochschulgefüge des Landes gestärkt habe: "Professor Schwark hat in den achtziger Jahren durch das Aufzeigen neuer Zukunftsperspektiven entscheidend daran mitgewirkt, den Bestand der Pädagogischen Hochschulen als eigenständige Einrichtungen zu sichern", so Minister Frankenberg.

    Prof. Dr. Hartmut Melenk ist Stellvertretender Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg und dankte Wolfgang Schwark für seinen unermüdlichen Einsatz als oberster Repräsentant der Pädagogischen Hochschulen. "Er war gleichsam 'Mister PH', und das war eine Rolle, die er glänzend gespielt hat, weil er Sinn für das Politische, für das in der jeweiligen Situation Machbare und für die große Linie hat. Wir hätten uns also keinen besseren Vertreter denken können", so Melenk in seinem Grußwort.

    Auch Jean Michael Kramer vom AStA der Hochschule würdigte die Arbeit von Rektor Schwark. Er betonte, dass Rektor Schwark den Studierenden stets eine besondere Wertschätzung gegenüber brachte und immer ein offenes Ohr für deren Anliegen, Sorgen und Nöte hatte.

    Bewegt bedankte sich Prof. Dr. Wolfgang Schwark für die freundlichen Worte und Anerkennungen. Er habe an einer der schönsten Aufgaben mitgewirkt, die er sich vorstellen könne - an der Ausbildung junger Menschen. Rechenschaft über seine Tätigkeit als Hochschullehrer und Rektor hatte Wolfgang Schwark bereits in seiner Rede zur Eröffnung des Akademischen Jahres 2007/08 abgegeben. Also nicht von ihm solle heute die Rede sein, so Altrektor Schwark, stattdessen ziehe er ein knappes Fazit, wage eine Beurteilung der Institution. Als Wunsch äußerte Professor Schwark: "Kollegium und Studierendenschaft sollten alles daran setzen, den gleichermaßen inspirierenden wie kontroversen Dialog über den Weg unseres Bildungswesen weiterzuführen; dies mit einem utopischen Anspruch, der sich aber an Realität und Daten binden lässt ... Grundlegend für diesen Prozess sind der intensive Austausch von Personen im gemeinsamen Handeln und Nachdenken über Pädagogik, der Umgang von Einzelnen und Gruppen mit kulturellen Artefakten und Traditionen sowie die Kommunikation, also das begründete Sprechen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unseres Bildungs- und Hochschulsystems.

    Mit jeder Rektoratsübergabe wird ein neues Kapitel in der Geschichte einer Hochschule aufgeschlagen, denn ein Rektor öffnet mit seinem Einfluss und den weit reichenden Kompetenzen Korridore der Entwicklung und stellt die Weichen für die Zukunft. Dies machte auch Rektor Prof. Dr. Ulrich Druwe deutlich, als er auf die aktuellen Debatten in der Hochschulpolitik und die Herausforderungen für die Pädagogische Hochschule Freiburg hinwies. Druwe betonte in diesem Zusammenhang, dass er ein überzeugter Anhänger des Projektes "Europäischer Hochschul- und Forschungsraum" sei und erläuterte dies in der Fortführung seiner Rede. Jede Hochschule sei gefordert, in diesem Rahmen gemäß ihrer Kultur, ihres Potentials Struktur und Profil zu formen. Profil hieße Schwerpunkte setzen und dieses wiederum bedeute Stärken zu stärken und neue potentielle Stärken zu entwickeln. "Die Pädagogische Hochschule Freiburg freut sich, diesen Weg in Zukunft konsequent beschreiben zu können. Autonomie ist schließlich lernbar." schloss Rektor Ulrich Druwe.


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