Nr. 80
Neuro-, Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure freuen sich über Förderung
Promovieren im strukturierten Programm
Die Ruhr-Universität freut sich über einen weiteren großen Erfolg für ihre Doktorandenausbildung: Die NRW Research School of Medical Neuroscience Bochum BoNeuroMed (Sprecher: Prof. Dr. Onur Güntürkün) wird aus dem Programm NRW-Forschungsschulen des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie gefördert. Die Schule wird in Kooperation mit der Research School der RUB arbeiten, die aus der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder hervorgegangen ist. Die Ruhr-Universität ist außerdem an zwei weiteren Graduiertenschulen aus dem NRW-Forschungsschulen-Programm beteiligt: der Ruhr Graduate School in Economics (RGS Econ, Sprecher: Prof. Dr. Wolfgang Leininger, TU Dortmund), getragen von der Universitätsallianz Metropole Ruhr und dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), und der Forschungsschule für Energieeffiziente Produktion und Logistik (Sprecher: Prof. Dr. Jochen Deuse, TU Dortmund), getragen von der Engineering Unit Ruhr.
BoNeuroMed
Die Neurowissenschaften entwickeln sich mit atemberaubender Geschwindigkeit und sind zurzeit eines der am schnellsten wachsenden Felder der Lebenswissenschaften. Ihre Fundamente liegen in einer großen Zahl methodischer und theoretischer Disziplinen, die von Proteomics über die Kognitionswissenschaften bis zur Robotik reichen. Die Geschwindigkeit, mit der Entdeckungen in den Basis-Neurowissenschaften den Weg in die medizinische Anwendung finden, hat sich dramatisch gesteigert. Die NRW Research School of Medical Neuroscience Bochum (BoNeuroMed) hat es sich daher zum Ziel gesetzt, die enorme Breite der neurowissenschaftlichen Expertise und Methoden an der Ruhr-Universität Bochum und ihren Universitätskliniken zu nutzen, um im Bereich der medizinischen Neurowissenschaft die heutigen Grenzen der Erkenntnisse in Therapie und Innovation zu überschreiten. Strategie ist es, Grundlagen-, Medizin- und Technologieforschung zu integrieren, um neue Erkenntnisse zu den Mechanismen und therapeutischen Prozessen zu gewinnen, mit denen neurologische Erkrankungen angegangen werden können. Diese Forschungsstrategie wird eingebettet werden in eine innovative und multidisziplinäre Doktorandenausbildung, in der eine neue Generation von Neurowissenschaftlern heranwachsen soll, die den zukünftigen Herausforderungen dieses neuen Forschungsfeldes gewachsen sind.
Ruhr Graduate School in Economics
Die "Ruhr Graduate School in Economics" (RGS Econ) ist eine gemeinsame Forschungsschule der Universitätsallianz Metropole Ruhr und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen. Die Forschungsschule ist eine Neuausrichtung und Weiterentwicklung der erfolgreichen RGS Econ, die bislang aus dem Landesprogramm "International NRW Graduate Schools" gefördert wurde. Die Forschungsschwerpunkte liegen in der theoretischen Modellierung und ökonometrischen Analyse realer wirtschaftlicher Probleme offener Volkswirtschaften. Einer der Schwerpunkte ist zum Beispiel die Analyse der Folgen und Begleiterscheinungen des demografischen Wandels. Die "Ruhr Graduate School in Economics" führt die universitäre Grundlagenforschung und die problemorientierte, empirische Forschung zur Politikberatung auf Seiten des RWI zusammen. Sie ermöglicht so moderne Doktorandenausbildung auf höchstem internationalen Niveau.
Energieeffiziente Produktion und Logistik
Die Forschungsschule "Energieeffiziente Produktion und Logistik" betrachtet die gesamte Prozesskette von der Produktplanung und -entwicklung über die Fertigung bis hin zu fertigungsstätteninterner und -übergreifender Logistik unter den Gesichtspunkten Energieeffizienz und CO2-Minderung. In ihr werden Forscher aus der Energie- und Verfahrenstechnik, Produktentwicklung und Produktionstechnik sowie Logistik- und Materialwissenschaft eng zusammenarbeiten. Die Forschungsschule ist eine Einrichtung der Engineerung Unit Ruhr, der gemeinsamen virtuellen Fakultät der Maschinenbaufachbereiche der TU Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum.
Ausländischer Bewerber ins Land holen
Das strukturierte Doktorandenangebot der Forschungsschulen eröffnet herausragenden Studierenden die Chance, auf hohem internationalen Niveau bei den jeweiligen Spitzenforscherteams der Hochschulen zu promovieren. Mit dem neuen Angebot, dass in der Regel von mehreren Hochschulen gemeinsam getragen wird, sollen insbesondere Bewerber aus dem Ausland geworben werden, um die Internationalisierung der Hochschulen und Forscherkooperationen auszubauen. Wer in einer Forschungsschule aufgenommen wird, erhält ein monatliches Stipendium von bis zu 1.300 Euro. Die Forschungsschulen werden in der Regel zu gleichen Teilen von der jeweiligen Hochschule und dem Land finanziert.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Onur Güntürkün, BoNeuroMed, Fakultät für Psychologie der Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-26213, E-Mail: onur.guentuerkuen@rub.de
Prof. Dr. Christoph M. Schmidt, stellv. Sprecher RGS Econ, Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (RWI Essen) u. Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0201/8149-228, E-Mail: rgs@rwi-essen.de, http://www.rgs-econ.de
Prof. Dr.-Ing. Jochen Deuse, Energieeffiziente Produktion und Logistik, Lehrstuhl für Arbeits- und Produktionssysteme, Leonhard-Euler-Str. 5, 44227 Dortmund, Tel. 0231/755-2651, E-Mail: deuse@aps.mb.uni-dortmund.de
http://www.uamr.de/ - Universitätsallianz Metropole Ruhr
http://www.ruhr-uni-bochum.de/rektorat/themen/universitaetsallianz/engineering_u... - Engineering Unit Ruhr
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Science policy, Studies and teaching
German

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