Clausthal-Zellerfeld. Unverhofft kommt oft. Der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft hat am Donnerstagabend in Hannover vorbildliche kleine und mittlere Hochschulen ausgezeichnet. Die Technische Universität (TU) Clausthal und die Fachhochschule (FH) Nordhausen, die bei dieser "kleinen Exzellenzinitiative" mit ihrem Gemeinschaftsbeitrag "Hochschulregion Harz" zu den fünf Siegern zählen, bekommen jeweils 200.000 Euro. Das niedersächsische Wissenschaftsministerium hat darauf die Beträge aller Gewinner aus seinem Bundesland verdoppelt. Neben Clausthal freuten sich darüber die Universitäten aus Lüneburg und Oldenburg.
"Wir betrachten es als besondere Geste der Anerkennung, dass die Landesregierung den Betrag auf 400.000 Euro aufgestockt hat", sagte Professor Thomas Hanschke, Vizepräsident für Studium und Lehre an der TU Clausthal. Das Geld wird in die geplante Kooperation mit der FH Nordhausen fließen. Nach Auffassung der Jury hatten beide Hochschulen ein überzeugendes Konzept vorgelegt. Die jeweiligen Stärken seien zu beiderseitigem Nutzen verbunden worden, um sich in einer strukturschwachen Region zu behaupten. "Der Vorteil der kleinen Hochschulen ist ihre größere Kreativität", ergänzte Dr. Joachim Kreuzburg, Vorsitzender des Landeskuratoriums Niedersachsen, bei der feierlichen Preisverleihung.
Die Zusammenarbeit zwischen Clausthal und Nordhausen, der Brückenschlag von Niedersachsen nach Thüringen, bezieht sich auf die Bereiche Informatik sowie Energiewissenschaften und -technik. Informatik-Professor Christian Siemers ist beispielsweise vom 1. Mai an für beide Hochschulen tätig. "Außerdem wollen wir uns bei Promotionsverfahren unterstützen und gemeinsam Möglichkeiten der Weiterbildung ausloten", erläuterte der Nordhäuser Rektor Professor Jörg Wagner. "Vor dem Hintergrund des Bologna-Prozesses freut sich die TU Clausthal das Zusammenspiel von Fachhochschule und Universität zu trainieren und von den komplementären Kompetenzen zu profitieren", führte Professor Hanschke aus. So sei die FH nach dran an mittelständischen Unternehmen, während die TU auch Kontakte zur Großindustrie pflege.
An der "kleinen Exzellenzinitiative", die den offiziellen Wettbewerbsnamen "Profil und Kooperation - Exzellenzstrategien für kleine und mittlere Hochschulen" trägt, hatten sich bundesweit 33 Universitäten und 31 Fachhochschulen beteiligt. Ziel ist es, diejenigen in ihrer Entwicklung zu fördern, die nicht das ganze Spektrum einer Volluniversität abdecken können. "Wir hoffen, dass die Politik diesen Anstoß aufgreift, um dann auch für die Gruppe der kleineren Hochschulen spezielle Förderprogramme aufzulegen", sagte Dr. Volker Meyer-Guckel, der Programmchef des Stifterverbandes.
Ausgezeichnet (v.l.): Prof. Jörg Wagner, Rektor der FH Nordhausen, und Prof. Thomas Hanschke, Vizepr ...
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Ausgezeichnet (v.l.): Prof. Jörg Wagner, Rektor der FH Nordhausen, und Prof. Thomas Hanschke, Vizepr ...
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