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04/15/2008 13:29

Zehn Minuten für den "Hexapod Robot" - 6. Heidelberger Innovationsforum

Dr. Peter Saueressig Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
European Media Laboratory GmbH

    Auf dem Heidelberger Innovationsforum präsentieren IT-Forscher ihre Projekte und Lösungen in kompakter Form - Im Zentrum: Intelligente Lösungen für Ärzte und Klinken

    Heidelberg/Stuttgart. Kurz und knackig präsentieren sich 28 marktnahe IT-Anwendungen und Geschäftsideen für den Medizin- und Gesundheitssektor am 15. April auf dem 6. Heidelberger Innovationsforum: Nur zehn Minuten haben die Forscher und Entwickler, um die anwesenden Wirtschaftsvertreter und potenziellen Investoren von ihren Lösungen zu überzeugen. Die Palette der Lösungen reicht von Implantationsrobotern über digitale Notfallassistenten bis hin zu virtuellen Trainingssystemen für Operateure.

    Die Medizintechnik weist derzeit das beste Innovationsklima auf, so eine aktuelle Studie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) vom Februar 2008. Als wichtiger Innovationsmotor gelten IT- und Softwarelösungen. 28 besonders marktnahe und vielversprechende Anwendungen und Geschäftsideen werden heute, am 15. April 2008, auf dem Heidelberger Innovationsforum präsentiert. Damit stellt sich die europäische Plattform für die Kommerzialisierung marktnaher IT-Forschung ganz in den Dienst eines der lukrativsten Märkte der Zukunft.

    Das Heidelberger Modell: Forscher und Marktakteure früh vernetzen

    Erfinden, Businessplan erstellen, Kapital beschaffen - und erst danach schauen, wie der Markt auf das Angebot reagiert. Nach diesem Muster verfahren viele Forscher. Die Folge: Trotz hervorragender Forschungsergebnisse scheitern viele am finalen Schritt der Unternehmensgründung. Das Heidelberger Innovationsforum setzt genau an diesem Punkt an. Bereits in einem frühen Stadium unterstützt es die Forscher und Entwickler bei der Marktsondierung und der Suche nach geeigneten Investoren und Kooperationspartnern.
    Im Rahmen der Veranstaltung erhalten die Forscher und Entwickler die Möglichkeit, ihre Geschäftsidee einer breiten Fachöffentlichkeit aus Wissenschaftlern und Unternehmern zu präsentieren. An der Resonanz lässt sich genau ablesen, ob ein Konzept marktreif ist oder nicht. "Indem wir Forscher und Marktvertreter frühzeitig zusammenbringen, beschleunigen wir den Innovationsprozess", erklärt Klaus Haasis, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg, Innovationsagentur des Landes für IT und Medien. Seit 2005 organisiert die MFG in enger Kooperation mit dem European Media Laboratory (EML) das halbjährlich stattfindende Innovationsforum.

    Zukunftsfähige Geschäftsideen in zehn Minuten auf den Punkt gebracht

    Die Besonderheit der Veranstaltung: "Auf dem Innovationsforum müssen die Referenten auf den Punkt kommen", so Professor Andreas Reuter, Direktor des EML. "Denn jede Präsentation ist auf zehn Minuten begrenzt." Wirtschaftsvertreter und Investoren, deren Zeit stets knapp ist, erhalten so in komprimierter Form potenzielle Kooperations- und Finanzierungsmöglichkeiten präsentiert.

    Präsentationsbeispiel 1: Rascher Datentransfer kann Leben retten

    Ob intelligente Implantate, IT-gestützte Diagnose- und Therapielösungen oder virtuelle Trainingssysteme für Operateure - die Einsatzgebiete neuer Anwendungen im Medizin- und Gesundheitsbereich sind vielfältig. Auf dem kommenden Heidelberger Innovationsforum im April wird u. a. ein mobiler Notfallassistent vorgestellt, mit dem die Gießener Firma medDV den Datentransfer im Rettungswesen beschleunigt. An der Rettung eines Unfallopfers vom Rettungswagen bis zur Klinik sind zahlreiche Institutionen beteiligt, zwischen denen Patientendaten und Diagnosewerte manuell ausgetauscht werden - Verlust und Irrtumsrisiko inklusive. "Wir haben eine Lösung entwickelt, die den Datentransfer erheblich verbessert. Damit gelangen alle notwendigen Informationen sofort an die Stelle, an der sie benötigt werden", erklärt medDV-Geschäftsführer Christian Hansis. Kernstück der Lösung ist das "NIDA Pad", ein tragbares Terminal, mit dem die Daten unmittelbar am Unfallort digital erfasst werden.

    Präsentationsbeispiel 2: Zahnimplantationen in 3D

    An Zahnärzte richtet sich die Entwicklung von Dr. Wolfram Stein von med3D GmbH in Heidelberg. Das Spin-off-Unternehmen der Universität Heidelberg hat die dreidimensionale Planungssoftware "implant3D" entwickelt. Diese berechnet sowohl die optimale Lage einzusetzender Implantate als auch den besten "Bohrweg". Ein sechsbeiniger "Hexapod-Roboter" überträgt die Bohranleitung anschließend auf eine so genannte Bohrschablone, die dem Patienten bei der Behandlung eingesetzt wird und den Bohrer präzise führt. Nachbarzähne und anliegende Nervenbahnen werden so zuverlässig vor Verletzungen geschützt.

    Über das Heidelberger Innovationsforum
    Das Heidelberger Innovationsforum bietet IT-Forschern und -Entwicklern eine Plattform, um marktnahe Geschäftsideen und Lösungen vor potenziellen Investoren und möglichen Kooperationspartner zu präsentieren. Erstmals in Europa gibt es dabei eine Kombination aus Wissenschaftler-Coaching und -Networking, um den Technologietransfer voranzutreiben.
    Am 15. April 2008 erhalten Investoren und Entscheider aus der Industrie bereits zum sechsten Mal einen komprimierten Überblick über 28 innovative Lösungen und Geschäftsideen. Schwerpunktthema der kommenden Veranstaltung, die im exklusiven Ambiente des Studios der Villa Bosch und des Palais Prinz Carl stattfindet, sind IT-Lösungen für das Gesundheitswesen.

    Über das EML
    Die European Media Laboratory GmbH (EML) ist ein privates IT-Forschungsinstitut, das von SAP-Mitbegründer Dr. h.c. Klaus Tschira ins Leben gerufen wurde. Gemäß dem Grundsatz "Think beyond the Limits" forscht das EML mit großem Erfolg im Bereich der Mensch-Technik-Interaktion mit Schwerpunkt auf der Verarbeitung gesprochener Sprache. Sitz des EML ist die Heidelberger Villa Bosch, ehemaliges Domizil des Nobelpreisträgers Carl Bosch (1874-1940).

    Über die MFG Baden-Württemberg
    Die MFG gehört zu den führenden Innovationsagenturen für IT und Medien in Europa mit Schwerpunkt Informationstechnologie, Software, Telekommunikation und Creative Industries. Ziel ist die Vernetzung von Kreativwirtschaft und Technologiebranchen zur Stärkung des deutschen Südwestens, zur Förderung von Kooperationen in Europa und zur Unterstützung globaler Zusammenarbeit. Dabei stehen für die MFG als Experte für wissensbasierte Dienstleistungen besonders Anwenderbranchen wie Automobil- und Maschinenbau sowie die Gesundheitsbranche als potenzielle Kunden und Abnehmer im Fokus. Mit ihren nach ISO 9001 zertifizierten Dienstleistungen und 100.000 Technologiebeziehungen gehört sie international zu den Vorreitern für systemische Standortentwicklung in öffentlich-privaten Partnerschaften.

    Ansprechpartner für die Presse

    MFG Baden-Württemberg mbH
    Innovationsagentur des Landes
    für Informationstechnologie und Medien

    Silke Ruoff
    Referentin Kommunikation und Marketing
    Breitscheidstraße 4
    70174 Stuttgart
    Tel.: 0711-90715-316
    Fax: 0711-90715-350
    E-Mail: ruoff@mfg.de
    www.mfg-innovation.de

    European Media Laboratory GmbH (EML)

    Dr. Peter Saueressig
    Pressesprecher
    Villa Bosch
    Schloss-Wolfsbrunnenweg 33
    69118 Heidelberg
    Tel.: 06221-533-245
    Fax: 06221-533-198
    Peter-Saueressig@eml.villa-bosch.de
    www.eml.villa-bosch.de


    More information:

    http://www.eml-development.de/deutsch/presse/presse.php?we_objectID=326&pid=... Mehr Informationen und Bildmaterial
    http://www.heidelberger-innovationsforum.de detaillierte Programmübersicht
    http://www.mfg-innovation.de Website der MFG Baden-Württemberg
    http://www.eml-development.de
    http://www.kts.villa-bosch.de


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    Dr. Wolfram Stein (med3D GmbH, Heidelberg) mit dem Hexapod-Roboter
    Dr. Wolfram Stein (med3D GmbH, Heidelberg) mit dem Hexapod-Roboter
    Source: Foto: EML

    Christian Hansis (medDV GmbH, Gießen) erläutert das "NIDA-Pad"
    Christian Hansis (medDV GmbH, Gießen) erläutert das "NIDA-Pad"
    Source: Foto: EML


    Criteria of this press release:
    Biology, Electrical engineering, Energy, Information technology, Mechanical engineering, Medicine, Nutrition / healthcare / nursing
    transregional, national
    Transfer of Science or Research
    German


     

    Dr. Wolfram Stein (med3D GmbH, Heidelberg) mit dem Hexapod-Roboter


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