Wissenschaftler aus dem Zentrum für Psychosoziale Medizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) sind jetzt für Ihre Arbeiten ausgezeichnet worden.
Priv.-Doz. Dr. Reinhard Lindner, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, hat den mit 10 000 Euro dotierten Heigl-Preis 2008 der Heigl-Stiftung erhalten. Die Auszeichnung wurde ihm für eine Arbeit zur psychoanalytisch orientierten Psychotherapie suizidgefährdeter Männer verliehen.
Seine Arbeitsgruppe hatte die ersten fünf Therapiesitzungen von 20 Patienten ausgewertet und Gemeinsamkeiten in ihrem Leben mit Suizidgedanken, ihren Biografien und der Beziehungssituation zu ihren Therapeuten herausgearbeitet. Es zeigte sich insbesondere, dass die Suizidgefahr bei denjenigen Patienten, die ihren Therapeuten gefühlsmäßig nicht erreichten, deutlich höher einzuschätzen war als bei Patienten, die in ihren Therapeuten Angst, Ärger, Sorge oder Zuneigung auslösten. Diese Erkenntnisse wiederum können Therapeuten für die Gesprächsführung nutzen. Der Preis würdigt auch die Methode, mit der die Krankheitsgeschichte und die psychotherapeutische Behandlung systematisch analysiert wurden.
Prof. Dr. Dieter Naber und Priv.-Doz. Dr. Martin Lambert, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, haben beim "Lilly Quality of Life Preis 2007" den mit 6500 Euro dotierten ersten Preis erhalten. Die Auszeichnung wurde ihnen für Arbeiten zur subjektiven Lebensqualität von neuroleptisch behandelten schizophrenen Patienten verliehen.
Die Mediziner hatten zunächst eine Methode zur Erhebung der subjektiven Lebensqualität entwickelt. In mehreren anschließenden Studien konnten Naber und Lambert insbesondere zeigen, dass durch die Verbesserung der persönlich empfundenen Lebensqualität der Patienten - am besten zu einem möglichst frühen Therapiezeitpunkt - meist auch deren Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung bei der medikamentösen Behandlung gesteigert werden kann. Dies wiederum kann die Erfolgswahrscheinlichkeit einer Langzeittherapie erhöhen.
Dr. Anja Mehnert, Institut für Medizinische Psychologie, hat auf dem Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium 2008 den Rehabilitationswissenschaftlichen Förderpreis der Karlsruher Sanatorium AG erhalten. Die Auszeichnung wurde ihr für eine Untersuchung zur Wirksamkeit stationärer onkologischer Rehabilitation verliehen. Das Preisgeld von 7500 Euro teilt sie sich mit einem weiteren Preisträger.
In ihrer Studie mit fast 1200 Krebspatienten in Rehabilitationsmaßnahmen hatte die Diplompsychologin aufgezeigt, dass nahezu jeder vierte Studienteilnehmer unter behandlungsbedürftigen psychischen Belastungen litt. Zudem hatte sie nachgewiesen, dass sowohl die körperlichen als auch die psychischen Belastungen durch die Reha-Maßnahme deutlich reduziert werden konnten.
Auf Wunsch mailen wir Ihnen gern Fotos der Preisträger.
Criteria of this press release:
Medicine, Nutrition / healthcare / nursing, Psychology
transregional, national
Personnel announcements, Research results
German

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